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Koch des Jahres 2019
Foto: Samuel Unéus

Aktivität

Schwedens Koch des Jahres 2019 heißt Martin Moses

Der schwedische Koch des Jahres heißt Martin Moses und kocht im Michelin-Restaurant „SK Mat & Människor“ in Göteborg. Auch der Zweitplatzierte verwöhnt Feinschmecker in der Hafenstadt.

Beim Wettbewerb „Årets kock“ (Koch des Jahres) messen sich seit 1983 Schwedens Spitzenköche. Auch wenn der Wettbewerb international nicht so bekannt ist wie die französische Kocholympiade „Bocuse D’Or“, so hat er doch eine vier Jahre längere Tradition und zeugt von großem Vertrauen in die heimische Kochkunst. Er wurde nämlich in einer Zeit gegründet, in der die schwedische Gastronomieszene noch keinen einzigen Michelinstern hatte und Jahrzehnte von der gehypten "New Nordic Cuisine" entfernt war, die Rote Bete und eingelegten Hering salonfähig gemacht hat.

2019 heißt der Gewinner Martin Moses. Wenn der 37-jährige Profikoch aus Småland gerade keine Jury bekocht, steht er im Göteborger Gourmettempel „SK Mat & Människor” in der Küche, der seit vier Jahres mit einem Michelin-Stern dekoriert ist. Der Name heißt übersetzt „SK Essen & Menschen“, wobei die Initialen für den Inhaber und Promikoch Stefan Karlsson stehen. Ob à la carte oder Verkostungsmenü mit vier bis acht Gängen:  auf die Teller kommen überwiegend Gerichte aus schwedischen Zutaten der Saison. Und dank der offenen Küche können die Gäste Martin Moses und seinen Kollegen beim Werkeln und Garnieren zusehen.

Im Finale des Wettbewerbs, in das es Martin Moses schon in den zwei vergangenen Jahren geschafft hatte, musste er an zwei Tagen mehrere Gerichte aus bestimmten Zutaten kreieren, von denen nur zwei im Vorfeld bekannt waren: Würstchen nach Wahl und die bescheidene Kartoffel. Ein Austern-Teller sowie Gerichte mit jeweils Brokkoli, Steinpilzen und Kaiserhummer im Mittelpunkt verlangten den Teilnehmern einiges an Disziplin, Können und Improvisationskunst ab. Außerdem schaute die Jury den Köchen beim Austernöffnen auf die Finger und bewertete, wie ordentlich die Küche und wie eingespielt die Zusammenarbeit mit dem Assistenten war.

Einer der Schirmherren des Wettbewerbs ist Prinz Carl Philip, der als Jurymitglied alle Gerichte verkostet und am Ende dem Gewinner die Goldmedaille der gastronomischen Akademie überreicht. Dazu gibt es ein Preisgeld von umgerechnet etwa 23.300 Euro.

Mehr Genuss in Göteborg

Der zweitplatzierte (fast-)Koch des Jahres, Ola Wallin, hat mit dem Gewinner einiges gemeinsam. Lange Zeit kochten beide im selben Restaurant, doch ab November 2019 schwingt er im Göteborger Restaurant „Upper House Dining“ den Kochlöffel. Das Lokal auf der 25. Etage des Gothia Towers verspricht neben dem guten Essen, das es auch hier nach Karte oder als Überraschungsmenü gibt, eine fantastische Aussicht über die Stadt.