Visit Sweden

Schwedens offizielle Website für Tourismus und Reiseinformationen

Schwedisches Sommerhaus, Plintsberg, Dalarna
Foto: Johan Willner/imagebank.sweden.se

Reisetipps

Jedermannsrecht: bitte Abstand halten

Das Jedermannsrecht ermöglicht es jedem, die weitläufige schwedische Landschaft nach Belieben zu nutzen. Du kannst fast überall herumlaufen, solange du zu Privathäusern einen angemessenen Abstand hältst.

Wenn du von Süden nach Norden kommst, ändert die schwedische Natur sichtlich ihren Charakter: von idyllischen Küsten und grünen Feldern zu verwunschenen Elchwäldern und majestätischen Bergen. Und dank dem Jedermannsrecht steht es Besuchern wie Schweden frei, alle Ecken und Enden der Natur zu erkunden.

Durch das großzügige Betretungsrecht kannst du überall – auch auf privatem Grund – in der Natur wandern, joggen, Rad fahren, Kajak fahren, schwimmen, Ski fahren, reiten und sogar ein Zelt aufschlagen. Einige Regeln müssen jedoch beachtet werden: In der Nähe von Wohn- und Ferienhäusern haben Fremde nichts zu suchen. 

Den Hausfrieden (Hemfridszonen) zu respektieren, gehört in Schweden zum guten Ton. Es geht einfach darum, die Leute nicht zu stören. Der nötige Abstand ist zwar nicht genau geregelt, doch der Hausverstand sollte ausreichen. Als Faustregel gilt, sich nicht in der Nähe einer Immobilie aufzuhalten, vor allem wenn Licht brennt oder anderes darauf hindeutet, dass die Besitzer zu Hause sind.

Das Privatgelände, bestehend aus Häusern, Ackerland und leicht beschädigten Böden, ist laut schwedischem Strafgesetzbuch geschützt. Manche Grundbesitzer stellen Schilder auf, um die Grenzen des Jedermannsrechts aufzuzeigen, und das ist ihr gutes Recht. Aber ohne Hinweise ist die Orientierung oft schwierig. Deswegen kommen hier fünf Tipps. 

Wo endet das Jedermannsrecht? 

  1. Wenn du das Haus siehst, sehen dich auch die Bewohner: Ein Haus in flacher Umgebung mit wenig Vegetation ist „störungsanfälliger“ als eines in hügeliger Umgebung, wo viele Sträucher wachsen.
  2. Lass dich in ländlichen Gegenden von natürlichen Grenzen leiten, z. B. von einem Graben, Feld- oder Waldrand. Andere Hinweise können Gewächshäuser, Schuppen oder ausgewiesene Privatstraßen sein. Du darfst Privatstraßen zwar generell nutzen, aber wenn der Weg direkt zu einem Haus führt, kehre besser um.
  3. In einem Wohngebiet ist die Hausfriedenszone geringer und beginnt nur weniger Meter vom Haus oder Garten entfernt. Hier kann eine Hecke, ein Zaun oder ein schmaler Radweg anzeigen, wo die Zone beginnt.
  4. Nimm in der Nähe von Häusern immer Rücksicht und bleibe nicht zu lange in Sichtweite. Dass du nichts im Schilde führst, weißt nur du – du könntest unnötig Aufmerksamkeit erregen.
  5. Wenn du ein Zelt aufschlagen, ein Boot festmachen oder picknicken möchtest, bitte mehr Abstand halten, als wenn du nur vorbeigehst. Wie immer gilt die goldene Regel des Jedermannsrechts: Nicht stören und nicht zerstören!