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Gästabud, Nyköping
Foto: Akira Öberg

Aktivität

Intrigantes Mittelalterspektakel: Nyköpings Gastmahl feiert 700-jähriges Jubiläum

Wenn ein König seine beiden Brüder zu einem weihnachtlichen Gastmahl auf seine Burg einlädt, hört sich das eigentlich nach netten Familienanekdoten und eventuell alkoholbedingten Kopfschmerzen am nächsten Tag an. In der sörmländischen Stadt Nyköping südlich von Stockholm weiß man aber seit über 700 Jahren, dass eine solche Einladung eher mit Vorsicht zu genießen ist.

Im Dezember 1317 hatte König Birger Magnusson (1280−1321) seine jüngeren Brüder Erik und Valdemar, die zuvor über Jahre hinweg gegen ihn intrigiert hatten, zum Weihnachtsgelage auf die Burg „Nyköpingshus“ geladen - angeblich im Zeichen der Versöhnung. Als sich die Brüder nach dem üppigen Festmahl am Abend des 10. Dezember 1317 zufrieden und wahrscheinlich auch leicht angetrunken zu Bett begaben, ahnten sie nicht, dass dies ihre letzte Mahlzeit gewesen sein sollte. 

Hier wurde schwedische Geschichte geschrieben

Noch in derselben Nacht ließ der König sie gefangen nehmen und in den Kerker sperren, wo sie elendig verhungerten. So jedenfalls beschreibt es die historische „Erikskrönikan“ - eine Geschichte, die als „Nyköpings Gästabud“ (Nyköpings Gastmahl) für Jahrhunderte in die schwedische Geschichte eingehen sollte. 

Das Drama am Theater

Auf deren Basis verwandelt sich die Burg jedes Jahr im Juli zur Bühne am historischen Ort. Dann erweckt „Teater Sörmland“ gemeinsam mit lokalen Laienschauspielern die dramatischen Ereignisse rund um „Nyköpings Gästabud“ im Innenhof der Burg- und Schlossanlage wieder zum Leben. Du darfst also gespannt sein. Dabei ist das Spektakel auch für diejenigen unter euch gut verständlich, die der schwedischen Sprache nicht mächtig sind. 

Gespielt wird jedes Jahr im Juli, dienstags bis samstags.

Weitere Infos zum Jubiläumsspektakel sind unter www.gastabudet.nu zu finden.