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Kunst von Annica Waara
Foto: Christopher Hunt

Überblick

Bilder aus Lappland

Vor der spektakulären Kulisse des zugefrorenen Meeres hält die in Luleå lebende Künstlerin Annica Waara eines ihrer Lieblingsbilder in die Kamera.

Es zeigt ein Rentier, das Annica in einer Herde mit 3000 Tieren aufgefallen ist. „Drei Generationen von Kälbern folgten der Mutter, was nicht oft vorkommt. Die Szene war so ein besonderer Anblick, dass ich sie malen musste.“ Das Bild trägt den Titel „Individuum“.

Die in Luleå wohnende Künstlerin Annica WaaraAnnikas Großmutter gehörte zu den letzten Generationen von samischen Rentierhirten. "Ich bin fasziniert davon, wie sich das Leben in so kurzer Zeit komplett verändert hat", sagt sie. Foto: Christopher Hunt 

Letzte Generation der Nomaden

Annicas Großmutter gehörte der letzten Generation der Samen-Rentierzüchter an, die mit ihrer Herde durch Lappland zogen. „Sie hat mir ein Buch hinterlassen, in dem sie ihre Kindheit in der Nomadenfamilie beschreibt“, sagt Annica. „Es fasziniert mich, wie sehr sich das Leben seitdem verändert hat.“

Im dünn besiedelten Nordschweden, wo die Menschen trotz der technischen Fortschritte noch immer in engem Kontakt mit der Natur leben, findet auch Malerin Annica Inspiration in der wilden Landschaft. 

Ihr Stil ist einfach und schnörkellos, in ihren Bildern verwendet sie nur wenige, dafür starke Farben, um ihre Gefühle auszudrücken. Motive von Tieren und Menschen reduziert sie auf kontrastreiche Flächen, die das Auge auf das Wichtigste lenken.

WinterhimmelKünstlerin Annica Waara aus Luleå fängt das zarte Winterlicht in ihren Bildern ein. Foto: Christopher Hunt

Vom Licht inspiriert

„Wenn ich Inspiration brauche, gehe ich in den Wald und tanke Energie“, sagt Annica. Das Licht ist ihre wichtigste Inspirationsquelle, auch wenn, oder gerade weil es davon im Winter so wenig gibt. „Weil der Winter so dunkel ist, sehnen wir uns nach dem Licht. Wenn es sich zeigt, muss ich es einfangen. Licht zeigt die Farben in ihrem rechten Element“, beschreibt Annica den Einfluss der Jahreszeiten auf ihre Werke.

Die Malerei hat Annica ihr ganzes Leben begleitet. Doch erst als sie an ihrem 30. Geburtstag einen Brief las, den sie als Elfjährige an ihr zukünftiges Ich geschrieben hatte, merkte sie, dass es schon in der Kindheit mehr als ein Hobby war. „Ich hatte geschrieben, dass ich eines Tages als Künstlerin arbeiten und in einem Haus am Meer leben wollte“, erzählt Annica. „Ich war gerührt, denn beide Träume sind wahr geworden.“

Vom Winter geformt

Schweden mag im Winter von Dunkelheit und Kälte gezeichnet sein, aber die extremen Jahreszeiten machen auch den Reiz des Nordens aus. Journalistin Jonna Dagliden Hunt hat von kreativen Schweden erfahren, wie sie den Winter nicht nur überstehen, sondern in der Kälte und Dunkelheit sogar aufblühen.

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