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Kochen in der Natur, Malmö, Skåne
Foto: Miriam Preis/imagebank.sweden.se

Reisetipps

Beim Lagerfeuer auf Nummer sicher gehen

Das schwedische Jedermannsrecht erlaubt es dir, in der Natur Feuer zu machen. Um die schöne, holzreiche Natur von Schweden zu schützen, gibt es ein paar Regeln und Tipps – hier eine Übersicht.

In Schweden, dem Sehnsuchtsziel für Naturliebhaber, genießt auch du als Besucher das Jedermannsrecht, also das Recht auf freien Zugang zur Natur. Es gibt dir die Freiheit, über Land und Wasser durch die Landschaft zu streifen. Entspannte Spaziergänge mit Pausen zum Beerenpflücken und Baden im See sind in Schweden eine Selbstverständlichkeit.

Auch wildes Campen im Zelt gehört zu den Vorzügen des Jedermannsrechts. Und was gibt es Schöneres, als bei Einbruch der Dunkelheit, wenn das Zelt aufgebaut ist, am Lagerfeuer zu sitzen? Wenn die Bedingungen sicher sind, steht einem gemütlichen Feuer nichts im Wege..

Lagerfeuer in Schweden: so findest du die beste Stelle

Am sichersten ist es, eine vorhandene Feuerstelle oder Grube zu benutzen. Die App „Naturkartan“, ein unerlässlicher Begleiter für Naturausflüge in Schweden, kennt Feuerstellen und Grillplätze in Naturgebieten. Manchmal ist die Infrastruktur für ein Lagerfeuer so gut, dass bei der Feuerstelle in einer Kiste fertiges Feuerholz bereitsteht. 

Wenn du keine Feuerstelle in der Nähe findest, kannst du selbst eine Grube für das Feuer vorbereiten. Sie sollte nicht zu groß sein, das Feuerholz sollte aber gut hineinpassen. Achte auch darauf, dass die Vegetation und der Boden drumherum keinen Schaden nehmen. Auch auf oder neben Felsen solltest du kein Feuer machen, weil die Hitze im Gestein Brüche und Risse verursachen kann.

Wähle einen Ort, an dem sich dein Lagerfeuer nicht ausbreiten kann. Ein Untergrund mit viel Moos, Torfmoore und humusreiche Waldböden sind ungeeignet, denn auf diesen Bodentypen breitet sich Feuer schneller aus. Außerdem kann die Glut unter der Erde schwelen und zu einem späteren Zeitpunkt unbemerkt erneut aufflammen. 

Vorsichtig anfeuern und ordentlich löschen

Als Feuerholz kannst du laut Jedermannsrecht abgefallene Zweige, Äste und Tannenzapfen verwenden. Es ist jedoch nicht gestattet, von lebenden Bäumen und Sträuchern etwas abzureißen oder Rinde abzuschaben. Auch ganze umgestürzte Bäume sind als Brennholz tabu. In Nationalparks und Naturschutzgebieten kann es wie immer Sonderregeln geben. Mach dich an den Infotafeln vor Ort schlau, die oft auch auf Deutsch oder Englisch verfasst sind.

Behalte dein Feuer stets im Auge und unter Kontrolle. Genauso wichtig ist es, das Feuer vor dem Gehen vollständig zu löschen. Es wird empfohlen, nach dem Löschen noch mindestens zehn Minuten zu bleiben, um sicherzugehen, dass kein Funke mehr übrig ist, der das Feuer wieder entfachen könnte.

Feuerverbote in Schweden: so informierst du dich

Viele Grundbesitzer macht der Gedanke an Feuer auf ihrem Land nervös, was verständlich ist: Jedes Jahr werden Waldbrände durch Lagerfeuer verursacht, und das mit schwerwiegenden Folgen. Vor allem in den vergangenen Jahren, die auch Skandinavien ungewöhnlich heiße, trockene Sommer beschert haben, hat Schweden erhebliche Waldbrände erlitten.

Deswegen verhängen schwedische Behörden und die Feuerwehr im Frühjahr, Sommer und Herbst bei hohem Risiko regionale Feuerverbote, um Waldbränden vorzubeugen. Die App „Brandrisk Ute“ liefert Informationen in Echtzeit, zwar auf Schwedisch, aber die Farben Rot, Gelb und Grün versteht jeder. Alternativ erkundigst du dich in der Touristeninformation, auf dem nächsten Campingplatz oder auf der Homepage der jeweiligen Gemeinde. In der warmen Jahreszeit geben die meisten Gemeinden Auskunft über das aktuelle Brandrisiko, auch wenn es niedrig ist.

Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Besuchers in der Natur, sich über die geltenden Verbote zu informieren und diese einzuhalten. Bis das Brandverbot aufgehoben ist – und das kann Monate dauern – darf wirklich kein Feuer im Freien angezündet werden, auch nicht an den dafür vorgesehenen Feuerstellen in der Natur. Die einzigen Ausnahmen bei Feuerverbot sind kleine Grille und Campingkocher.