Direkt zum Hauptinhalt gehen
Unsere anderen Seiten:

Wir verwenden Cookies, um sicherzustellen, dass wir auf unserer Website das beste Erlebnis und zusätzliche Funktionen bereitstellen. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit ändern. Lies unsere Cookie-Richtlinie.

Dalapferde
Das Dalapferd ist das meistgekaufte schwedische Souvenir. Es ist ein stilisiertes Holzpferd, das am häufigsten in Rot mit einer typischen Volkskunstdekoration namens Kurbits vorkommt. Das Dalapferd wird seit dem 17. Jahrhundert in Dalarna hergestellt und wird noch heute hauptsächlich in einem Dorf namens Nunäs außerhalb von Mora in Dalarna hergestellt.
Fotonachweis: Amanda Westerbom/imagebank.sweden.se

Schwedisches Kunsthandwerk fĂĽr Liebhaber

Wer im Urlaub nach einem ausgefallenen Souvenir aus Schweden sucht, ist mit Handwerk und Kleinkunst gut beraten. Die handgefertigten Schätze reichen von traditionell bis modern, symbolisieren ihre Region und sind meistens umweltfreundlich hergestellt.

Schweden hat eine handwerkliche Tradition, die Jahrhunderte zurĂĽckreicht. Bemalte Holzarbeiten, samische Stickereien, Decken aus Schaffell und moderner Schmuck sind nur vier Beispiele fĂĽr die riesige Auswahl, die KĂĽnstler in den zwei Dutzend Regionen hervorbringen. Auf der Suche nach schwedischen Souvenirs ist fĂĽr jeden Geschmack etwas dabei. Hier findest du ein paar Beispiele von Lappland im Norden bis Gotland im SĂĽden. Die meisten nehmen auch Bestellungen aus dem Ausland entgegen.

Duodji: samisches Kunsthandwerk aus Lappland

„Duodji“ ist die Sammelbezeichnung für Handwerk nach samischer Tradition. In Nordschweden findest du Produkte in den größeren Orten. Eine gute Adresse ist das 1980 gegründete Geschäft Risfjells Sameslöjd in Vilhelmina, das Textilwaren, Holzarbeiten, Schmuck und praktisches Werkzeug führt. Das Ehepaar Doris und Sven-Åke Risfjell fertigt die meisten Stücke selbst in der dazugehörigen Werkstatt. Die Samen, die Ureinwohner Nordeuropas, verwenden fast ausschließlich Naturmaterialien – man denke an Birkenholz, Rinde, Rentierleder und Horn. Armbänder und Taschen aus Leder mit Zinnstickerei sind klassische Souvenirs aus Schwedisch Lappland. Außerdem findest du hier dekorative Messer mit aufwendig geschnitzten Horngriffen und andere praktische Gegenstände. Die Duodji-Artikel von Risfjells sind im Geschäft und auch über den Onlineshop erhältlich.

1 / 3

Armbänder der Samen

Armbänder der Samen aus Rentier-Leder, Silber und Rentierhorn sind außergewöhnlich, aber dezent.

Foto: Pernilla Ahlsén/imagebank.sweden.se

/ 3

Armbänder der Samen

Foto: Pernilla Ahlsén/imagebank.sweden.se

Samisches Kunsthandwerk

Foto: Jessica Lindgren/imagebank.sweden.se

Kunsthandwerk der Samen

Foto: Sanne Brännström/Swedish Lapland

A New Sweden: Wollbekleidung aus Norrbotten

Die Slow-Fashion-Marke A New Sweden steht für Sachen aus wiedergewonnener Wolle. Ein Klassiker in der überschaubaren Kollektion ist der grau melierte Schlauchschal aus 100 % schwedischer Jämtland-Wolle. Sein Aussehen erhält er nicht etwa durch Färben, sondern durch die Mischung aus weißen und schwarzen Fäden. Die meisten Hersteller entsorgen schwarze Wolle, aber bei A New Sweden kommt keine wärmende Faser weg. Das Label wurde 2017 von Lisa Bergstrand gegründet, die aus der Region Norrbotten stammt und ihre Lehr- und Wanderjahre in renommierten Modehäusern wie Saint Laurent und Celine verbrachte. Im Gegensatz zur gängigen Praxis in der Modewelt werden die Produkte in Schweden aus schwedischen Materialien (meist Wolle) handgefertigt und einzeln herausgebracht. Alle Artikel sind frei von Chemikalien und Plastik und damit biologisch abbaubar. Sie sind über den Onlineshop sowie bei ausgewählten Händlern erhältlich, unter anderem in den Conceptstores Grandpa in Stockholm, Manér in Malmö und Göteborg Manufaktur in Göteborg.

Fjällform aus Östersund: Tassen für Tierfreunde

Im Bergdorf Västeråsen bei Östersund hat das kleine Unternehmen Fjällform seine Werkstatt. Bekannt ist es für seine originellen Keramiktassen, die mit Tatzenabdrücken von wilden Tieren aus der Region Jämtland verziert sind. Wer sich für das Modell „Polarfuchs“ entscheidet, leistet außerdem einen Beitrag für die nordische Fauna: Ein paar Euro werden gespendet, um das Aussterben dieser niedlichen Tierart zu verhindern. Fjällform vertreibt seine Produkte über einen eigenen Onlineshop und verschiedene schwedische Handwerksläden, darunter Gaupa Hantverk in Östersund.

Der Klassiker: Holzpferdchen aus Dalarna

Wie kaum ein anderes Kulturprodukt symbolisiert das Dalapferd (Dalahäst) das Land Schweden und seine Handwerksbräuche. Die Tradition ist etwa 400 Jahre alt, und ursprünglich dienten die stilisierten Pferde als Spielzeug. Sie werden bis heute von Hand geschnitzt, in (meistens rote) Farbe getaucht und mit dem filigranen „Kurbits“-Muster bemalt. Das Original stammt aus der Region Dalarna und wird unter anderem in der 1928 gegründeten Werkstatt Nils Olsson im Dorf Nusnäs bei Mora gefertigt. Dort kannst du Handwerkern über die Schulter schauen, dich selbst im Schnitzen und Bemalen versuchen und im prall gefüllten Laden Dalapferde in allen erdenklichen Größen und Designs erwerben. Der bunte Stall von Nils Olsson ist auch über die Webseite einseh- und bestellbar. Eine weitere gute Adresse für schwedisches Handwerk ist der Onlineshop Dalarna Design.

1 / 4

100% schwedische Jämtland-Wolle von A New Sweden

Halswärmende Wolle und Sweatshirt von A New Sweden.

Foto: Niklas Bergstrand

/ 4

100% schwedische Jämtland-Wolle von A New Sweden

Foto: Niklas Bergstrand

Kunstandwerk von Fjällform

Foto: Leif Silversund

Kunsthandwerk von Fjällform

Foto: Leif Silversund

Dalapferde

Foto: Amanda Westerbom/imagebank.sweden.se

Einmalige Souvenirs: Silberschmuck aus Falun

Die Künstlerin und Silberschmiedin Karin Ferner kreiert seit Jahrzehnten auffälligen Schmuck. Sie ist ebenfalls in Dalarna zu Hause, genauer gesagt in der UNESCO-Welterbestadt Falun, im historischen Viertel mit roten Holzhäusern. Dort hat sie ihre Werkstatt, wo kunstvoller Schmuck entsteht, den sogar Museen ausstellen. Karin Ferner verfolgt einen nachhaltigen Ansatz und nimmt sich kreative Freiheit beim Mixen verschiedener Stile. Sie verwertet ausgediente Textilien und kombiniert sie mit recyceltem Silber zu verspielten Designs. Ihre Unikate sind beispielsweise im Shop des Nordiska Museet in Stockholm sowie im Heimatmuseum Dalarna in Falun und bei Sätergläntan in Insjön erhältlich.

Schmuck von Endangered: Tierschutz in Silber und Gold

Die Stockholmer Schmuckmarke Endangered wurde 2019 gegründet, um zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten in aller Welt beizutragen. Affen, Schildkröten, Elefanten und Seesterne sowie Korallen und die Bewohner des Regenwalds finden sich im Sortiment als Anhänger, Ohrschmuck und Ringe in Gold und Silber wieder. Ein Fünftel des Erlöses wird an ausgewählte Tierschutzorganisationen gespendet. Auch bei der Materialwahl strebt man nach Nachhaltigkeit und gibt recyceltem Silber und 18-karätigem Gold den Vorzug. Die Stücke werden in Stockholm von der Gründerin Therese Maurin – einer Schmuckdesignerin mit einer beachtlichen Marketingkarriere – entworfen und von Kunsthandwerkern im balinesischen Dorf Celuk gefertigt. Die gesamte Kollektion ist im Onlineshop erhältlich.

1 / 5

Kunsthandwerk von Karin Ferner

Rosenschmuck der KĂĽnstlerin und Silberschmiedin Karin Ferner.

Foto: Ingela Sannesjö

/ 5

Kunsthandwerk von Karin Ferner

Foto: Ingela Sannesjö

Kunsthandwerk von Karin Ferner

Foto: Ingela Sannesjö

Schmuck von Endangered

Foto: Daniela Spiroska

Schmuck von Endangered

Foto: Louise Bahrton

Schmuck von Endangered

Foto: Louise Bahrton

Handgefertigte Schuhe und Pantoffeln aus Mittelschweden

Das Schuhindustriemuseum (Skoindustrimuseet) in Kumla bei Örebro vereint Aus- und Herstellung unter einem Dach. Das Museum erzählt die Geschichte des Ortes als Zentrum der schwedischen Schuhherstellung und zeigt Fußbekleidung vom Mittelalter bis zur Gegenwart sowie historisches Schuhmacherwerkzeug. Nebenan entstehen seit 1986 neue Kreationen in Handarbeit, insbesondere einfarbige Schnürschuhe und Pantoffeln. Diese sind im Geschäft zu günstigen Preisen erhältlich. Um sicherzugehen, dass das Modell deiner Wahl in der richtigen Größe und Farbe auf Lager ist, kannst du im Voraus eine Bestellung aufgeben. Die Schuhe werden auf Wunsch auch verschickt.

Kerzen und Wollprodukte von der Insel Gotland

Das Unternehmen „Lamm und Biene“ (Lamm & Bi) arbeitet mit zwei typisch gotländischen Tierarten. Der familiengeführte Bauernhof in Romakloster (in der Mitte der Insel) hat eine große Herde Gute-Schafe, und Besitzerin Annette Bonnevier – seit ihrer Kindheit eine leidenschaftliche Näherin – macht aus der grau glänzenden, unbehandelten Wolle Kissen, Hüte, Schals, Teddys und vieles mehr. Außerdem gibt es Honig und Bienenwachskerzen. Die mit Liebe hergestellten Produkte können im Hofladen gekauft sowie telefonisch oder über die Website bestellt werden. Außerdem hat das Geschäft Kvinnfolki in der Inselhauptstadt Visby Erzeugnisse von Lamm & Bi im Sortiment und daneben viele andere Waren von lokalen Kunsthandwerkerinnen.

1 / 2

Schuhindustrie-Museum in Kumla

Lederpantoffeln vom Schuhindustrie-Museum ("Skoindustrimuseet") in Kumla.

Foto: Skoindustrimuseet

/ 2

Schuhindustrie-Museum in Kumla

Foto: Skoindustrimuseet

Handwerk von Lamm & Bi

Foto: Lamm&Bi