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Bestenliste

Stockholmer Restaurants für Design-Fans

Die schwedische Hauptstadt überrascht Besucher mit spannender Innenarchitektur und hochwertiger Küche. Wo beides aufeinandertrifft, werden Augen und Körper satt.
01. Der Klassiker: Operakällaren
Esszimmer im Operakällaren , Stockholm, Stockholm
Foto: Operakällaren, Nobis restaurants

Foodies mit einem exklusiven Geschmack lieben Stockholms erste Adresse: Der Operakällaren führt einen Stern und die Auszeichnung für makelloses Ambiente in Form von fünf Gedecken im Michelin-Guide. Küchenchef Stefano Catenacci zaubert internationale Fine-Dining-Menüs, die Gourmets in einem eleganten Speisesaal genießen. Das Restaurant liegt seit 1787 in der königlichen Oper, seit 1895 im heutigen Gebäude, das zu den schönsten Schwedens zählt. 

Wandgemälde, Kronleuchter und vergoldete Eichenpaneele zeugen von der langen Tradition des Lokals, während neue Spiegel, Tische und Lampen die Verbindung zu den Trends der Gegenwart behalten. Die Gemälde von Oscar Björck riefen 1895 einen Skandal hervor, als man noch nicht bereit für nackte Nymphen war. Auf Wunsch von König Oscar II. korrigierte er, angeblich stets mit einem Glas Brandy in der Hand, die sensiblen Stellen, sodass die Stockholmer endlich das neugestaltete Restaurant besuchen konnten. 

Bis heute können sich Design-Fans am Interieur des Operakällaren nicht sattsehen.  Weinkenner schätzen den gut bestückten Keller mit Raritäten aus aller Welt.

02. Die Leuchtende: Luzette
Foto: Anders Thessing

Eine Gourmetoase am Hauptbahnhof? Ja, das ist Luzette. Die schicke Brasserie serviert von Morgenstunden bis Mitternacht ausgewogene Schwedenküche mit französischen Einflüssen, kreiert von Küchenchefin Jessica Thelin und Bocuse D’Or-Meister Tommy Myllymäki. 

Gäste auf der Durchreise bestellen ein Express-Gericht, Gourmets mit mehr Zeit wählen aus Plätzen im Speisesaal, an der Bar oder auf der Terrasse zur Vasagatan. Auch in der Bahnhofshalle gibt es Tische, was angenehmer ist, als es klingt: Der Bahnhof Centralstationen ist ein Baudenkmal aus dem Jahr 1871, mit mächtigen Granitsäulen und einer gewölbten gläsernen Decke, die viel Tageslicht hereinlässt. 

Der Name Luzette geht auf die Lampen von Designer Peter Behrens aus den 1920er Jahren zurück, von denen heute Kopien von der Decke der Bahnhofshalle hängen. Eine moderne Version des Lichtkonzepts erhellt das Restaurant, das 2016 den schwedischen Architekturpreis Guldstolen für sein gelungenes Interieur erhielt. 

Luzette hat gute Nachbarn: Design House Stockholm, das für innovative Wohn- und Modeaccessoires steht, liegt zehn Gehminuten entfernt in der Hamngatan.

03. Das Dynamische: WoodStockholm
Foto: Woodstockholm

Das Restaurant WoodStockholm auf Södermalm kann auf Mundpropaganda zählen: Am Platz Mosebacke Torg vereint es Möbelgeschäft mit hochwertiger Küche. Design-Fans stöbern durch minimalistische Tische, Stühle und Lampen, und im Restaurant können sie beim Genießen eines Bio-Gerichts probesitzen. Lange Tische und Plätze an der Bar bringen die Gäste einander näher und oft ins Gespräch. 

Die dynamische Speisekarte orientiert sich an den Jahreszeiten, denn das ambitionierte Team verwendet lokale und saisonale Zutaten. Wenn du schon in der Gegend bist, schau auch im Fotografiska vorbei. Die effektvoll beleuchtete Galerie zeigt Ausstellungen von renommierten Fotografen in einem ehemaligen Zollhaus. Vom stylischen Café aus hast du einen Panoramablick über die Insel Djurgården.

04. Das Wohnliche: Ett Hem

Wo könntest du die leckeren Eindrücke besser verdauen als in einem Design-Hotel? Die exklusive Herberge Ett Hem liegt im Nobelviertel Östermalm und zählt laut The Telegraph zu den 50 besten Hotels der Welt. 

Ett Hem heißt übersetzt „ein Zuhause“, und so fühlt es sich auch an: Neben zwölf Zimmern gibt es Küche, Wohnzimmer und Bibliothek. Das Hotel wurde von der britischen Designerin Ilse Crawford gestaltet, die den Eindruck eines Wohnhauses anstrebte, in dem sich Vielreisende geborgen fühlen. Die Einrichtung setzt sich aus Spezialanfertigungen und kultigen Designklassikern zusammen. 

Das Stadthaus aus dem Jahr 1910 verzaubert seine Gäste mit dem Architekturstil der Nationalromantik, die einfache Formen und landestypische Materialien einsetzte. Im selben Jahr veröffentlichte der schwedische Maler Carl Larsson, ein guter Freund des Hausbesitzers, eine Kollektion mit 24 Gemälden unter dem Titel „Ett Hem“, die Szenen des schwedischen Alltags darstellen. Die Verbindung zwischen Architektur und Kunst faszinierte Ilse Crawford, sie hatte den perfekten Namen für das Hotel gefunden.