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Kronprinzessin Victoria im Restaurant Retaste, Stockholm
Foto: Lorenzo Guida

Aktivität

Restaurants kämpfen gegen Lebensmittelverschwendung

In Stockholm und in Malmö haben zwei Restaurants eröffnet, die hochwertige Lebensmittel auf den Tisch bringen, die fast weggeschmissen worden wären.

Was für Kronprinzessin Victoria gut genug ist, kann eigentlich nicht so schlecht sein. Das dürften sich zumindest all diejenigen denken, die seit Anfang Mai 2018 zum Essen im neuen Stockholmer Pop-up-Restaurant ReTaste zu Gast waren – wie eben auch die schwedische Kronprinzessin. Mit ReTaste hat der schwedische TV-Koch, Restaurantbetreiber und Kochbuchautor Paul Svensson ein Restaurant-Konzept entwickelt, bei dem sich alles um Lebensmittel und Rohwaren dreht, die andernfalls in der Mülltonne gelandet wären. Das Konzept stellt er zunächst bis Ende Oktober 2018 (Juli geschlossen) an zwei Abenden in der Woche jeweils mit einem 5-Gänge-Menü unter Beweis. ReTaste bietet – ausschließlich nach Vorabreservierung – je Termin Platz für 16 Gäste an einer langen Tafel und verspricht ein intimes kulinarisches Überraschungserlebnis. Denn welche Lebensmittel gerade an dem jeweiligen Termin „gerettet“ werden müssen, weiß man schließlich nicht im Voraus. ReTaste befindet sich in der Blekingegatan 16 im Stockholmer Stadtteil Södermalm.

Ein ähnliches Konzept verfolgt das neue Mittagsrestaurant Spill in Malmö: Hier haben Erik Andersson und Ellinor Lindblom – beide ehemalige Mitarbeiter des Sternekochs Daniel Berlin – kürzlich ein kleines Restaurant eröffnet, bei dem es ebenfalls darum geht, angeditschte Rohwaren oder Lebensmittel kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums zu gutem Essen zu verwerten. Das Konzept setzt vor allem auf Mittagsgerichte zum Mitnehmen und Catering, da sich das Restaurant in der Isbergs gata im Stadtteil Västra hamnen befindet, wo auch viele Büros und Firmen ansässig sind. Außerdem gibt es knapp 20 Sitzplätze. Spill setzt allerdings aufgrund der Planungssicherheit nicht ausschließlich auf „Wegwerflebensmittel“, ihr Anteil kann zwischen 30 und 70 Prozent variieren. Ziel beider Restaurants ist es, Konsumenten, Gäste und auch andere Restaurantbetreiber für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren.