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Ingmar Bergmans Haus, Fårö, Gotland
Foto: Simon Paulin/imagebank.sweden.se

Aktivität

100 Jahre Ingmar Bergman

Der schwedische Film- und Theaterregisseur wäre am 14. Juli hundert Jahre alt geworden. Reise auf seinen Spuren an Schwedens filmreife Orte.

Filmstudio und Nationaltheater in Stockholm

In Stockholm erinnern die Gebäude eines ehemaligen Filmstudios, Råsunda Filmstaden, an das Schaffen von Ingmar Bergman. Ganze 30 Filme drehte er hier, darunter „Das siebente Siegel“. 1920 eröffnet, war Råsunda die modernste Filmfabrik der Welt und diente 80 Jahre lang als Kulisse für unzählige Produktionen. Im August gibt es sonntags um 15 Uhr Führungen auf Englisch, den Rest des Jahres kannst du das denkmalgeschützte Gelände mit einem Audioguide erkunden. Die ehemalige Kantine der Mitarbeiter hinter den Kulissen ist heute ein sehenswertes Café namens Backstugan mit nostalgischem Flair und einem Shop für Cineasten.

Neben der Filmstadt solltest du auch durch das Viertel Östermalm streifen, wo Ingmar Bergman aufwuchs. Hier liegt das Nationaltheater Dramaten, wo Bergman Stücke wie „Hedda Gabler“ und „Ein Traumspiel“ inszenierte. Das Dramaten war für Bergman in zweierlei Hinsicht ein schicksalhafter Ort: Hier sah er als Zwölfjähriger ein Märchen und verliebte sich für den Rest seines Lebens ins Schauspiel. Und hier wurde er 1976 mit Verdacht auf Steuerhinterziehung verhaftet, worauf er nach Deutschland auswanderte. Schau bei einer Führung hinter die Kulissen des Theaters!

Bergmanwoche auf Fårö

Die kleine Insel Fårö bei Gotland entdeckte Bergman 1960 beim Dreh von „Wie in einem Spiegel“ – ursprünglich als Sparmaßnahme, denn die Orkneyinseln waren zu teuer. Doch die karge Landschaft berührte den Regisseur so stark, dass er sich hier ein Haus und ein Filmstudio baute und bis zu seinem Tod 2007 auf der Insel lebte. Fårö besteht aus Kalkstein und ist für bizarre Felsformationen und die dramatische Ostseeküste bekannt. Lass dich bei einer Wanderung von der einzigartigen Landschaft und Natur bezaubern. Das Haus des Regisseurs ist in Privatbesitz und steht bisher nur auserwählten Künstlern und Autoren offen. Stattdessen kannst du das Ingmar-Bergman-Center besuchen, dessen Ausstellung sich dem Leben und Werk des Kultregisseurs widmet und seine Liebe zu Fårö beleuchtet. Vom 25. Juni bis 1. Juli veranstaltet das Kulturzentrum die jährliche Bergmanwoche mit Filmvorführungen, Events und Vorträgen. Die Aktivitäten sind in Schwedisch und Englisch, und es kommen renommierte Gäste aus aller Welt. 

Geburtsstadt Uppsala 

Ingmar Bergmans Leben begann am 14. Juli 1918 in Uppsala, der berühmten Universitätsstadt nördlich von Stockholm. Hier bieten die Damen von Stadsvandringar Uppsala englische Stadtführungen auf Ingmar Bergmans Spuren für Familien und Gruppen an. Zu den Höhepunkten der Tour gehören das Kino Slottsbiografen sowie Schauplätze wie die Dombrücke in „Die besten Absichten“ oder die alte Mühle, die in „Fanny und Alexander“ zu sehen ist und heute das Upplandsmuseet beherbergt. An der Adresse Trädgårdsgatan 12 lebte Bergmans Oma Anna, bei der er als Kind viel Zeit verbrachte.

Filmerbe in Skåne

Wo das Stockholmer Filmstudio in Sachen Wildheit und Dramatik seine Grenzen erreichte, drehte Bergman in der schwedischen Natur weiter. Einer der berühmtesten Schauplätze ist, neben Fårö, das Naturreservat Hovs Hallar auf der schonischen Halbinsel Bjäre. In „Das siebente Siegel“ spielt Protagonist Antonius Block Schach gegen den Tod, mit dem tosenden Meer im Hintergrund. Hier wanderst du filmreif und mit einer atemberaubenden Aussicht. 2017 erhielt der Küstenstreifen den Titel „Treasure of European Film Culture“.