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Bierzapfen an einer Bar
Bierzapfen an einer Bar in Skåne
Fotonachweis: Carolina Romare

Craftbier aus Schweden: die besten Mikrobrauereien

In Schweden gibt es rund 400 Mikrobrauereien, die Bier und andere Getränke auf nachhaltige Weise herstellen. Wir präsentieren acht Marken, die sich Genießer merken sollten.

Seitdem gegen Ende der 1960er-Jahre an der amerikanischen Westküste die ersten Enthusiasten kleine Brauereien eröffnet haben, hat der Trend zur handwerklichen Vielfalt im Glas auch Schweden mitgerissen. Dort gibt es mittlerweile rund 400 Mikrobrauereien, die ihre Getränke auf umweltfreundliche Weise und unter Verwendung von regionalen Bio-Zutaten herstellen. Damit hat Schweden nach Großbritannien die weltweit zweithöchste Brauereidichte, gemessen an der Anzahl pro Einwohner. Die vielen Mikrobrauereien bieten Feinschmeckern eine große Auswahl an Craftbier, aber auch Cider, Limonade und andere Getränke.

Die meisten schwedischen Mikrobrauereien wurden seit dem Jahr 2000 gegründet, und die Jungunternehmer überraschen mit außergewöhnlichen Kreationen – vom Kaffee-Stout aus Jämtland bis hin zum Weizenbier mit Himbeer-Lakritz-Vanille-Note von Brewski in Helsingborg. Dennoch dominieren auf den Getränkekarten Varianten der traditionellen Biersorten Pils, Lager, Pale Ale und Weizenbier. Darüber hinaus bieten einige Brauereien fruchtige Cidersorten, Spirituosen und Limonaden an.

Alkohol in Schweden kaufen

Bei Bier mit bis zu 2,8 Vol.-% spricht man in Schweden von „Lättöl“ (Leichtbier); Bier mit bis zu 3,5 Vol.-% heißt „Folköl“ (Volksbier). In Supermärkten gibts alkoholische Getränke mit bis zu 3,5 Vol.-%. Stärkere Biere sowie Wein, Schnaps und andere Spirituosen erhält man ausschließlich bei Systembolaget, dem staatlichen Unternehmen mit dem Monopol auf Alkohol in Schweden. In den gut sortierten Geschäften eröffnet sich dir die Welt des schwedischen Craftbiers und anderer Getränke. Im ganzen Land gibts rund 450 Filialen plus 500 weitere Ausgabestellen in ländlichen Gebieten, über die man sich Flaschen bestellen kann. Außerdem hat Systembolaget eine Onlineshop.

Die folgenden acht Mikrobrauereien von Nord nach Süd bieten schwedische Biere und andere Getränke vom Feinsten.

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Improvisierte Bier-Bar

Eine Auswahl an Studio-Bieren, die vor der Brauerei im Schnee abgekühlt werden.

Foto: Beer Studio

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Improvisierte Bier-Bar

Foto: Beer Studio

Beer Studio

Foto: Beer Studio

Brauerei Jämtlands bryggeri

Foto: Jämtlands bryggeri

Brauerei Sigtuna Brygghus

Foto: sigtunabrygghus.se

Brauerei Oppigårds Bryggeri

Foto: oppigards.com

Beer Studio in Umeå

Das 2013 gegründete „Bierstudio“ ist in einer rustikalen Garage untergebracht und erfüllt von jugendlichem Flair. Dort wird das Bier in kreativ gestaltete Dosen abgefüllt, die mit Motiven aus der Welt der DJs und Musikstudios dekoriert sind. Auch die Namen erinnert an Beats: B-Side Brown Ale, Loop Session Lager und Equalizer IPA. Die gewagteste Kreation ist wohl das Sputnik Krisis Russian Imperial Stout: ein reichhaltiges, herbes Bier, das zu ebenso würzigem Essen passt. Die Braumeister empfehlen dazu entweder Porterhouse-Steak oder „den ärgsten Stinkekäse, den du dir zutraust“. Seit 2017 schenkt das Beer Studio auch alkoholfreie Getränke aus, etwa das Pop Art Craft Soda, angereichert mit typisch schwedischen Aromen wie Preiselbeere und Blaubeere. Die Getränke von Beer Studio sind bei Systembolaget erhältlich und stehen in einigen Restaurants auf der Karte.

Jämtlands Bryggeri in Pilgrimstad

Die „Brauerei von Jämtland“ wurde 1995 in Pilgrimstad bei Östersund gegründet und hat sich in der Welt der schwedischen Getränke längst einen Namen gemacht. Ihr erstes Bier war ein Lager namens President; darauf sind 15 weitere Geschmacksrichtungen gefolgt. Das Spektrum reicht vom frisch-fruchtigen Mango IPA bis zum vollmundigen Stout mit deutlicher Kaffeenote. Alle Biere von Jämtlands Bryggeri sind gefiltert, nicht pasteurisiert und frei von Zusatz- und Konservierungsstoffen. Die Flaschen mit dem auffälligen JB-Logo findet man sowohl bei Systembolaget als auch in Restaurants in der Umgebung.

Oppigårds Bryggeri in Hedemora

Die Brauerei Oppigårds ist in der Region Dalarna angesiedelt, und zwar auf einem Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert. Sie hat ihr erstes Bier im Jahr 2003 abgefüllt. Trotz des raschen Erfolgs und der Steigerung der Produktion ist es immer noch ein Familienunternehmen. Die Brauerei ist stolz auf die Qualität ihrer Getränke, aber ebenso auf den verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen: Getreide-, Hefe- und Hopfenreste können von Bauern in der Nähe noch verwertet werden. Wie viele andere Craftbier-Hersteller, die in den vergangenen Jahrzehnten ihr Glück versucht haben, hat auch Oppigårds von Anfang an auf außergewöhnliche Aromen und einen hohen Alkoholgehalt gesetzt. Unter den knapp 30 Geschmacksrichtungen sind Kreationen wie Indian Tribute IPA, Thurbo Double IPA und Thurbo Stout sowie Biere aus einer einzigen Hopfensorte wie Amarillo und Single Hop Ale. Die leichteren „Session-Ales“ sind erst seit Kurzem im Sortiment, genauso wie die neue Heritage-Kollektion mit den traditionellen Biersorten Weißbier, Porter, Dunkelbier und Pilsner. Die Erzeugnisse von Oppigards gibt es bei Systembolaget.

Sigtuna Brygghus in Sigtuna

Das „Brauhaus“ in Sigtuna bei Stockholm (keine zehn Autominuten vom Flughafen Arlanda) wurde 2005 mit bescheidenen Absichten gegründet, hat sich jedoch schnell zu einer tragenden Säule der schwedischen Craftbierszene entwickelt. Diese Brauerei hat sich Experimentierfreude und Streben nach Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben: Man arbeitet ausschließlich mit erneuerbarer Energie und wandelt Abfall in Biogas um. Das Sortiment umfasst drei Bio-Ales, mehrere Spezialbiere, limitierte Auflagen und alkoholfreie Varianten. Sigtuna Brygghus bietet Brauereiführungen mit Verkostung an, außerdem gibts die Getränke bei Systembolaget.

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Restaurant und Brauerei Omaka

Omaka ist eine Brauerei und ein Restaurant in Stockholm. Die Brauerei befindet sich im Raum hinter dem Restaurant.

Foto: Omaka beer

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Restaurant und Brauerei Omaka

Foto: Omaka beer

Brauerei Strange Brew

Foto: Strange Brew

Brauerei und Brennerei Qvänum Mat & Malt

Foto: Sebastian Streith/QMM.se

Brauerein Fjäderholmarnas Bryggeri

Foto: Anton Malm

Brauerei Fjäderholmarnas Bryggeri

Foto: Anton Malm

Strange Brew in Strängnäs

„Klein, lokal und pragmatisch“ – so beschreibt sich die Brauerei Strange Brew in Strängnäs, eine Autostunde westlich von Stockholm. Die köstlichen Biere, die hier mit Liebe zum Handwerk hergestellt werden, sind ungefiltert und geschmacklich eher auf der trockenen Seite. Das herbe Aroma verdanken wir dem großzügigen Einsatz von Hopfen nach der ersten Gärung. Bei schönem Wetter sollte man hungrig kommen: Vom eigenen Foodtruck werden hochwertige Gerichte wie Burger aus regionalen Zutaten gereicht, während die Besatzung des Beveragetrucks das dazu passende Bier frisch vom Fass zapft.

Omaka in Stockholm

Erst 2020 hat in der schwedischen Hauptstadt der Gourmettempel Omaka eröffnet, der Brauerei und Restaurant unter einem Dach vereint. Dort weiß man nicht genau, ob die Getränke das Essen begleiten – oder umgekehrt. Beim Verkostungsmenü kommen jedenfalls internationale Gerichte vom japanischen Häppchen bis zur deutschen Wurst auf den Teller. Auf der Bierkarte findet sich beispielsweise die trockene, frische und leicht bittere Sorte Mamma sowie die schokoladige Kreation Svartskog mit Beerennote - auch bei Systembolaget erhältlch. Hinter dem Konzept steckt Hedda Spendrup, Schwedens jüngste Braumeisterin und Erbin der Großbrauerei Spendrups.

Fjäderholmarnas Bryggeri in Stockholm

Eine idyllischere Kulisse als Fjäderholmarna muss man erst mal finden: Die Insel vor Stockholm vereint Schärenfeeling auf kleinster Fläche und ist in nur 20 Minuten aus dem Stadtzentrum zu erreichen. Dort hat 2014 die Brauerei Fjäderholmarnas Bryggeri eröffnet, die Besuchern ein komplettes Craftbier-Erlebnis bietet. Vor Ort gibts frisches Bier direkt aus dem Fass und obendrein Tipps, welche Speisen zu welchem Getränk passen. Bei einer Verkostung lernst du mehrere Sorten kennen, vom Pilsner übers IPA bis hin zum Stout. Außerdem finden regelmäßig Workshops statt, bei denen du die schwedische Biertradition aus nächster Nähe kennenlernst. Zum regulären Sortiment gehören unter anderem Monkey Business APA, Pilsner-Dricka und Stockholm Session IPA. Daneben gibts limitierte Auflagen, unter anderem das Stout Big Mama mit Schokonote. Die Getränke sind in kreativ gestalteten Flaschen bei Systembolaget erhältlich.

Qvänum Mat & Malt in Kvänum

Bei Qvänum „Essen und Malz“ haben Speisen und Getränke denselben Stellenwert. Das Lokal liegt 90 Autominuten nordöstlich von Göteborg in einem historischen Bauernhof. Das Porterbier Ambassadör ist besonders typisch für die Region, denn es wurde 2011 anlässlich des Austernfestivals in Grebbestad kreiert und ist seitdem eine geschätzte Begleitung für Meeresfrüchte. Die Biere in 18 Geschmacksrichtungen werden aus Hopfen, Hefe und Gerstenmalz aus biologischem Anbau hergestellt. Auch Roggen und Weizen sowie regionales Obst und Gemüse wie Rhabarber oder Pastinaken verleihen den westschwedischen Getränken eine besondere Note. Qvänum verwendet Brotreste der örtlichen Bäckerei Dafgårds, um daraus Bier zu machen – stets ungefiltert, nicht pasteurisiert und frei von Zusatzstoffen. Neben einer Brauerei betreibt das Unternehmen eine eigene Brennerei und experimentiert mit allerlei Spirituosen: Schnaps, Gin, Bourbon, Brandy und Aquavit. Verkostungen werden regelmäßig angeboten. Die leichten Biere mit 2,8 % Alkohol sind in Supermärkten erhältlich. Den Rest bekommst du bei Systembolaget.

Artikel gesponsert von

EU and Swedish Board of Agriculture