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Durch die Linse einer Kamera
Foto: Christopher Hunt

Überblick

Die Lichtfängerin

Mit der Kamera in der Hand hat Mia Stålnacke den Weg aus der Dunkelheit gefunden.

"Ich lebe an einem wunderschönen Ort, mit Blick über Berge, Seen und Flüsse." Heute schätzt Fotografin Mia Stålnacke die Natur rund um ihre Heimatstadt Kiruna in Lappland und teilt sie in ihren Bildern mit aller Welt. Doch das war nicht immer so.

Mias Reise durch die Fotografie begann an einem Punkt in ihrem Leben, in dem alles dunkel schien. Seit sie zehn Jahre alt war, litt Mia an Essstörungen und Ängsten. Eines Tages empfahl ihr ein Fremder eine Medizin, die kein Arzt verschrieben hatte: die Natur. "Wenn du hinausgehst und genau hinschaust, wirst du den Unterschied merken."

Mia befolgte seinen Rat: "An einem eiskalten Wintertag am Ende der Polarnacht, da tat ich genau das: Ich ging hinaus und ich sah hin. Und es war, als wäre ich ins Leben zurückgekommen", erinnert sich Mia. "Ich studierte den Wald bis ins Detail und sah die Natur mit neuen Augen."

Sie holte ihre alte Kamera und begann zu knipsen. "Die Kamera half mir, Details einzurahmen und Seiten der Natur zu entdecken, die ich noch nie gesehen hatte. Seit diesem Tag gehe ich nicht ohne Kamera aus dem Haus." Mias Leben war verändert und sie erholte sich von der Depression. "Der Fremde hatte recht: Die Natur ist die beste Medizin der Welt."

Mia Stålnacke mit ihrem HundAuf Instagram teilt Mia (@angrytheinch) ihre Naturaufnahmen. Manche zeigen auch ihren Hund. Foto: Christopher Hunt

Warten auf das Licht 

Auch wenn die Sonne während der Polarnacht über Mias Wohnort Kiruna nördlich vom Polarkreis überhaupt nicht scheint, fängt sie im tiefsten Winter faszinierende Motive ein. Ihre Bilder zeigen magisches Licht in Grün und Lila, schneebedeckte Berge und den Sternenhimmel.

"Die Polarnacht bedeutet nicht, dass wir gar kein Licht bekommen. Statt der Sonne sehen wir fantastische Lichtphänomene - Blau wird zu Pink und dann Rot, stundenlang“, sagt Mia. "Das Licht erscheint aus der Dunkelheit. Man kann das Nordlicht nur sehen, wenn es dunkel ist. Wenn man sich auf die Dunkelheit einlässt, passen sich die Augen an und eine neue Welt wird sichtbar."

Vom Winter geformt

Schweden mag im Winter von Dunkelheit und Kälte gezeichnet sein, aber die extremen Jahreszeiten machen auch den Reiz des Nordens aus. Journalistin Jonna Dagliden Hunt hat von kreativen Schweden erfahren, wie sie den Winter nicht nur überstehen, sondern in der Kälte und Dunkelheit sogar aufblühen.

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