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Der Künstler Rune Guneriussen, Norwegen, nimmt am Smögen Light Festival 2018 teil, Smögen
Foto: Rune Guneriussen

Aktivität

Design aus Westschweden

Vom Textilmekka Borås bis zum Lichtfestival in den Schären: An der Westküste wimmelt es vor guten Ideen für schwedisches Design.

Wenn es um Mode geht, gibt überhaupt die 73.000 Einwohner starke Mittelstadt Borås den Ton an, seit hier 1835 Schwedens erste mechanische Webmaschine den Grundstein für einen florierenden Industriezweig legte. Die ehemaligen Fabriken beherbergen heute das international anerkannte Textile Fashion Center mit Textilmuseum, Textilhochschule und dem Forschungszentrum Smart Textiles. 

In den Genen von Borås steckt Kreativität im Übermaß. Hier wird nicht nur die schwedische Mode von morgen entwickelt, sondern auch interdisziplinär gearbeitet – mit bahnbrechenden Ergebnissen: deinen Puls und deine Laufschritte messen, den Treibhauseffekt reduzieren, die Farbe wechseln – das und mehr können die innovativen Textilien aus den Laboren von Borås. 

Doch auch außerhalb der traditionsreichen Hallen spielt sich Spannendes ab: Mit den sich abwechselnden Kunstbiennalen für Straßenkunst und Skulpturen hat sich Borås einen Namen als Galerie unter freiem Himmel gemacht. Noch bis 23. September 2018 findet die sechste Skulpturenbiennale mit dem Titel „A Grin Without a Cat“ statt, die sowohl im öffentlichen Raum als auch im städtischen Kunstmuseum Installationen von Künstlern aus aller Welt zeigt. 

Wer die Stadt besucht, steigt im Best Western Hotel Borås besonders stilvoll ab: Hier hat die Textilhochschule eine Suite mit coolen Details und ungewöhnlich eingesetzten Stoffen gestaltet. 

Shoppen in Göteborg

Während Borås das Auge verwöhnt, darf man im Göteborger Trendviertel um die Straße Magasinsgatan auch zugreifen: Hier liegen Mode- und Designshops Wand an Wand, darunter bekannte Namen wie Artilleriet, Norrgavel, Grandpa und Nudie Jeans. In der trendigen Hafenstadt hat auch die Grafikdesignerin Emma von Brömssen ihr Atelier, deren Muster mit verspielten Vogelmotiven Kissen, Tassen und Tapeten zieren und schon jetzt als Klassiker gelten. Weitere Ziele für Designfans in Westschweden sind die traditionsreiche Weberei Ekelund in Horred und das „Stoffreich“ (Tygriket) in Mark, etwa eine Zugstunde von Göteborg bzw. Borås entfernt. 

FlohmarktAuch auf Flohmärkten kann man in Göteborg nach Schnäppchen stöbern Foto: Faramarz Gosheh/imagebank.sweden.se

Jahrhundertealte Porzellan-Kunst

Was Meißen für Deutschland ist, das ist die Porzellanmanufaktur Rörstrand für Schweden. 1726 gegründet und bis 2005 in Schweden aktiv, prägt Rörstrand die schwedischen Haushalte bis heute mit fröhlichem Alltagsgeschirr und exklusiven Sammlerstücken. Im ehemaligen Fabrikgebäude in Lidköping erzählt ein Museum die Geschichte der Porzellanmanufaktur, außerdem gibt es im Outlet neben feinster Keramik auch Glasdesign von Iittala zu günstigen Preisen. 

Ganz in der Nähe zeugt das Naturum Vänerskärgården am See Vänern davon, dass die westschwedische Natur Designer wie Architekten unentwegt inspiriert. Das vom berühmten Architektenbüro Wingårdhs gestaltete Gebäude, das auch Victoriahuset heißt und aus Naturausstellung, Hotel und Gourmetrestaurant besteht, verschmilzt optisch mit der Umgebung und beeindruckt doch mit seiner modernen, minimalistischen Formsprache. 

Wenn du dich selbst von der westschwedischen Natur und dem maritimen Flair der Schäreninseln inspirieren lassen möchtest, kannst du zwischen 13. und 16. September 2018 den beliebten Urlaubsort Smögen aufsuchen. Beim internationalen Festival für Lichtkunst erstrahlt die Umgebung an vier Abenden dank kunstvollen Installationen und Projektionen, die von Land und Wasser aus zu sehen sind. Innovation, Kunst im Freien und landschaftliche Schönheit – das ist die Zauberformel von Westschweden.Die Künstlerin Teresa Mar aus Wien nimmt am Smögen Light Festival 2018 teilDie Künstlerin Teresa Mar aus Wien nimmt am Smögen Light Festival 2018 teil Foto: Teresa Mar