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Nordlichter über Idre, Dalarna
Foto: Idre Fjäll

Aktivität

Wann und wo du in Schweden das Polarlicht siehst

Reise zwischen Anfang September und Ende März nach Schwedisch Lappland, um die Nordlichter zu beobachten. Im Herbst und Frühling ist die beste Zeit, weil du tagsüber ein paar Lichtstunden zur Verfügung hast, um die Sehenswürdigkeiten der Region zu besuchen.

Das Nordlicht, auch „Aurora Borealis“ genannt, huscht meistens Anfang September in Schwedens hohem Norden erstmals über den dunklen Nachthimmel. Die ersten Sichtungen machen die Bewohner der nördlichsten Orte, darunter Kiruna und Abisko, weit über dem Polarkreis. Zum Zeitpunkt des Wintereinbruchs im Dezember-Januar ist das Nordlicht in ganz Schwedisch Lappland zu sehen, also auch in den Gebieten am Polarkreis und darunter. Zum Vergleich: Die Region Schwedisch Lappland ist mit fast 110.000 Quadratkilometern so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen und macht etwa ein Viertel von ganz Schweden aus.

Ende März oder sogar Anfang April kannst du einen letzten Blick auf die tanzenden Nordlichter erhaschen, bevor das zurückkehrende Tageslicht die Sichtungen in Schweden für mehrere Monate unmöglich macht. Sie machen dann zwar nicht Pause, aber der Schein der Mitternachtssonne macht sie schlichtweg unsichtbar. 

Generell gilt: Je länger die Nächte, desto besser die Chancen auf das Nordlicht. Deswegen kommen im tiefen Winter viele Besucher nach Schwedisch Lappland, in der Hoffnung, das Spektakel mit eigenen Augen zu sehen. An klaren Abenden ist die beste Zeit für Nordlichter zwischen 18 Uhr und 2 Uhr nachts. Am kräftigsten sind die Nordlichter laut Statistik zwischen 22 und 23 Uhr. Mit diesen Zeiten im Hinterkopf kannst du deine Nordlichtjagd also gut und gerne auch im Oktober oder Februar planen, wenn Nordschweden tagsüber noch bzw. wieder ein paar Lichtstunden hat. So hast du die Möglichkeit, spannende Ausflüge zu unternehmen, bevor du abends auf das Polarlicht wartest.

Was sind die Nordlichter und wie entstehen sie?

Das Nordlicht ist ein Naturphänomen, das entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne in der Erdatmosphäre zusammenstoßen. Welche Farben dabei entstehen, hängt von der Art der beteiligten Gaspartikel ab: Der niedrig liegende Sauerstoff verursacht die am häufigsten vorkommende grüne Farbe, Rot wird durch Sauerstoff in der Atmosphäre erzeugt und die Lilanuancen stammen von Stickstoff. Das Ergebnis ist ein magischer Anblick: Leuchtende Farben bewegen sich über den Nachthimmel und es wirkt, als ob sie zu einer unhörbaren Musik tanzen. 

Mythos Polarlicht

Der lateinische Name Aurora Borealis bedeutet „Dämmerung des Nordens“, und Aurora ist die römische Göttin der Dämmerung. Wusstest du übrigens, dass es die gleichen Lichter auch am Südpol gibt, wo sie folgerichtig „Aurora Australis“, also „Dämmerung des Südens“ heißen? Diese geheimnisvollen Lichter ziehen die Menschheit seit Jahrtausenden in ihren Bann. 

Das nordeuropäische Urvolk der Samen hegte einst den Glauben, die Lichter seien die Seelen der Toten. Wer sie sah, sollte nicht tanzen, singen oder Melodien pfeifen, denn dadurch könnten sie sich verspottet fühlen. Und das war gar nicht gut: Wer die Seelen verärgerte, lief Gefahr, dass die Lichter ihn packen und mit ins Jenseits nehmen würden.  

Die Wikinger dagegen dachten, dass die Nordlichter Walküren seien, also jene weiblichen Figuren der nordischen Mythologie, die über das Schicksal von Kriegern bestimmten. In Form des Polarlichts kamen sie, um gefallene Kämpfer mit nach Walhall zu nehmen, wo sie ihren Gott Odin treffen und Ruhe finden würden. 


PolarlichterDas Nordlicht oder Aurora Borealis ist eine natürliches Lichtspiel, das in den Wintermonaten in Nordschweden häufig auftritt. Foto: Lola Akinmade Åkerström/imagebank.sweden.se

Lappland ist im Winter eine Art riesiger, schneebedeckter Spielplatz für Wintersportler jeder Art. Als Draufgabe gibt‘s die Möglichkeit, eins der atemberaubendsten Naturschauspiele der Welt zu sehen. Hier sind die besten Orte, um die Polarlichter zu beobachten. 

Polarlichtmekka Schwedisch Lappland

Wie bereits erwähnt, kann das Nordlicht in Schwedisch Lappland von September bis März gesichtet werden. Wenn du diesen besonderen Teil der Welt also in einem der Monate besuchst, in denen es nachts dunkel wird, solltest du auf jeden Fall einen abendlichen Ausflug in die Wildnis planen. Und wenn es um dich herum dunkel ist, schau in den Himmel und warte auf Mutter Naturs schönste Lichtshow. 

Viel Erfolg auf deiner Nordlichtjagd! 

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