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Öland
Windmühlen sind die inoffiziellen Wahrzeichen von Öland.
Fotonachweis: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

Naturerlebnisse auf der Insel Öland

Die Ostseeinsel Öland ist ein schwedisches Sommerparadies mit leicht zugänglicher Natur, einem mediterran anmutenden Klima und einer beachtlichen UNESCO-Welterbestätte. Ein Top-Reiseziel für alle, die gerne in der Natur sind.

Die Insel Öland ist ein außergewöhnliches Stück Schweden. Sie liegt zwar nur sechs Kilometer vom Festland entfernt, ist aber dennoch ganz anders in ihrer Landschaft und Mentalität. Ein Teil von Öland gehört sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.

UNESCO-Welterbe von Südöland

Im Jahr 2000 wurde ein großer Teil Ölands von der UNESCO zum Weltkulturerbe deklariert: die Agrarlandschaft Südölands. Das sonnenverwöhnte südliche Drittel von Öland wird seit der Steinzeit bewirtschaftet – also seit rund 5.000 Jahren! Die Aufteilung der Landschaft in Äcker, Weideland und Dörfer mit kleinen Fliehburgen, wie du sie auf Öland heute siehst, stammt größtenteils aus dem Mittelalter. 

Etwa die Hälfte des Welterbegebiets macht eine besondere Art von Heideland aus, das man „Alvar“ nennt. Das Kalkplateau „Stora Alvaret“ auf Öland ist mit rund 260 Quadratkilometern so groß wie Frankfurt am Main. Die Erdschicht auf dem kalkhaltigen Untergrund ist sehr dünn. Deswegen wachsen hier keine Bäume und es kann auch nichts angebaut werden, aber die Flora und die Stimmung in dieser kargen Umgebung sind einzigartig. 

Durch diese besondere Natur verlaufen mehrere Wanderwege. Der Stora Alvarleden folgt einem uralten Reiseweg quer durch das Heideland und passiert auch das Naturschutzgebiet Karlevi. Ein Tipp: Leih dir ein Fahrrad aus und gleite entspannt durch die flache Landschaft.

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Burg Borgholm, Öland

Die Burg Borgholm stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist ein beliebtes Touristenziel mit einem Museum, Kunstausstellungen, Führungen und sogar Konzerten.

Foto: Magnus Franzén/Ölands Turismorganisation

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Burg Borgholm, Öland

Foto: Magnus Franzén/Ölands Turismorganisation

Burg Borgholm, Öland

Foto: Borgholms slott

Leuchtturm Långe Jan, Öland

Foto: Ölands Turismorganisation

Naturschutzgebiete am Nord- und Südzipfel

Am Südende der langen, schmalen Insel erwartet dich das Naturschutzgebiet Ottenby mit einem Leuchtturm mit Café und dem informativen Besucherzentrum Naturum. König Karl X. Gustav ließ im 17. Jahrhundert eine schnurgerade Mauer zwischen West- und Ostküste bauen, um auf dem südlichsten Abschnitt von Öland die Hirsche der Insel in einem Wildgehege zu halten. Das Naturschutzgebiet Ottenby ist außerdem ein beliebtes Ziel für Vogelbeobachter.

Etwa 137 Kilometer weiter nördlich, am oberen Zipfel der Insel, bietet das Naturschutzgebiet Trollskogen („Trollwald“) einen ganz anderen Anblick: knorrige Eichen, windgepeitschte Kiefern und Efeu überall, außerdem ein weitläufiger Klappersteinstrand. Das hölzerne Bootswrack Swiks und Gräber aus der Eisenzeit versprechen eine Wanderung mit Spannungsfaktor. Besuche auch hier das Besucherzentrum Naturum, um dich mit der Flora und Fauna vertraut zu machen.

Nach der Wanderung kannst am Sandstrand Böda Sand entspannen und das malerische Fischerdorf Byxelkrok erkunden. Außerdem solltest du dir die Rauken von Byrum ansehen: über 100 bizarre Kalksteinsäulen auf einem ca. 600 m langen Strandabschnitt, die nach der letzten Eiszeit durch Erosion entstanden sind.

Im nördlichen Teil der Insel gibt es auch zahlreiche Unterkünfte und Restaurants, zum Beispiel das Restaurant Kalk in Löttorp, das für seine Gourmet-Burger sowie lange Abende an der Bar bekannt ist. Eine Fika im Café Kaffestugan in Böda ist ebenfalls zu empfehlen. Letzteres vermietet auch Ferienhäuser und –wohnungen.

Wo Ölands Geschichte lebendig wird

Kaum woanders ist die Eisenzeit so greifbar wie im historischen Dorf Skäftekärr. Hier haben Forscher bei Ausgrabungen Reste von zehn Gebäuden und zwei Gräberfelder aus der sogenannten Völkerwanderungszeit gefunden, die um das Jahr 500 eingeordnet wird. Eines der Häuser wurde rekonstruiert, und im Sommer vermitteln Guides bei Führungen einen Eindruck davon, wie man vor 1.500 Jahren auf Öland gelebt haben könnte.

Deutlich jünger sind die Gebäude im Freilichtmuseum Ölandsmuseum in Himmelsberga. Es besteht aus gut erhaltenen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert, in denen ältere und zeitgenössische Kunst und lokales Handwerk ausgestellt sind. Manche Bauernhöfe sind noch original eingerichtet. In einem der urigen Holzhäuschen ist das beliebte Café Kaffestugan eingerichtet, wo du an schönen Tagen unter einer großen Kastanie und sonst vor dem Kamin eine gemütliche Kaffeepause einlegen kannst. Das Museum hat an allen Wochenenden von 10. Mai bis 30. September geöffnet, vom 1. Juni bis 31. August sogar täglich. 

Reisezeit & Anreise

Zwei Veranstaltungen umrahmen die Urlaubssaison auf Öland: der Frühlingsmarkt „Öland Spirar“ Anfang Mai und das große Erntedankfest mit Herbstmarkt „Ölands Skördefest“ Ende September. In der Zeit zwischen diesen beiden Volksfesten haben die meisten Sehenswürdigkeiten auf Öland geöffnet.

Öland ist durch die sechs Kilometer lange Brücke Ölandsbron mit dem Rest von Schweden verbunden. Die Brücke überquert die Meerenge Kalmarsund zwischen der Stadt Kalmar auf dem Festland und dem Ort Färjestaden auf Öland, etwa 30 Kilometer südlich von Borgholm.

Kalmar hat einen kleinen Flughafen, den die Fluglinien SAS und BRA von Stockholm aus anfliegen. Am flexibelsten bist du mit einem Auto oder Wohnmobil. Auf Ölands 25 Campingplätzen lässt es sich bequem parken und übernachten.

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UNESCO_Welterbe auf Öland

Die vielen Steinmauern in Småland stammen noch aus der Zeit, als die Landwirtschaft im 18. Jahrhundert organisierter wurde. Ein großer Teil von Småland ist heute dank seiner vielen historischen Stätten ein Weltkulturerbe.

Foto: Alexander Hall/Destination Småland

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UNESCO_Welterbe auf Öland

Foto: Alexander Hall/Destination Småland

Burg Eketorp auf Öland, Småland

Foto: Ölands Turismorganisation