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Restaurant PM & Vänner in Småland
Foto: Tina Stafrén/Visit Sweden

Reisetipps

Schwedens Michelin-Restaurants

Im Michelin-Guide 2018 für die nordischen Länder hat Schweden wieder Zuwachs bekommen. Das Restaurant Frantzén in Stockholm erhielt seinen dritten Stern – ein Meilenstein in der schwedischen Kulinarik-Geschichte.

Das hat es bisher noch nie gegeben: drei Michelin-Sterne für ein schwedisches Restaurant. Die Auszeichnung trägt das Restaurant Frantzén unter der Leitung von Kultkoch Björn Frantzén. Erst 2017 ist er aus der Stockholmer Altstadt ins moderne Norrmalm umgezogen, unter anderem um über offenem Feuer zu kochen. Mit Gerichten wie Pferdesushi, Königskrabbe mit scharfer Sauce und getrockneten intimen Körperteilen vom Rentier hat sich Björn Frantzén zu Berühmtheit gekocht. Seine „einzigartige Vision für das nordische Essen, die erhabene Zutaten mit erstaunlichen Zubereitungstechniken kombiniert“ bewegte die Michelin-Jury zum dritten Stern. Somit ist das Frantzén, und ganz Stockholm, für Foodies offiziell „eine Reise wert“. 

Doppelsterne von Süd nach Nord

Hochwertige Zutaten, geübtes Handwerk, ein persönlicher Kochstil, eine dem Preis entsprechende Leistung und durchgängig hoher Standard - das muss ein Restaurant vorweisen, um für eine Auszeichnung im Michelin-Guide in Frage zu kommen. Daniel Berlin im schonischen Tranås gelang 2018 der Aufstieg vom ersten ins zweite Level. Es ist das vierte schwedische Restaurant dieser Kategorie. 

Der Stockholmer Oaxen Krog unter der Leitung von Nordic-Cuisine-Pionier Magnus Ek hat bereits seit 2015 zwei Sterne. Seine Kreationen von Kaviar bis Karottensorbet kannst du mit Wein oder auch mit einer Saftbegleitung genießen. Dass man nicht in der Großstadt leben und kochen muss, um geniale Menüs zu kreieren, beweist Magnus Nilsson im Fäviken Magasinet, nahe dem Skiort Åre. Dem Kult-Koch gelang 2016 der Sprung von null auf zwei Sterne. Nilssons Kreationen am Kamin lohnen nicht nur einen Umweg – sie erfordern sogar eine Reise nach Nordschweden. Und in Malmö hält das Vollmers seit 2017 zwei Sterne.

Neue Sterne in Stockholm und Malmö

Während zwei Sterne ein Lokal auszeichnen, das „einen Umweg wert“ ist, sticht ein Restaurant mit einem Stern „in seiner Kategorie besonders hervor“. In Vidåkra bei Malmö hat das SAV einen Stern bekommen und sich damit in die Gesellschaft der Restaurants Bloom in the Park und Sturegesellt. Alle drei bieten leistbare Menüs mit drei bis sechs Gängen an. 

In Stockholm haben Agrikultur und Aloë jeweils den ersten Stern erhalten. In der Hauptstadt stehen Feinschmeckern zehn Restaurants mit einem Stern zur Auswahl, vom Feuerkünstler Ekstedt über das friedliche, warme Gastrologik bis hin zum glamourösen Operakällaren. Daneben kannst du dich im Esperanto, Sushi Sho und Imouto durch die internationale Geschmackswelt kosten. Mathias Dahlgrens Matbaren und das Restaurant Volt folgen den Jahreszeiten und verwenden Zutaten von lokalen Produzenten.

Michelin-Restaurants außerhalb der Hauptstadt

Göteborg hat sechs Adressen mit einem Stern: 28+, Bhoga, Koka, SK Mat & Människor, Thörnströms Kök und Upper House. Michelin testet erst seit 2016 auch Restaurants außerhalb der schwedischen Großstädte und empfiehlt das Hotell Borgholm und PM & Vänner im småländischen Växjo mit je einem Michelin-Stern. Das PM & Vänner ist zudem das erste und bislang einzige Restaurant in Schweden, das 2017 für seine Weine mit dem Grand Award vom renommierten Magazin Wine Spectator ausgezeichnet wird.

Gut essen für kleines Geld

Wusstest du, dass Michelin neben Sternen auch die Auszeichnung „Bib Gourmand“ vergibt, und zwar an charmante Restaurants mit tollem Essen für einen guten Preis? Stockholm hat elf Lokale dieser Kategorie, u.a. Kagges, Shibumi, Rolfs Kök und Ulla Winbladh. In Göteborg tragen Familjen, Project und Somm den Titel Bib Gourmand, in Malmö sind es Bastard und Namu. Und die Liste wird jedes Jahr länger.