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Wandern in Värmland
Wandern im Naturreservat Glaskogen in Värmland
Fotonachweis: Øyvind Lund

Naturreservat Glaskogen – Wildnis mit allen Sinnen erleben

Rund 30.000 Hektar Wildnis mit fast 7.000 Hektar Wasserfläche; Elche, abertausende Heidelbeer-Sträucher und der Duft von Kiefern, deren Harz in der Sommersonne glänzt. Herzlich willkommen im Glaskogen Naturreservat.

Die traumhafte Seenlandschaft lädt abenteuerlustige Reisende ein, die Schönheit der nordeuropäischen Wildnis mit allen Sinnen zu erleben. Der Stora Gla ist der größte See des Schutzgebietes und lockt dich mit einer gigantischen Wasserfläche von mehr als 30 Quadratkilometern zum Baden, Kanufahren und Angeln. Doch hier gibt es noch viele weitere Seen zu entdecken. Kleine versteckte Juwelen mit romantischen Inseln, auf denen du die spektakulären Sonnenuntergänge am Ende des Tages genießen kannst.

Der Beginn einer einzigartigen Reise

Wenn du das Gebiet erkunden möchtest, musst du erst entscheiden, wo du deine Reise beginnst. Viele starten ihre Tour in Lenungshammar. Das Dorf befindet sich im Zentrum des Naturreservats. Du kannst aber auch in Lenungshammar selbst residieren. Hier gibt es ausreichend Gelegenheiten zum Campen.

Die Gemeinde Arvika ist in der Region Värmland die größte. Die gleichnamige Stadt befindet sich am Rande des Naturreservates. Auch von dort aus kannst du dein Abenteuer starten. Vor allem Personen, die immer gerne noch einen Fuß in der Zivilisation lassen möchten, lassen sich hier für einen Aufenthalt nieder und machen Tagestouren in das Schutzgebiet.

Für die Erfahrung von ultimativer Freiheit ist es aber auch möglich, den Glaskogen ohne feste Unterkunft zu erschließen. Du kannst dafür bei hiesigen Institutionen ein Kanu und Care-Pakete buchen und dich anschließend auf eine ganz ungezwungene Reise durch die Nadelwälder West-Schwedens machen.

Blickfänge im Naturreservat Glaskogen

Ob zu Fuß, mit dem Kanu oder dem Fahrrad: Auf dem Weg durch diese einzigartige und ursprüngliche Welt wird dir so mancher Blickfang den Tag versüßen. Vereinzelt stößt man immer wieder auf die typischen farbenfrohen Häuser, für die Schweden bekannt ist. Sie kuscheln sich meist ganz unscheinbar in die natürliche Idylle. Ein offener Garten davor, ein paar Gartenmöbel im skandinavischen Stil – es ist ruhig dort und die Zeit scheint still zu stehen.

Je weiter du in die Natur vordringst, desto mehr werden diese Schwedenhäuschen von den kleinen und frei zugänglichen Hütten abgelöst, die den Wanderern als nächtliche Unterkunft dienen. Vielmehr wird der Blick aber von dem Wald dominiert, der so groß ist, dass man immer nur einen kleinen Teil davon einsehen kann.

Übe dich im Wald doch einmal in Achtsamkeit. Mit Geduld kannst du vielleicht einen Elch entdecken. Und wenn nicht, kann man stattdessen die schier unzähligen Vogelarten beobachten, die in dem Gebiet heimisch sind.

Am See Stora Gla erwartet dich dann ein Blick, der viele Kilometer weit streifen kann. Dabei siehst du immer wieder kleine Inseln. Und wenn man ein bisschen genauer schaut, kann man dort den einen oder anderen Besucher entdecken, der gerade mit seinem Kanu dort anlegt.

Wenn der Tag sich dem Ende zuneigt, erwartet dich in der schwedischen Wildnis noch ein letzter Augenschmaus. Je nach Wetterlage bieten sich mit dem Sonnenuntergang faszinierenden Farbspektakel. Nach einem kräftigen Regen taucht die sinkende Sonne alles in einen funkelnden Goldton. Und an Tagen mit leichter Bewölkung leuchtet alles kräftig rot. Einzigartig!

Immer der Nase nach

Mit den höheren Temperaturen erfüllen die Nadelbäume im Glaskogen die Umgebung mit einem ätherischen und befreienden Duft. Die Öle, die sich im Harz und den Nadeln der Bäume befinden, gehen in die Luft über und betören mit ihrem wohlriechenden Aroma.

Nach einem Regenguss erfüllt die Luft ein Geruch von Sommerregen, warmem Boden und die feuchte Walderde steuert eine herbe und ursprünglich anmutende Note bei.

In der Nähe der Seen kannst du das Wasser riechen. Es hat einen ganz eigenen Duft. Je nach Wetterlage kann dieser mal stärker und mal weniger stark sein. Aber immer versichert er dir einen Eindruck von Frische, Reinheit und Naturbelassenheit.

Ganz nach deinem Geschmack

Es wäre kein Abenteuer, wenn du hier nicht etwas Neues probieren würdest. Probieren meinen wir hier ganz buchstäblich. Fordere deinen Geschmackssinn doch einmal heraus und versuche die Aromen einer vollreifen Heidelbeere ganz bewusst wahrzunehmen. Diese Sträucher wachsen in großer Zahl zwischen den Nadelbäumen des Naturreservates.

Mit einem Angelschein darfst du sogar Fische in den Seen fangen. Sofern die Waldbrandgefahr es nicht vereitelt, kannst du am Abend dann ein köstliches Mal zubereiten. Wie wäre es mit einem selbst gefangenen Hecht? Als süßer Abschluss bietet sich eine Hand voll Heidelbeeren an. So schmeckt Schweden!

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Wilde Heidelbeeren flücken

Wilde Heidelbeeren pflücken

Foto: Anna Hållams

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Wilde Heidelbeeren flücken

Foto: Anna Hållams

Wandern im Glaskogen, Värmland

Foto: Øyvind Lund

Wandern im Naturschutzgebiet Glaskogen, Värmland

Foto: Per Eriksson

Innehalten und lauschen

Deine Reise soll dich für ein paar kostbare Momente aus dem Alltagsstress befreien. Nutze doch immer wieder aktiv die Zeit, die du hier hast, um innezuhalten. Lege dich in Ufernähe auf einen der von der Sonne aufgewärmten Felsen und lausche. Was kannst du hören?

Viele Vögel scheinen wild durcheinander zu rufen. Das verworrene Zwitschern ist ein wenig ungeordnet, aber nicht allzu hektisch. Immer wieder hörst du ein sanftes Plätschern; nämlich immer dann, wenn eine der zarten Wellen des Sees an die Uferfelsen schwappt. Kein richtiges Rauschen, sondern vielmehr ein sanfter Hinweis des Wassers, dass du dich gerade an einem ruhigen See befindest.

Ab und zu geht der Wind. Aber das hörst du nur sehr vage im Hintergrund; und auch nur dann, wenn eine Böe gerade eben stark genug ist, die spitz zulaufenden Wipfel der Nadelbäume zum Schwingen zu bringen.

Hier und da summt es. Bienen, Wespen, Fliegen, Mücken und Käfer – sie fliegen alle ganz freundlich an dir vorbei. So wie deine Gedanken kannst du sie kurz wahrnehmen und schon sind sie auch wieder vorbeigezogen. Friedlich, oder?

In die Natur einfühlen

Der warme Fels, auf dem du dich für deinen friedfertigen Lauschangriff niedergelassen hast, ist eine Einladung, auch mal deinen Tastsinn ganz bewusst zu bemühen. Diese Felsen, die oft an den Ufern der Seen im Naturreservat Glaskogen zu finden sind, sind oft ganz glatt und an warmen Sommertagen können sie die Wärme sehr lange halten. So kannst du auch an einem kühlen Abend noch lange auf einem warmen Stein sitzen und den Blick über den See genießen.

Wenn du tiefer im Wald unterwegs bist, kannst du auch mal ein paar Meter ohne Schuhe und Socken über den Waldboden gehen. Kannst du die Nadeln spüren? Sie piksen dich nicht und doch kannst du relativ deutlich spüren, dass sie da sind. Der Boden ist fest, aber nicht hart. Er schmeichelt deiner Sohle. Und wenn du die Augen offenhältst, kannst du bestimmt das ein oder andere Moos-Kissen entdecken. Was fühlst du, wenn du deine Füße hier einmal absetzt?