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An old-fashioned wooden windmill on a field in Öland.
Öland, Southern Sweden
Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

Reiseziel

Die Insel Öland

Die Ostseeinsel Öland ist ein schwedisches Sommerparadies mit leicht zugänglicher Natur, sehenswerten Schlössern und UNESCO-Weltkulturerbe. Kein Wunder, dass hier sogar die Royals urlauben!

Die Insel Öland ist ein außergewöhnliches Stück Schweden. Sie liegt zwar nur sechs Kilometer vom Festland entfernt, ist aber dennoch ganz anders in ihrer Landschaft und Mentalität. Ein Teil von Öland gehört sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Öland – Urlaub machen wie ein kleiner König

Im Sommer urlauben auf Öland Tausende schwedische Familien und internationale Besucher in Hotels, Ferienhäusern und auf Campingplätzen. Eine besondere Familie bezieht ein Schloss: Die schwedische Königsfamilie entspannt im Sommer im Schloss Solliden. Von Anfang Mai bis Ende September ist der Park im italienischen Stil offen für Besucher, das Innere des Schlosses ist aber privat. Der Geburtstag von Kronprinzessin Victoria am 14. Juli wird hier jedes Jahr groß gefeiert.

Die königliche Sommerresidenz Solliden wurde 1906 für die damalige Kronprinzessin gebaut, die ebenfalls Victoria hieß. Angeregt von ihrem Arzt und Freund Axel Munthe und dessen Villa auf der italienischen Insel Capri wollte auch sie einen mediterran inspirierten Rückzugsort haben, der ihre Gesundheit fördern und gleichzeitig Abstand vom Hof in Stockholm geben sollte. Die Insel Öland hat, wie auch die Insel Gotland, ein milderes Klima als der Rest von Schweden und eignete sich dadurch perfekt für dieses Bauprojekt.

In der Nähe des Schlosses Solliden liegt die Ruine der Burg Borgholm, die dank ihrer markanten Silhouette ein Wahrzeichen von Öland ist. Ein Brand im Jahr 1806 hat aus der ehemals imposanten Burg eine Ruine gemacht, aber es ist noch genug übrig, um einen Besuch zu empfehlen. Die erhaltenen Gemäuer beherbergen heute die Ausstellung „Aufstieg & Fall“ zur 900-jährigen Geschichte der Burg. Im Sommer dient der Innenhof als stimmungsvolle Kulisse für Pop-Konzerte. Borgholm ist von April bis September geöffnet.

UNESCO-Welterbe von Südöland

Von der Burg Borgholm aus hast du eine großartige Aussicht über den Teil der Insel Öland, der im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe deklariert wurde: die Agrarlandschaft Südölands. Das sonnenverwöhnte südliche Drittel von Öland wird seit der Steinzeit bewirtschaftet – also seit rund 5.000 Jahren! Die Aufteilung der Landschaft in Äcker, Weideland und Dörfer mit kleinen Fliehburgen, wie du sie auf Öland heute siehst, stammt größtenteils aus dem Mittelalter. 

Etwa die Hälfte des Welterbegebiets macht eine besondere Art von Heideland aus, das man „Alvar“ nennt. Das Kalkplateau „Stora Alvaret“ auf Öland ist mit rund 260 Quadratkilometern so groß wie Frankfurt am Main. Die Erdschicht auf dem kalkhaltigen Untergrund ist sehr dünn und, je nach Jahreszeit, entweder komplett ausgetrocknet oder überschwemmt. Deswegen wachsen hier keine Bäume und es kann auch nichts angebaut werden, aber die Flora und die Stimmung in dieser kargen Umgebung sind einzigartig. 

Durch diese besondere Natur verlaufen mehrere Wanderwege. Der Stora Alvarleden folgt einem uralten Reiseweg quer durch das Heideland und passiert auch das Naturschutzgebiet Karlevi. Ein Tipp: Leih dir ein Fahrrad aus und gleite entspannt durch die flache Landschaft.

Naturschutzgebiete am Nord- und Südzipfel

Am Südende der langen, schmalen Insel erwartet dich das Naturschutzgebiet Ottenby mit einem Leuchtturm mit Café und dem informativen Besucherzentrum Naturum. König Karl X. Gustav ließ im 17. Jahrhundert eine schnurgerade Mauer zwischen West- und Ostküste bauen, um auf dem südlichsten Abschnitt von Öland die Hirsche der Insel in einem Wildgehege zu halten. Das Naturschutzgebiet Ottenby ist außerdem ein beliebtes Ziel für Vogelbeobachter.

Etwa 137 Kilometer weiter nördlich, am oberen Zipfel der Insel, bietet das Naturschutzgebiet Trollskogen („Trollwald“) einen ganz anderen Anblick: knorrige Eichen, windgepeitschte Kiefern und Efeu überall, außerdem ein weitläufiger Klappersteinstrand. Das hölzerne Bootswrack Swiks und Gräber aus der Eisenzeit versprechen eine Wanderung mit Spannungsfaktor. Besuche auch hier das Besucherzentrum Naturum, um dich mit der Flora und Fauna vertraut zu machen.

Wo Ölands Geschichte lebendig wird

Kaum woanders ist die Eisenzeit so greifbar wie im historischen Dorf Skäftekärr. Hier haben Forscher bei Ausgrabungen Reste von zehn Gebäuden und zwei Gräberfelder aus der sogenannten Völkerwanderungszeit gefunden, die um das Jahr 500 eingeordnet wird. Eines der Häuser wurde rekonstruiert, und im Sommer vermitteln kostümierte Guides bei Führungen einen Eindruck davon, wie man vor 1.500 Jahren auf Öland gelebt haben könnte.

Deutlich jünger sind die Gebäude im Freilichtmuseum Ölandsmuseum in Himmelsberga. Es besteht aus gut erhaltenen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert, in denen ältere und zeitgenössische Kunst und lokales Handwerk ausgestellt sind. Manche Bauernhöfe sind noch original eingerichtet. In einem der urigen Holzhäuschen ist das beliebte Café Kaffestugan eingerichtet, wo du an schönen Tagen unter einer großen Kastanie und sonst vor dem Kamin eine gemütliche Kaffeepause einlegen kannst.

Reisezeit & Anreise

Zwei Veranstaltungen definieren die Urlaubssaison auf Öland: der Frühlingsmarkt „Öland Spirar“ Anfang Mai und das große Erntedankfest mit Herbstmarkt „Ölands Skördefest“ Ende September. In der Zeit zwischen diesen beiden Volksfesten haben die meisten Sehenswürdigkeiten auf Öland geöffnet.

Öland ist durch die sechs Kilometer lange Brücke Ölandsbron mit dem Rest von Schweden verbunden. Die Brücke überquert die Meerenge Kalmarsund zwischen der Stadt Kalmar auf dem Festland und dem Ort Färjestaden auf Öland, etwa 30 Kilometer südlich von Borgholm.

Kalmar hat einen kleinen Flughafen, den die Fluglinien SAS und BRA von Stockholm aus anfliegen. Am flexibelsten bist du mit einem Auto oder Wohnmobil. Auf Ölands 25 Campingplätzen lässt es sich bequem parken und übernachten.

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