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Wandern auf dem Wanderweg Uppland
Pause einlegen auf einer Bank an einem See entlang des Wanderwegs in Uppland, des Upplandsleden.
Fotonachweis: Gustav Dalesjö

15 Wanderwege in Mittel- und Nordschweden

Schweden ist mit seiner unberührten Natur und seinen reizvollen Landschaften ein Traumziel zum Wandern. Wir stellen einige der besten Wege im mittleren und nördlichen Teil des Landes vor – vom urbanen Uppsala über die beliebte Hohe Küste bis nach Lappland und auf den Berg Kebnekaise.

Eine Wanderung durch die Landschaften von Mittel- und Nordschweden lässt dich die abwechslungsreiche Natur auf gemütliche oder abenteuerliche Weise erkunden. Am Weg gibt es auch kulturelle Sehenswürdigkeiten, die von der Geschichte des jeweiligen Landstriches erzählen. Jede Region in Schweden hat Angebote für Urlaub zu Fuß – sei es ein entspannter Wandertag oder eine Woche in der Wildnis. Die Fernwanderwege sind in Abschnitte unterteilt, was die Planung je nach Interesse und Zeitbudget erleichtert.

Tipps für die Vorbereitung

Die Hauptsaison zum Wandern in Nord- und Mittelschweden ist von Juni bis September. Dann sind die Regionen auf Urlauber eingestellt und die meisten Unterkünfte und Gaststätten haben geöffnet. Außerdem ist das Wetter am mildesten und die Tage sind am längsten.

In Mittel- und Nordschweden ist das Wetter jedoch wechselhaft und die Temperaturen schwanken auch im Sommer, insbesondere in höheren Gefilden. Wenn du dir eine Wanderung in die Berge vornimmst, packe zu jeder Jahreszeit wetterfeste Oberbekleidung ein sowie Sachen, die du übereinanderschichten kannst. Feste Wanderschuhe und Mückenspray sind ebenfalls ein Muss.

Die gut erschlossenen Wanderwege haben Unterkünfte verschiedener Art in regelmäßigen Abständen: Hütten, Campingplätze und Hotels. Der Wanderverein STF betreibt Schutzhütten und Herbergen an entlegenen Orten, zum Beispiel im Nationalpark Abisko und am Fuß des Kebnekaise. Das schwedische Jedermannsrecht erlaubt außerdem wildes Campen; achte allerdings auf die Sonderregelungen in Naturschutzgebieten und Nationalparks.

Uppsala und Roslagen – Ziele für Wanderer in Mittelschweden

Die Linné-Pfade (Linnéstigarna): auf den Spuren des Botanikers durch Uppsala

In und um Uppsala ziehen sich acht Spazierwege durch die flache Landschaft, auf denen der schwedische Botaniker Carl von Linné (1707-1778) einst mit seinen Studenten unterwegs war. Der „Blumenkönig“ war ein unkonventioneller Professor, denn vor ihm hatte keiner im Freien unterrichtet. Auf den „Herbationes Upsaliensis”, wie er die Linné-Pfade nannte, untersuchten er und seine Schützlinge Pflanzen und beobachteten Tiere. Die Wege sind zwischen fünf und 16 km lang, und vier von ihnen sind mit Rätseln für Kinder gespickt. Unterwegs findest du Restaurants und Cafés. Uppsala liegt ca. 70 km nördlich von Stockholm und ist aus der Hauptstadt mit S-Bahn und SJ-Zügen zu erreichen. Die schwedische Bahn fährt die Universitätsstadt auch aus Süd- und Nordschweden an.

Der Upplandsweg (Upplandsleden): Fernwanderweg durch mittelschwedische Kulturlandschaft

Der 500 km lange Upplandsweg verläuft in 17 Etappen von Uppsala im Süden bis fast nach Gävle im Norden und passiert einige natürliche sowie kulturelle Highlights. Abschnitt 11 ist besonders zu empfehlen. Er startet am Herrenhaus Gimo Herrgård aus dem 18. Jahrhundert, das heute als elegantes Hotel dient, und schlängelt sich durch Wälder und das Naturschutzgebiet Aspbo. Das Etappenziel ist Österbybruk, wo du die namensgebende historische Eisenhütte besichtigen kannst. Dort findest du auch eine Reihe von Restaurants und Unterkünften, darunter einen Campingplatz und das Hotel Wärdshuset Gammel Tammen. Weil der Abschnitt teilweise über Waldwege geht, wird er als mittelschwer eingestuft und erfordert entsprechend festes Schuhwerk. Er ist aber auch bequem an öffentliche Verkehrsmittel angeschlossen: Du startest an der Bushaltestelle Gimo Bruksgatan und beendest die Wanderung am Busbahnhof Österbybruk. Beide werden direkt aus Uppsala angefahren.

Der Salstaweg (Salstaleden): Tageswanderung in Mittelschweden mit Schlossbesuch

Der sieben Kilometer lange Salstaleden verläuft zwischen den beiden Bahnhöfen Vattholma und Skyttorp, die aus Uppsala angefahren werden, über Schotter- und Asphaltwege. Er führt Wanderer durch das Gebiet rund um den Geröll-Os Vattholmaåsen, wo sich Eichenwälder und Ackerland abwechseln. Etwa auf halber Strecke erreichst du die Stelle, die dem Weg seinen Namen gegeben hat: das Barockschloss Salsta. Es hat am jeweils ersten Wochenende des Monats samstags und sonntags geöffnet. Auf der zweiten Hälfte der Route entdeckst du immer wieder Schilder, die die Geschichte, Geologie und Natur der Region erläutern.

Der Mariaweg (Marialeden): Pilgerweg mitten in Uppland

Auf dem 80 km langen Pilgerpfad Marialeden kommst du an geschichtsträchtigen Orten vorbei. Auf der Strecke von Uppsala nach Tegelsmora passiert der Weg insgesamt elf Kirchen aus dem Mittelalter. Er beginnt am gotischen Dom von Uppsala und folgt dem Fluss Fyris aus der Stadt hinaus. Nach sechs Kilometern erreichst du Alt-Uppsala (Gamla Uppsala), wo die Stadt vor fast tausend Jahren als religiöses Zentrum ihren Anfang nahm. Dort erwartet dich eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert, außerdem kannst du über die drei imposanten Grabhügel aus dem 6. Jahrhundert klettern. Diese erste Etappe und auch der Rest des Weges sind für die meisten zu bewältigen. Es geht durch eine überwiegend flache Landschaft, und unterwegs findet man immer wieder Restaurants und Unterkünfte.

Der Wikingerweg (Vikingaleden): Pilgerwanderung in Mittelschweden

Der Pilgerweg St. Olofs Sjöled folgt der Spur der frühen Nordländer von Åbo in Finnland ins norwegische Trondheim – über insgesamt 1.200 Kilometer. Es ist der erste Pilgerweg, der auch über Wasser geht. Vor kurzem wurde eine neue Teilstrecke eröffnet: der etwa 60 km lange „Wikingerweg“ in Mittelschweden, vom Fischerdorf Grisslehamn nach Gimo. Er führt dich durch eine malerische Landschaft in Küstennähe sowie an Orte von historischer Bedeutung. Die Unterkünfte am Weg reichen von einfach bis gehoben. Vor dem Start kannst du im Wellnesshotel Havsbaden in Grisslehamn Energie tanken. Auch das Ateliermuseum des Künstlers Albert Engström solltest du nicht verpassen. Die Autofahrt von Uppsala nach Grisslehamn dauert eine reichliche Stunde; mit Bus und Bahn sind es zwei bis drei Stunden. Von Gimo kommst du in einer Stunde nach Uppsala zurück.

Der Roslagsweg (Roslagsleden): durch die Küstenregion nördlich von Stockholm

Der Roslagsleden verknüpft die kulturellen und natürlichen Highlights des Landstrichs Roslagen bei Uppsala. Der 190 km lange Fernweg mit elf Etappen beginnt im Stockholmer Vorort Danderyd und endet im Fischerdorf Grisslehamn. Es geht durch ländliche Gebiete, am felsigen Ostseeufer entlang und durch Wälder voller kleiner Seen. Runensteine und Eisenhütten zeugen von der langen Besiedlungsgeschichte des Küstenstreifens. Weil man über Waldwege wandert und dazu feste Schuhe braucht, wird der Weg als mittelschwer eingestuft. An der Strecke findest du Lokale zum Essen und Übernachten, zum Beispiel das charmante Restaurant Wira. Den Ausgangspunkt in Stockholm erreichst du mit U-Bahn und Bus. Zwischen Stockholm und Åkersberga verkehrt der Regionalzug Roslagsbanan, und von Norrtälje fährt ein Direktbus zurück in die Hauptstadt.

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Wandern auf den Linnaeus-Wegen, Uppsala

Wandern im Wald auf den Linnaeus Wegen, Linnéstigarna, in Uppsala.

Foto: Gustav Dalesjö

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Wandern auf den Linnaeus-Wegen, Uppsala

Foto: Gustav Dalesjö

Wandern auf dem Wanderweg Uppland

Foto: Gustav Dalesjö

Wandern auf dem Uppland Wanderweg

Foto: Gustav Dalesjö

Wandern auf dem Roslagsleden

Foto: Bosse Lind

Wandern auf dem Roslagsleden

Foto: Bosse Lind

Wandern in Nordschweden: Pilgerweg und Hohe Küste


Der Olavsweg (St. Olavsleden): tausend Jahre Pilgergeschichte

Der Pilgerweg St. Olavsleden erinnert an den norwegischen König Olav Haraldsson, der im 11. Jahrhundert lebte und regierte. Der 580 km lange Pfad ist der nördlichste Pilgerweg der Welt. Er startet am Pilgerzentrum Selånger bei Sundsvall an der schwedischen Ostküste, führt quer durch Nordschweden, überquert die norwegische Grenze und endet am Nidarosdom in Trondheim. Der Weg verläuft durch unberührte Natur, die zwischen Küstenlandschaft, Wäldern und Gebirgen changiert. Je weiter du ins nordschwedische Hinterland vordringen möchtest, desto bessere Wanderausrüstung ist erforderlich. An der Strecke liegen Siedlungen der Samen und hübsche Dörfer, unter anderem Mordviken und Revsund, sowie die Stadt Östersund. Wer nicht den ganzen Weg gehen will, kann dank guter Anbindungen an Bus und Bahn beliebig abkürzen. Vor allem die erste Hälfte zwischen Sundsvall und Östersund lässt sich leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln kombinieren.

Der Hochküstenweg (Höga Kustenleden): eine Woche unterwegs im UNESCO-Weltnaturerbe

Der 130 km lange Hochküstenweg führt durch das UNESCO-Weltnaturerbe Höga Kusten. Er startet an der Hochküstenbrücke, etwa 80 km nördlich von Sundsvall bzw. 450 km nördlich von Stockholm, und schlängelt sich an der Küste entlang durch den Landstrich Nordingrå. Die Landschaft ist geprägt von 10.000 Jahren Landhebung: Die letzte Eiszeit hatte die Felsmassen nach unten gedrückt, und seit dem Abschmelzen steigen sie stetig weiter aus dem Meer. Der Wanderweg besteht aus 13 abwechslungsreichen Etappen, wobei man mit etwas Training auch zwei pro Tag schafft. An der Strecke liegen kulturelle Sehenswürdigkeiten wie das Freilichtmuseum Mannaminne sowie zahlreiche Restaurants und Unterkünfte. Wenn du dich herausfordern möchtest, kannst du einen Crosslauf mitmachen, zum Beispiel den Höga Kusten Trail im Herbst (Anmeldung ab Ende Februar).

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Wandern auf dem St. Olavsleden

Der 580 km lange Pilgerweg St. Olavsleden führt von Selånger in Schweden nach Trondheim in Norwegen.

Foto: Nils Jakobsson, Bildbyrån

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Wandern auf dem St. Olavsleden

Foto: Nils Jakobsson, Bildbyrån

Wandern auf dem St. Olavsleden

Foto: Nils Jakobsson, Bildbyrån

Wandern auf dem Hohe-Küsten-Weg

Foto: Peder Sundström

Nationalpark Skuleskogen

Foto: Michael Engman

Schwedisch Lappland: Nordschweden für Wanderprofis


Der Solanderweg (Solanderleden): Wandern entlang der Küste von Nordschweden

Der Weg ist nach Daniel Solander benannt, einem schwedischen Naturforscher und Schützling des Botanikers Carl von Linné. Über 220 km führt er von Kallax bei Luleå nach Jävre bei Piteå, wo Solander 1733 geboren wurde. Die Strecke des Solanderwegs ist mittelschwer, und die moderate Anstrengung wird mit dem Blick auf die Ostsee belohnt.

Der Königsweg (Kungsleden): Wanderklassiker in Nordschweden

Wenn im Sommer die Sonne über Nordschweden monatelang nicht untergeht, kannst du auch nachts wandern gehen und so deinen Urlaub in dieser besonderen Natur bis ins Letzte auskosten. Ein Klassiker ist der weltberühmte Kungsleden (Königsweg), der über 400 unvergleichliche Kilometer gen Süden nach Hemavan führt. Er startet im Nationalpark Abisko, wo du einen Panoramablick über den Canyon und den See Torneträsk genießt. Die Herberge des Wandervereins STF namens Abisko Turiststation sowie das Hotel Abisko Mountain Lodge heißen Gäste aus aller Welt willkommen.

Der Kebnekaise: Wer besteigt Schwedens höchsten Berg?

Viele Schwedenfans haben eine Besteigung des Kebnekaise auf ihrer Wunschliste stehen. Wer aus 2.106 Metern Höhe über Lappland blicken will, muss insgesamt 18 Kilometer zurücklegen – so lang ist der Rundweg auf den Gipfel und wieder runter. Im Hochsommer ist das Unterfangen am sichersten, denn dann sind die Wegweiser frei von Schnee und gut sichtbar. Das Wetter ist dann aber immer noch wechselhaft, und in den höheren Gefilden kann auch im Sommer Schnee liegen. Der Wanderverein STF unterhält Schutzhütten entlang der Route, außerdem gibt es die komplett ausgerüstete Herberge Kebnekaise Fjällstation mit Restaurant und 200 Betten.

Der Fjällräven Classic: jährliches Wanderevent in Schwedisch Lappland

Das Outdoor-Unternehmen Fjällräven organisiert sein Wanderevent Fjällräven Classic in acht Ländern. Das Original mit der längsten Route findet im Spätsommer in Schwedisch Lappland statt. Über 110 km geht es von Nikkaluokta (ca. 45 km westlich von Kiruna) durch urschwedische Wildnis über den Kebnekaise und bis nach Abisko. Die Teilnehmer brauchen dafür drei bis sieben Tage. Wildes Zelten ist fast überall gestattet, nur nicht auf der siebten und letzten Etappe im Nationalpark Abisko. Am Weg stehen auch Hütten, die man im Voraus über den Wanderverein STF bucht.

Mit Huskies Gassi gehen

Das Unternehmen Husky Home lädt dich im Herbst zu einem besonderen Hundespaziergang ein, bei dem du mit einem Rudel Huskys auf einen zugefrorenen Fluss oder See unterwegs bist. Gleichzeitig hoffst du auf die Nordlichter. Die natürliche Lichtershow kann zwar nicht garantiert werden, aber die Hunde versprechen auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis. Der Stall liegt in Laukkuluspa westlich von Kiruna und ist mit dem Zug erreichbar.

Auch das Camp Ripan in Kiruna hat Nordlichtjagden mit Huskies im Angebot.

Schneeschuhwandern & Nordlichter gucken

Wandern in Nordschweden kann verschiedene Formen annehmen. Schnall dir im Winter ein Paar Schneeschuhe an und erkunde die einmalige Umgebung mit knirschenden Schritten – so lernst du Lappland und seine Natur auf entschleunigte Weise kennen.

Die Aurora Sky Station in Abisko ist einer der besten Orte der Welt, um das Nordlicht zu erleben. Das ist sogar wissenschaftlich belegt. Die ersten 900 Meter überwindest du mit einem Lift, und von der Station kannst du 250 Meter weiter auf den Gipfel des Berges Nuolja wandern. Dieses faszinierende Reiseziel ganz im Norden von Schweden kannst du mit dem Nachtzug von Stockholm aus erreichen.

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Wandern in Arjeplog

Wandern in den Bergen in Arjeplog, Schwedisch Lappland

Foto: Ted Logart/Swedish Lapland

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Wandern in Arjeplog

Foto: Ted Logart/Swedish Lapland

Aurora Sky Station

Foto: Ted Logart/Swedish Lapland

Nordlichter über der Villa Niehku Mountain

Foto: Swedish Lapland

Wandern in Schwedisch Lappland

Foto: Lucas Nilsson

Wandern auf den Kebnekaise, Schwedisch Lappland

Foto: Mats Hagwall/Unsplash