Visit Sweden

Schwedens offizielle Website für Tourismus und Reiseinformationen

Radfahren auf Sydostleden, Brösarp nach Simrishamn
Foto: Mickael Tannus

Aktivität

Schwedens schönste Radwege

Eine Radtour durch Schweden bringt dich Land und Leuten ganz nahe. Zerklüftete Bergketten, lange Küstenabschnitte, üppige Landschaften und Städte voller Leben – das Netz aus schwedischen Radwanderwegen verbindet natürliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten. Die folgende Übersicht gibt dir einen Vorgeschmack auf die besten Routen und die besten Restaurants auf dem Weg. Da ist für jeden Radler etwas dabei!

Fahrrad fahren in Schweden ist eine der besten Möglichkeiten, um dieses schöne Land zu entdecken. Gönne dir im Urlaub eine entschleunigte Fahrt entlang der atemberaubenden Küste oder erkunde in den Nationalparks im Norden die letzte Wildnis von Westeuropa. Oder du machst „Seen-Hopping“ im Landesinneren, wo sich zwischen dichten Wäldern immer wieder ein Gewässer auftut. Dank ausgedehnten Radwegen in und um die Städte ist auch ein aktiver Citytrip möglich. 

Nordschweden

Der schwedische Abschnitt des Ostseeradwegs EuroVelo 10 verläuft über beeindruckende 2.500 Kilometer und führt Radfahrer von der Stadt Haparanda an der finnischen Grenze bis nach Ystad an der Südspitze. Unterwegs erlebst du alles von Sandstränden über rauschende Flüsse bis hin zu stillen Wäldern und hügeligen Landschaften. Und weil an der Strecke viele Städte und Bahnhöfe liegen, kannst du Start und Ziel individuell wählen. 

In Haparanda kannst du dich vor dem Start in einigen guten Gaststätten stärken. Das Restaurant River ist für seine herzhaften Gerichte und den frischen Fisch bekannt, verwöhnt aber auch Vegetarier. Das Köksbaren in Umeå serviert moderne nordische Küche. In Sundsvall lohnt sich ein Abstecher in die Villa Marieberg, wo seit 1910 gekocht wird. 

Weiter westlich im Landesinneren liegt das schwedische Skimekka Åre, wo die Hügel im Sommer von Mountainbikern geschätzt werden. Durchs Tal des Flusses Storulvån verläuft ein 120 km langer Radweg, der 1.600 Höhenmeter überwindet. Auch die Kombo Ullådalen & Copperhill fordert beim Fahrrad fahren die Waden heraus, wenn auch etwas kürzer bei 32 km und 800 Höhenmetern. Ein Kinderspiel ist dagegen der 22 km lange Radweg nach Duved. Das Ziel ist das Karolinermonument, das an einen verlustreichen Bergmarsch der schwedischen Armee unter Karl XII. 1719 erinnert. Auf dieser Route kannst du die hervorragende Küche der Eco Lodge Millestgården probieren. 

Mittelschweden

Die mittelschwedische Region Dalarna hat eine Vielzahl von Radwegen mit insgesamt 2.130 Kilometern Fahrspaß. Unter dem Stichwort Biking Dalarna findest du online eine Übersicht der spannendsten Wege. Der wahrscheinlich bekannteste Radweg der Region ist der Cykelvasaleden, welcher der Route des weltberühmten 90 km langen Skilanglaufwettbewerbs Wasalauf (Vasaloppet) von Sälen nach Mora folgt. In Sälen bietet das Restaurant Viktors klassische skandinavische Küche.

Die Klarälvsbananist ein ebenfalls autofreier Radweg, der sich durch die urige Landschaft von Värmland schlängelt. Die 220 km lange Route hat eine Kulisse aus Wäldern, Seen und Bergen und führt durch charmante Dörfer wie Munkfors, Sysslebäck und Hagfors. Kultur gibt‘s im Museum, das der legendären schwedischen Jazzsängerin Monica Zetterlund gewidmet ist.

Schwedens Westküste 

Der 2015 eingeweihte Kattegattleden ist Schwedens erster nationaler Fahrradweg und wurde 2018 zum europäischen Radweg des Jahres ernannt. Er verläuft von Helsingborg nach Göteborg durch eine wunderschöne Landschaft und bleibt stets nah am Meer. Die 370 Kilometer sind in acht Etappen unterteilt. Auf etwa halber Strecke liegt der Küstenort Falkenberg, der sich mehr und mehr zum Ziel für Feinschmecker entwickelt. Das Restaurant Köket am Strand ist ein besonders angesehenes Lokal.

Wenn du mit dem Fahrrad Schwedens Westküste erkundest, kannst du einen Abstecher auf die Inseln im Bohuslän-Archipel machen. In Göteborg hast du außerdem Anschluss an den Götakanal, den längsten Wasserweg Schwedens, der von autofreien Wegen gesäumt ist. Der 87 km lange Radwegabschnitt in Westschweden beginnt in der kleinen Stadt Sjötorp, endet in Tåtorp und verläuft dazwischen durch überwiegend flaches Gelände. Hunger? Dann probiere die Waffelspezialitäten im Café Mallboden, die gehobene Küche und die exzellente Weinkarte im Restaurant Brunn in Söderköping oder Kapten Billes Restaurant in Norsholm, das eine wunderschöne Veranda mit Blick auf das Wasser hat.


Der Ginstleden führt über 200 Kilometer durch die ganze Region Halland, vom Höhenzug Hallandsåsen bis nach Kullevik südlich von Göteborg.

Schwedens Ostküste

Der 400 km lange Mälardalsleden, der dich um den Mälarsee führt, ist Schwedens ältester Radweg. Der Weg berührt die Ostseeküste und verbindet eine Reihe von historischen Städten, darunter Stockholm, Södertälje, Eskilstuna und Västerås. Damit deckt er das gesamte Mälartal ab und ist außerdem mit dem Radwegnetz Sverigeleden verbunden, das aus Routen mit insgesamt 800 Kilometern besteht. 

Die Wikinger-Route (Vikingaleden) in der Region Roslagen nördlich von Stockholm hält, was der klingende Name verspricht: Vom malerischen See Erken geht es gen Süden, in Richtung der mittelalterlichen Dörfer Malsta und Lohärad. Am Ufer des Erkensees kannst du dich im Angeln von Flusskrebsen versuchen, solange diese Saison haben (normalerweise August und September).

Der Stockholmer Schärengarten ist ein Traumziel an der schwedischen Ostküste, und mit dem Fahrrad bist du in der Inselwelt besonders praktisch unterwegs. Die belebte Insel Sandhamn eignet sich für einen aktiven Tagesausflug in Kombination mit Kultur und Kulinarik, allen voran im berühmten Värdshus. Die größere, naturbelassene Insel Möja hat Platz für Wälder, mehrere Dörfer und das familiäre Fischrestaurant Wikströms Fisk, wo Frau und Tochter auftischen, was Fischer Rune Wikström aus dem Meer holt. 

Weiter nördlich an der Ostküste liegt die schwedische Hochküste (Höga Kusten), übrigens eine UNESCO-Weltkulturerbestätte. Der 130 km lange Hohe-Küsten-Weg führt von Hornöberget nach Örnsköldsvik. Mehrere Rundwege für Mountainbiker und Radfahrer bieten einmalige Naturerlebnisse. Um den ganzen Höhenweg mit dem Fahrrad zu fahren, braucht es allerdings einiges an Erfahrung.

Zum Energietanken gibt es mehrere Restaurants in der Gegend. Die Speisekarte des Strike in Kramfors verspricht Hausmannskost, während die Trattoria Nevia in Örnsköldsvik Kohlenhydrate auf Italienisch serviert. Die familiengeführte Bäckerei Mjälloms Tunnbröd in Ullånger bäckt seit Generationen Knäckebrot nach eigener Rezeptur. 

Südschweden

Den Süden von Schweden mit dem Fahrrad zu erkunden, ist ein Tipp für alle, die aktiv sein, aber auch genießen wollen. Der Sydostleden (Südostweg), Schwedens zweiter nationaler Radweg, bringt Radfahrer von Växjö in Småland über insgesamt 270 Kilometer nach Simrishamn an der schonischen Südküste. Das Gelände ist leicht zugänglich und hat einige der schönsten Naturgebiete Schwedens, mit Seen, Wäldern und einer unberührten Küste. Nimm dir vor dem Aufbruch Zeit, um die aufstrebende Gourmetszene von Växjö zu erleben. Das PM & Vänner hat schon einen Michelin-Stern, und auch die Brasserie 1742 im Kosta Boda Art Hotel steht in dem renommierten Gourmetführer. 

In Ystad lohnt sich eine Reservierung im Restaurant Store Thor, das kein geringerer als Kommissar Kurt Wallander im Film „Tödliche Fracht“ empfiehlt. 

Der Skåneleden ist ein Wegnetz mit insgesamt 1.250 Kilometern, das in fünf Teilabschnitte und insgesamt 105 Etappen eingeteilt ist. Als Startpunkt eignet sich die bunte Metropole Malmö, die einerseits sehr radfreundlich ist und andererseits gutes Essen für jedes Budget bereithält. Genauso beliebt wie die gehobene Küche ist das vielseitige Streetfood, das so multikulturell ist wie Malmö selbst. Im Südwesten Schwedens, in Tranås in Skåne, macht sich Daniel Berlin einen Namen als Spitzenkoch. Fahrrad fahren in Schweden – das geht in die Beine, aber auch durch den Magen.