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Karlskrona harbour, Karlskrona
Foto: Per Pixel Petersson/imagebank.sweden.se

Reisetipps

UNESCO-Welterbe in Schweden: 15 Sehenswürdigkeiten von Süd nach Nord

Schweden ist für viele Errungenschaften bekannt, doch nur wenige wissen, dass es zu den 20 Ländern mit den meisten UNESCO-Welterbestätten gehört. 15 an der Zahl, von der Hansestadt Visby auf Gotland bis nach Lappland in Nordschweden.

Die UNESCO hat bisher 15 Welterbestätten in Schweden ausgewählt, denen eine herausragende Bedeutung für die Menschheit zukommt. Diese Orte befinden sich in guter Gesellschaft, zusammen mit den ägyptischen Pyramiden, der Großen Mauer in China, der Akropolis in Griechenland und großen Kathedralen in aller Welt.

Hier ein Überblick über die UNESCO-Welterbestätten in Schweden, geordnet von Süden nach Norden.

1. Der Marinehafen von Karlskrona

Der Marinehafen von Karlskrona ist eine von mehreren UNESCO-Welterbestätten in Südschweden. Dieser Seehafen aus dem Jahr 1680 ist ein außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel einer europäischen Marinestadt. Die Werft hat noch ihre Gebäude und Docks, die speziell für den Bau von Segelkriegsschiffen ausgelegt sind. Das von UNESCO gelistete Gebiet umfasst außerdem Befestigungsanlagen, die Altstadt von Karlskrona und Anlagen im umliegenden Viertel.

Es gibt viele Übernachtungsmöglichkeiten in Karlskrona und Umgebung, und Meerblick ist in der Stadt mit dem berühmten Hafen Ehrensache. Auch an Restaurants, Cafés und Bars mangelt es nicht. Gönn dir eine schwedische „Fika“ im Café Systrarna Lindqvist mit eigener Bäckerei.

Festung Kungsholmen in Karlskrona, BlekingeBlekinge ist bekannt für seinen einzigartigen Schärengarten, die erstklassige Fischerei und die Marinestadt Karlskrona. Foto: Visit Karlskrona

2. Die historische Agrarlandschaft auf der Insel Öland

Die Ostseeinsel Öland ist ein beliebtes Sommerziel, selbst unter Adligen: Im Sommer kommt die schwedische Königsfamilie hierher in ihre Sommerresidenz Solliden

Den südlichen Teil der langgestreckten, schmalen Insel, wo das Klima eher trocken ist, dominiert ein riesiges Plateau aus Kalkstein. Trotz dieser geologischen Einschränkungen ist die Insel seit 5.000 Jahren bewohnt. Die Menschen haben ihre Lebensweise eben der Natur angepasst und inmitten dieser besonderen Landschaft eine Tradition geschaffen, die bis heute gepflegt wird. Die Insel ist von Kalmar aus über eine sechs Kilometer lange Brücke zu erreichen. Eine weitere Sehenswürdigkeit auf Öland ist das Schloss Borgholm.

Weil die Schweden im Sommer in Scharen auf die Insel kommen, um hier ganze Monate zu verbringen, empfiehlt es sich, die Unterkunft früh zu buchen. Du hast die Wahl zwischen Hotels, Hostels, B&Bs und Campingplätzen. Es gibt auch einen Hafen für Freizeit- und Segelboote. Wenn du traditionelle schwedische Gerichte wie die Klöße namens „kroppkakor“ probieren möchtest, reserviere einen Tisch im Restaurant Arontorps.

Schloss Borgholm, ÖlandDas Schloss Borgholm stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist ein beliebtes Touristenziel mit einem Museum, Kunstausstellungen, Führungen und sogar Konzerten. Foto: Magnus Franzén/Ölands Turismorganisation

3. Die Hansestadt Visby auf Gotland

Die Ostseeinsel Gotland, nordöstlich von Öland gelegen, ist ein weiteres Sehnsuchtsziel für die Schweden in der schönen Jahreszeit. Die Hauptattraktion der Insel ist deren Hauptstadt Visby. Sie wurde schon im 12. Jahrhundert als Hafen- und Handelsstadt gegründet und blühte zur Zeit der Hanse so richtig auf. Die Stadtstruktur aus dieser Zeit ist erhalten, zusammen mit Ruinen, alten Kirchen und einer mittelalterlichen Ringmauer mit Türmen, die das Stadtzentrum umgibt. Der Turm „Kruttornet“ ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt. Das UNESCO-Weltkulturerbe von Visby ist ein Highlight für Touristen, die gerne durch die Geschichte spazieren und dabei die Kultur und Landschaft ihres Reiseziels kennenlernen.

Es gibt so viele empfehlenswerte Restaurants und Cafés in Visby, dass die Entscheidung schwerfallen kann. Achtung: Einige Adressen sind nur in der Hochsaison geöffnet. Bakfickan steht für ausgezeichneten Fisch und Meeresfrüchte, der historische Mönchskeller (Munkkällaren) verspricht das beste Lamm der Insel und bei Lilla Bjers isst man in einem charmanten Gewächshaus auf einem Bauernhof. 


VisbyDer Hauptort von Gotland Visby mit seinen schmalen Gassen und mittelalterlichen Mauern wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Foto: Jerker Andersson/imagebank.sweden.se

4. Der Längstwellensender Grimeton bei Varberg

Der Längstwellensender Grimeton in der westschwedischen Gemeinde Varberg wurde 1922-1924 erbaut und ist ein Denkmal der frühen drahtlosen Kommunikation über den Atlantik nach Amerika. Er liegt an der Westküste innerhalb des „großen Kreises“, eines Gebiets ohne Hindernisse für Funkwellen, und ist auf New York ausgerichtet. Der Sender wurde ursprünglich zur Kommunikation zwischen Grimeton Radio und Radio Central in Long Island bei New York benutzt. Das heißt, die beiden Stationen schickten Morsebotschaften hin und her. 

Die Anlage ist noch funktionstüchtig, und zu besonderen Anlässen werden kurze Botschaften ausgesandt. Das Stationsgelände besteht aus der Sendeausrüstung mit sechs 127 Meter hohen Stahltürmen für die Antennen, Gebäuden, in denen der Alexanderson-Sender und Kurzwellensender mit ihren Antennen untergebracht sind, sowie den ehemaligen Wohnungen der Mitarbeiter. Das klingt alles sehr technisch, aber du musst kein Nerd sein, um Zugang zu diesem Industriedenkmal zu finden. Der Sender hat ein eigenes Café, das Café Gnistan, damit Besucher nicht hungern müssen.

In Varberg, knapp zehn Kilometer vom Radiosender Grimeton entfernt, gibt es eine Reihe von Hotels, zum Beispiel das stattliche Stadshotell & Asia Spa mit Pool. Varbergs charmanteste Adresse ist das Hotel Gästis, dessen Zimmer alle unterschiedlich eingerichtet sind und mit Bücherregalen, Bildern an den Wänden und antiken Möbeln wie Wohnungen echter Menschen wirken. Stärkungen gibt‘s unter anderem im Restaurant Vin & Skafferi Hus 13 in der Festung von Varberg und im Restaurant Grappa, das leckere Pizzen in entspannter Atmosphäre auftischt. 

5. Die Felsritzungen von Tanum

Die Felsritzungen von Tanum sind ein herausragendes Beispiel für Kunst aus der Bronzezeit. In der westschwedischen Region Bohuslän hat man bisher ganze 1500 Felsritzungen gefunden. Die Menschen der Bronzezeit haben sich mit den Bildern, die in die glatten Felsen gemeißelt wurden, für immer verewigt. Insgesamt sechs Stätten stehen auf der UNESCO-Liste: Vitlycke, Aspeberget/Tegneby, Fossum, Litsleby, Gerum und Kalleby. In Vitlycke gibt es die bekannte Darstellung eines Liebespaars. Folge dem gut markierten, sechs Kilometer langen Pfad, um weitere Motive zu entdecken. Hier liegt auch das Museum, das die Felsritzungen erläutert.

Übernachten kannst du im Hotel Tanumshede Gestgifveri, einem gemütlichen Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert, oder im Hotel Tanumstrand mit Blick auf den Hafen. Speise in den Hotelrestaurants oder im nahe gelegenen Restaurant Källaren, das täglich ein günstiges Mittagsmenü anbietet.

FelszeichnungenDie Sammlung von Felszeichnungen aus der Bronzezeit in Tanum in Westschweden gehört zum Weltkulturerbe. Foto: Emelie Asplund/imagebank.sweden.se

6. Skogskyrkogården in Stockholm

Der Skogskyrkogården (Waldfriedhof) liegt im Süden von Stockholm und steht seit 1994 auf der UNESCO-Liste. Das Welterbe-Komitee kürte den Friedhof wegen seiner einmaligen Verschmelzung von Architektur und Kulturlandschaft. Der weitläufige Friedhof liegt in einer hügeligen grünen Landschaft, hat mehrere Kapellen und besticht mit seinem poetischen Aussehen. Mit dem Skogskyrkogården haben die damals noch sehr jungen Architekten Gunnar Asplund und Sigurd Lewerentz eine neue Form des Friedhofs geschaffen, die seitdem Grabstätten auf der ganzen Welt beeinflusst. 

Von Juni bis September gibt es jeden Sonntag um 10.30 Uhr eine englischsprachige Führung, die etwa zwei Stunden dauert. Im Besucherzentrum gibt es ein Geschäft und ein Café in einem von Gunnar Asplund entworfenen Gebäude aus dem Jahr 1923..

Der WaldfriedhofDer Waldfriedhof ist ein UNESCO-Weltkulturerbe in Stockholm. Der Entwurf von Gunnar Asplund und Sigurd Lewerentz spiegelt die Entwicklung der Architektur vom nordischen Klassizismus zum ausgereiften Funktionalismus wider. Bemerkenswerte Gräber gehören der Schauspielerin Greta Garbo und der Fußballerin Nacka Skoglund. Foto: Ulf Lundin/imagebank.sweden.se

7. Schloss Drottningholm in Stockholm

Das Schloss Drottningholm, die Residenz vom schwedischen Königspaar, wurde 1991 als erste Kulturstätte in Schweden von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet. Das Schloss mit seinem Park ist ein beliebtes Ausflugsziel für Stockholmer und Besucher, schließlich liegt es nur zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Im gut erhaltenen Park mit Gartenstilen aus verschiedenen Epochen stehen außerdem ein chinesischer Pavillon und das historische Schlosstheater. Das Theater ist das weltweit einzige aus dem 18. Jahrhundert, in dem Originalmaschinerie und -kulissen erhalten geblieben sind. Noch heute werden hier im Sommer Theaterstücke und Opern inszeniert. Das um 1680 erbaute Schloss Drottningholm, das den Spitznamen „schwedisches Versailles“ trägt, wurde als ausgezeichnetes Beispiel europäischer Barockarchitektur auf die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen.

Du kannst hier entweder picknicken oder dich im Café Karamellan stärken. Im Sommer gibt‘s außderm ein Café im Freien neben dem chinesischen Pavillon. Urlauben wie ein kleiner König kannst du im Schloss Åkeshof im Stockholmer Vorort Bromma, knapp fünf Kilometer von Drottningholm entfernt.

Schloss DrottningholmSchloss Drottningholm steht auf einer Insel im Mälarensee vor den Toren von Stockholm und darf sich UNESCO-Weltkulturerbe nennen, Drottningholm ist die private Residenz des Königs und der Königin von Schweden. Foto: Ola Ericson/imagebank.sweden.se

8. Birka und Hovgården

Die ehemaligen Siedlungen Birka und Hovgården, die etwa 30 km westlich von Stockholm auf den kleinen Inseln Björkö und Adelsö im Mälarsee liegen, sind vollständige und außergewöhnlich gut erhaltene archäologische Stätten aus der Wikingerzeit. Aus den Funden lässt sich ableiten, wie ein typischer Handelsstützpunkt der Wikinger im 8.-10. Jahrhundert ausgesehen hat, wie die Gesellschaft und die Monarchie damals organisiert waren und wie Hafen, Verteidigung und prähistorische Friedhöfe angelegt waren. Hovgården war einst die königliche Residenz von Birka. 

Die Reederei Strömma fährt Birka vom Stockholmer Rathaus (Stadshuset) aus direkt an. Die Fahrt dauert jeweils zwei Stunden und die Saison dauert von Anfang Mai bis Mitte September. 

Auf der Insel Björkö gibt es ein Restaurant sowie ein Café. Nimm eine Unterkunft im Stockholmer Zentrum, damit du den Tagesausflug nach Birka leicht in dein Programm integrieren kannst.

Wikingerdorf BirkaHäuser im Wikingerdorf Birka Foto: Claes Helander

9. Das Hüttenwerk Engelsberg

Etwa 160 Kilometer nordwestlich von Stockholm liegt das Hüttenwerk Engelsberg (Engelsbergs bruk). Es wurde von der UNESCO als herausragendes Beispiel für einen einflussreichen Industriekomplex des 17. bis 19. Jahrhunderts ausgewählt. Die Arbeitsgeräte und Gebäude sind noch intakt. Auf dem Gelände befinden sich eine Schmiede, ein Schmelzhaus, üppige Gärten und ein 1746 erbautes Herrenhaus. Es gibt außerdem ein Geschäft für Kunsthandwerk und ein Café, die aber nur im Sommer geöffnet sind.

Daneben bietet das Restaurant Nya Serveringen in Ängelsberg ein hausgemachtes Mittagessen mit Seeblick. In der Nähe vom Hüttenwerk kannst du im B&B Engelsbergs Pensionat, im Värdshuset Engelbrekt oder im Hostel Tallbacka übernachten.

Schlackensteinturm, Hüttenwerk EngelsbergsTurm aus Schlacke bei der Engelsberger Eisenhütte. Foto: Fagersta Turism

10. Das Bergbaugebiet Kopparbergslagen in Falun

Bergbau und Kupferproduktion begannen im Gebiet von Falun in Mittelschweden bereits im 9. Jahrhundert und hielten bis 1992 an. Das Bergbaugebiet hat die Bergbautechnologie auf der ganzen Welt beeinflusst. Die authentischen Gebäude, Strukturen und die dazugehörige Ausrüstung von Kopparbergslagen stehen auf der Welterbeliste als gut erhaltenes Beispiel der Bergbautradition. Besucher können bei Führungen 67 Meter in die unterirdische Mine aus dem 17. Jahrhundert hinabsteigen. Es gibt auch ein Bergbaumuseum mit einem Film und einem interaktiven Streifzug durch die Geschichte der Region.

Direkt auf dem Gelände befindet sich ein B&B in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, in dem die Hälfte der Zimmer einen Blick auf die riesige Grube hat. In der Nähe befinden sich auch mehrere Gaststätten in historischen Gebäuden, zum Beispiel das Restaurant Geshwornergården.

KupfermineLuftbild der Kupermine in Falun und Umgebung Foto: Olle Norling

11. Die Hälsingehöfe - verzierte Bauernhäuser in der Region Hälsingland

Die sieben dekorierten Bauernhäuser in der mittelschwedischen Region Hälsingland stammen aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurden auf die UNESCO-Liste aufgenommen, weil sie einerseits von traditioneller Volkskunst zeugen, andererseits aber auch den Reichtum und den sozialen Status der Bauern in dieser Zeit aufzeigen. Im Inneren der mit Wandgemälden, Schablonengemälden und Tapeten dekorierten Häuser finden sich sowohl biblische und lustige Motive als auch Kurbitsmalereien aus Dalarna. Die meisten Bauernhäuser befinden sich in Privatbesitz, doch im Sommer werden Führungen und ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Neben den sieben Hälsingehöfen auf der UNESCO-Welterbeliste gibt es außerdem noch über 30 weitere, von denen manche heute Hotel oder Café sind.

Der Hälsingehof Erik-Anders in Asta hat beides: ein Café und fünf Gästezimmer für diejenigen, die auf einem Weltkulturerbehof übernachten möchten. Das Café & Bistro Ystegårn bietet neben Stärkungen auch eine B&B-Unterkunft an. Das Haus ist zwar kein Weltkulturerbehof, stammt aber aus dem 18. Jahrhundert und ist ein weiterer Ort, an dem du die Kultur und Geschichte von Hälsingland entdecken kannst.

Hälsinge-HofDie hübsch dekorierten Bauernhäuser von Hälsingland, Hälsingegårdar, wurden 2012 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Foto: Håkan Vargas S/imagebank.sweden.se

12. Höga Kusten & Kvarken-Archipel

Wenn man bedenkt, wie groß Schweden ist und wie viel unberührte Natur es hier gibt, ist es eigentlich eine Überraschung, dass es (bisher) nur die Hohe Küste (Höga Kusten) ins UNESCO-Weltnaturerbe geschafft hat. Der spektakuläre Küstenabschnitt am Bottnischen Meerbusen liegt am nördlichen Teil der Ostsee und bildet zusammen mit der größtenteils finnischen Region Kvarken das Weltnaturerbe Schärenküste - Kvarken-Archipel. Die länderübergreifende Naturschönheit wurde aufgrund ihres außergewöhnlichen geologischen Wertes auf die Liste aufgenommen. Die Landschaft wurde von der letzten Eiszeit geformt, die die höchste Küstenlinie der Welt sowie Tausende tief liegender Inseln, flache Buchten und von Felsen bedeckte Ebenen hervorgebracht hat. Zwischen offenem Meer, Bergen und Wäldern haben Naturburschen hier viel zu entdecken. 

Die Hohe Küste mit dem beliebten, 129 Kilometer langen Wanderweg ist von diversen Unterkünften gesäumt, von Luxushotels über Hostels bis hin zu Schutzhütten in der Natur. Es gibt viele Pubs, Restaurants, Cafés und Lebensmittelgeschäfte, wo du dein Picknick zusammenstellen und die Landschaft genießen kannst.

13. Das Kirchendorf Gammelstad in Luleå

Die Stadt Luleå in Nordschweden begann als kleine Kirche und Handelsplatz, zehn Kilometer westlich von ihrem heutigen Stadtkern. Im 17. Jahrhundert zog die Stadt um und ließ das ursprüngliche Zentrum zurück. Das alte Kirchendorf Gammelstad („alte Stadt“) ist jedoch erhalten geblieben und heute das größte und besterhaltene seiner Art in Schweden mit über 400 Häusern, einer mittelalterlichen Kirche und anderen historisch wertvollen Gebäuden. Bauern aus der Umgebung konnten in den typisch roten Holzhäusern übernachten, wenn sie von weither zum Gottesdienst kamen, an Gemeindetreffen teilnahmen oder ihre Produkte auf dem Markt verkauften. Schließe dich einer Führung an oder leihe einen Audioguide aus, um in das nordschwedische Leben des 17. Jahrhunderts einzutauchen.

In Luleå und Umgebung stehen zahlreiche Unterkünfte zur Auswahl, zum Beispiel das durchdesignte Clarion Hotel Sense im Zentrum und das Hotel Sunderby auf dem Land. Unter den Gaststätten ist das modern-entspannte Bistro Norrland beliebt, das günstige Mittagsgerichte anbietet und eine Terrasse mit Blick auf den Sonnenuntergang hat..

Kirchenstadt Gammelstad in in NordschwedenKirchenstadt Gammelstad in in Nordschweden gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe in Nordschweden. Die 424 Holzhäuser rund um die Steinkirche aus dem 15. Jahrhundert wurden einst von Gläubigen genutzt, die weit reisen mussten, um zum Gottesdienst zu gelangen. Foto: Gammelstad Visitor Centre

14. Laponia - Schwedisch Lappland

Das schwedische UNESCO-Welterbe mit dem klingenden Namen Laponia liegt im schwedischen Teil von Lappland über dem Polarkreis. Das 9.400 Quadratkilometer große Gebiet (das entspricht etwa der Hälfte von Nordrhein-Westfahlen) wurde sowohl wegen seiner Kultur als auch wegen seiner Natur auf die Liste aufgenommen. Laponia ist eines von insgesamt vier Welterbegebieten, in dem indigene Völker leben. Hier sind es die Sami, das nordische Volk der Rentierzüchter.

Zum Welterbe gehören außerdem vier Nationalparks und fünf Naturschutzgebiete. Das Resort Stora Sjöfallet im gleichnamigen Nationalpark mit Hotel, Ferienwohnungen, Camping und Restaurant ist die einzige gewerbliche Unterkunft dieser riesigen UNESCO-Welterbestätte. Bereite dich also darauf vor, zu zelten oder in einer einfachen Hütte zu übernachten und selbst Proviant mitzubringen. In den Städten Jokkmokk, Gällivare und Jukkasjärvi gibt es jedoch noch weitere Unterkünfte und Gaststätten..

Nationalpark PadjelantaSchwedens größter Park ist der Padjelanta-Nationalpark im Norden, der zum UNESCO-Weltkulturerbe Laponia gehört. Foto: Hans-Olof Utsi/imagebank.sweden.se

15. Der Struve-Bogen

Der skandinavisch-russische Meridianbogen, kurz Struve-Bogen, ist eine Kette von Messpunkten, die sich vom norwegischen Hammerfest bis zum Schwarzen Meer durch zehn Länder zieht. Die 265 (!) Messpunkte wurden zwischen 1816 und 1855 unter der Leitung des deutschen Astronomen Wilhelm von Struve gesetzt, um die Größe und Form der Erde zu bestimmen. 34 Punkte in zehn Ländern ergeben zusammen das UNESCO-Weltkulturerbe Struve-Bogen, das erste wissenschaftliche Instrument, das es auf die Liste geschafft hat. Vier davon befinden sich in Schweden, und zwar in Kiruna, Pajala, Övertorneå und Haparanda.

Die vier Städte haben alle Unterkünfte und Restaurants, aber am sehenswertesten und größten ist die Stadt Kiruna.