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Blick über Åsnen in Småland
Foto: Per Pixel / Destination Åsnen

Aktivität

Neun Tipps für Aktivurlaub in Småland

Wandern, Paddeln, Radfahren und Seilrutschen: Die südschwedische Region Småland hat Outdoorfans viel zu bieten, vom Halbtagesausflug bis hin zur wochenlangen Ausdauertour.

Als drittgrößte Region von Schweden und gesegnet mit vier Nationalparks hat Småland Unmengen an Naturgebieten und Aktivitäten im Angebot. Aber wo anfangen bei dieser enormen Auswahl? Hier kommen neun Tipps für Naturerlebnisse in Småland, von entspannten Wanderungen bis hin zur rasanten Zipline.

1. Gut erschlossene Seenlandschaft: Wandern und Radfahren in Mullsjö

Småland ist wie gemacht für Radfahrer, denn die Region hat eine abwechslungsreiche Natur mit Wäldern, Hügeln und 5.000 Seen. In der Natur rund um den See Mullsjön bei Jönköping mischen sich tiefe Wälder mit offenen Ebenen und stillen Seen zu einer echten småländischen Idylle. Ganze 14 Wanderwege starten hier in alle Himmelsrichtungen. Viele davon sind auch für Radfahrer und Mountainbiker geeignet. Für ein Wochenende im Sattel eignet sich der Rundweg, der zwei Tage in Anspruch nimmt. Übernachte und starte am besten im Hotel Björkhaga in Mullsjö, wo du auch Fahrräder ausleihen kannst.

2. Visingsö: sehenswerte Insel im See Vättern

Die Radtour um die Insel Visingsö im Vättern, Schwedens zweitgrößtem See, verspricht ein fantastisches Naturerlebnis. Auf der 14 Kilometer langen und drei Kilometer breiten Insel ist Platz für hügeliges Ackerland und einen der größten Eichenwälder Schwedens. Der Rundweg passiert auch viele Sehenswürdigkeiten, darunter eine Schlossruine, mehrere historische Bauernhöfe und das Nostalgiemuseum. Für den 25 Kilometer langen Radweg solltest du drei bis vier Stunden einplanen. 

Wenn du mit der Fähre im Hafen ankommst, kannst du in der Nähe bei mehreren Anbietern Räder ausleihen, zum Beispiel bei Visingsö Cykeluthyrning. Unterwegs stärkst du dich in Cafés, Hofläden und Gaststätten.

3. Wandern und Klettern im Nationalpark Blå Jungfrun

Besuche in Småland die mysteriöse „Blaue Jungfrau“, einen der vier Nationalparks der Region. Der Clou: Der Nationalpark ist eine Insel, die in der Meerenge Kalmarsund zwischen dem schwedischen Festland und der Insel Öland liegt. Die Insel besteht aus einem 86 Meter hohen Berg, und das abwechslungsreiche Gelände mit Höhenunterschieden, die sich dank Treppen und Stegen leicht überwinden lassen, verspricht eine interaktive Wanderung. Erkunde hellrote Granitfelsen, Höhlen, den üppigen Wald und den herrlichen Blick auf das Festland, den Kalmarsund und die Insel Öland.

Von Anfang Juni bis Ende August gehen täglich Fähren von Oskarshamn auf dem Festland und Byxelkrok auf Öland zur Insel Blå Jungfrun. Dort erwarten dich gut ausgeschilderte Wanderwege, die dich um die Insel und auf den höchsten Punkt leiten.

Übrigens: Die Legende besagt, dass jeder, der auch nur ein Steinchen von der Insel mitnimmt, von Pech verfolgt wird, bis der Stein zurückgebracht wird. Und tatsächlich erhält die Gemeinde Oskarshamn immer wieder Päckchen mit Steinen von reuigen Touristen, die das Schicksal doch nicht unnötig herausfordern wollen. Die werden dann auch wirklich zurückgebracht – man weiß ja nie.

4. Nationalpark Åsnen: Vogelgezwitscher auf der Halbinsel Sirkön

Der Nationalpark Åsnen rund um den gleichnamigen See in Småland zeichnet sich durch lange Strände, helle Buchenwälder und einen Archipel aus unberührten Inseln aus. Aber auch die Tierwelt ist nicht zu verachten. Der markierte Weg im Naturschutzgebiet Hunshult führt direkt durch die vogelreichsten Teile der Halbinsel Sirkön. Wenn du an einem Sommermorgen hier spazieren gehst, empfängt dich mit Sicherheit ein zwitschernder Chor. 

Weiter geht’s über die Brücke Sunnabron hinein in den Nationalpark Åsnen. Hier solltest du an dem markanten viereckigen Tor aus Holz einen Fotostopp einplanen. Nimm den Pfad namens Östra Torpslingan und folge dann weiter dem Weg Strandslingan, der die benachbarte Halbinsel Bjurkärr umrundet. Die Wanderung ist insgesamt etwa acht Kilometer lang. Zuerst führt dich der Weg zum Seeufer mit schönen Buchten. Hier stehen Nadelbäume und Buchen dicht an dicht, und einige der Bäume sind 250 Jahre alt. 

5. Auf trockenen Wegen durch Moorland: der Nationalpark Store Mosse

Wenn du eine ganz besondere Landschaft erleben willst, dann besuche den Nationalpark Store Mosse. Er heißt übersetzt „großes Moor“ und ist mit einer Fläche von fast 11.000 Fußballfeldern tatsächlich Schwedens größtes Feuchtgebiet südlich von Lappland. Über 40 Kilometer präparierte Wanderwege geleiten dich auf Holzstegen sicher durch diese einzigartige Flora und Fauna. In der geheimnisvollen Landschaft mit Seen und Sümpfen leben Adler, Kraniche und auch Elche. Erkunde die Natur auf eigene Faust oder schließ dich einer geführten Wanderung auf Schneeschuhen an – mitten im Sommer!

6. Paddeln in den Schären von Västervik

Die småländische Hafenstadt Västervik ist ein Tipp für alle, die im Urlaub gerne am Wasser und aktiv sind. Hier gibt es eine breite Palette von Aktivitäten zu Wasser und an Land, von Paddeln und Angeln bis hin zu Radfahren und Klettern. Vor der Küste sind um die 5.000 Inseln und Schären in die Ostsee gestreut und bilden zusammen den Schärengarten von Västervik. 

Eine der größten Inseln des Archipels ist Hasselö, die du das ganze Jahr über mit einer Fähre erreichst und die auch eine Unterkunft hat, die ganzjährig geöffnet ist. Beste Voraussetzungen also für einen Paddelausflug! Dein Kajak kannst du natürlich auch vor Ort ausleihen. Es gibt mehrere Paddelrouten für alle Könnensstufen, die alle durch die Inselwelt mit unberührten Fleckchen führen.

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7. Radtour durch das Lagatal

Der autofreie, asphaltierte Radweg Lagadalsleden ist zehn Kilometer lang und verbindet die Orte Lagan und Ljungby. Er folgt dem Fluss Lagan, der sich majestätisch durch die Landschaft schlängelt. Die Radtour, die sich auch für Anfänger eignet, führt durch das grüne Tal Lagadalen mit fruchtbaren Feldern, Wäldern und Dörfern. Am Weg liegen mehrere Hofläden, darunter Kastebergs Gård auf etwa halber Strecke. Und im Ort Lagan findest du den Elchpark Laganland.

Der Radweg fällt mit dem Pilgerweg Nydalaleden in Richtung des Klosters Nydala zusammen, einem der ältesten Reisewege durch Südschweden. Du kannst entweder hin und zurück radeln oder eine Richtung mit dem Bus fahren. Es bietet sich auch an, die Radtour im Norden in Richtung Värnamo oder im Süden nach Hamneda fortzusetzen. Der Abstand zwischen den beiden Städten beträgt etwa 60 Kilometer und ist auch größtenteils autofrei zu fahren.

Ljungby liegt außerdem am Radwanderweg Banvallsleden von Halmstad nach Karlshamn, der einem ehemaligen Bahndamm nach Osten folgt und nach 60 Kilometern den See Åsnen erreicht. 

8. Zipline und Wanderung bei Little Rock Lake

Die Sweden Zipline in Klavreström alias Little Rock Lake ist Nordeuropas längste Zipline. Hier kommen Abenteuer in luftiger Höhe und Naturerlebnis zusammen. Die Anlage liegt in einem riesigen Waldgebiet mit Bächen, Schluchten und kleinen Seen, und wenn du dich beim Klettern und Rutschen trotz Adrenalin auf die Umgebung konzentrieren kannst, wirst du mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Am Boden gibt es zwei ausgeschilderte Wanderwege: den fünf Kilometer langen Wolfsweg und den 15 Kilometer langen Elchweg. Mach einen Tagesausflug oder übernachte ganz naturnah in einer Hütte oder im Zelt auf dem Campingplatz. Little Rock Lake bietet auch Paketlösungen mit geführter Wanderung oder Überlebenstraining in der Natur an.

9. Wandern durch das Welterbe auf Öland

Die zugleich sonnenverwöhnte und windgepeitschte Ostseeinsel Öland ist mit über 300 Küstenkilometern und stolzen 75 Naturschutzgebieten perfekt für einen aktiven Urlaub. Lass dich von der Mischung aus Landschaft und Geschichte verzaubern, die im Bereich des UNESCO-Welterbes im Süden der Insel besonders greifbar ist. Hier liegen das Kalkplateau Stora Alvaret und die historische Agrarlandschaft, die seit Jahrtausenden von Menschen kultiviert wird. 

Das Weltkulturerbe ist mit elf Wanderwegen über insgesamt 110 Kilometer gut erschlossen. Der Rundwanderweg Bårby Källa hat die Form einer Acht und besteht aus einem 1,8 Kilometer und einem sechs Kilometer langen Abschnitt. Der Weg folgt Graten, Kalksteinhügeln und Hochebenen durch die einzigartige Landschaft aus trockenen und feuchten Wiesen mit einer ganz besonderen Flora, Seen, Klappersteinfeldern und Kalksteinablagerungen. 

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