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Jemand steht mit seiner Kamera auf einem verschneiten Hügel unter Nordlichtern, wo der Himmel seine Farbe von Blau über Gelb, Lila und Rosa bis hin zu einem leuchtenden Grün wechselt.
Nordlichter über Abisko
Die Nordlichter, Aurora Borealis, sind natürliche Farbveränderungen am Himmel, die durch die Nähe zum Polarkreis und zum magnetischen Nordpol entstehen.
Fotonachweis: Göran Strand/imagebank.sweden.se

So fotografierst du das flüchtige Nordlicht

Das Nordlicht fasziniert die Menschen schon seit der Antike und steht auch heute noch bei vielen Reisenden ganz oben auf der Bucket-Liste. Lass dir ruhig von Experten helfen, um deine Chance zu erhöhen, dieses surreale Naturschauspiel zu beobachten. Hier findest du fünf außergewöhnliche Nordlichttouren sowie einige Tipps und Tricks, wie du das Nordlicht mit der Kamera festhalten kannst.

Jeden Winter reisen Besucher in den Norden Schwedens, in der Hoffnung, eines der faszinierendsten Naturschauspieler der Erde zu erleben: die Aurora Borealis. Von September bis Ende März, manchmal sogar bis in den frühen April hinein, ziehen Schleier aus grünem, rotem und violettem Licht über den nächtlichen Himmel. In seltenen Fällen sind die Polarlichter so intensiv, dass sie sogar ein leises Knistern vernehmen lassen.

So wunderschön die Nordlichter sind, so unberechenbar sind sie auch. Die Wahl des richtigen Ortes und des richtigen Zeitpunkts sind daher entscheidend. Die Chancen steigen erheblich, wenn du dich von einem erfahrenen Guide begleiten lässt, der die Bedingungen vor Ort genau kennt.

Hier sind fünf Nordlicht-Touren, die sowohl für Feinschmecker als auch für Tierliebhaber und Action-Fans wie geschaffen sind.

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Winterhütte

Das Icehotel in Jukkasjärvi organisiert Ausritte, bei denen ihr auf der Suche nach den Nordlichtern durch die Winterlandschaft reitet.

Foto: Asaf Kliger/imagebank.sweden.se

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Winterhütte

Winterhütte

Foto: Asaf Kliger/imagebank.sweden.se

Die Nordlichter am Himmel spiegeln sich im Wasser darunter. Eine Stadt ist von weitem zu sehen.

Polarlichter

Foto: David Schreiner/Folio/imagebank.sweden.se

Zwei Menschen stehen im tiefen Schnee und blicken zu den grünen Nordlichtern über einem verschneiten Wald in Schwedisch-Lappland hinauf.

Nordlichter in der arktischen Region Schwedens

Foto: Asaf Kliger/Swedish Lapland

5 außergewöhnliche Nordlichttouren

Hundeschlittentour

Stell dir vor, du fährst mit einem von Huskys gezogenen Schlitten durch eine zauberhafte Winterlandschaft und siehst das Nordlicht am Himmel tanzen. Klingt wie zwei magische Momente auf einmal, nicht wahr? Kiruna Husky bietet Nordlichttouren an, bei denen du lernst, wie man die Hunde behandelt und anspannt, bevor es zusammen mit einem Guide hinausgeht in die arktische Nacht. Nach der Tour kannst du dich im nordischen Tipi von Kiruna Husky am offenen Feuer wärmen und dabei eine traditionelle schwedische ‘Fika‘ genießen.

Fototour

Die flüchtige Aurora Borealis ist schwer zu sehen und noch schwieriger mit der Kamera einzufangen. Eine Fototour mit Lights of Lapland verschafft dir lebenslange Erinnerungen. Mit Guides, die Profi-Fotografen sind, und mit voreingestellten Kameras führt die Tour in den Nationalpark Abisko. Warme Anzüge, heiße Getränke und das ganze Kamera-Equipment sind bei diesem ultimativen Nordlicht-Fotoabenteuer inklusive. Für Fotobegeisterte jeden Niveaus geeignet. Ein Foto von deinem Nordlicht-Erlebnis ist ein großartiges Souvenir, das du zu Hause zeigen kannst.

Tour auf Pferden

Verstärke deine Jagd auf das Nordlicht, indem du auf einem Islandpferd durch die verschneiten Wälder rund um Schwedens höchste Gebirgskette reitest. Die berühmte Pferdetour von Icehotel unter dem Nordlicht ist ein ruhiger Ausflug. Bevor du zur Jagd auf das Nordlicht aufbrichst, kannst du einen gemütlichen Moment im Stall verbringen und dein Pferd für den Abend vorbereiten. Die Tour endet mit einem Abendessen aus lokalen Produkten, das in einer traditionellen samischen Hütte serviert wird.

Schneemobiltour

Für Adrenalinsüchtige findet die Nordlichtjagd selbstverständlich auf einem Schneemobil statt. Mit den abenteuerlichen ‘Aurora Tour‘-Schneemobilen von Kiruna Sleddog Tour erlebst du die arktische Landschaft auf die spaßige und rasante Art. Wenn du keine Lust hast, selbst zu fahren, kannst du auch auf den Rücksitz Platz nehmen und den Himmel im Blick behalten. Während der Tour gibt es eine Pause in einem samischen Zelt. Dort macht ihr ein Feuer, genießt eine selbstgemachte ‘Fika‘ und erhascht hoffentlich auch einen Blick auf die tanzenden grünen Streifen am Himmel.

Kulinarische Nordlicht-Tour

Begleite Stejk Street Food auf einer Nordlicht-Tour in kleiner Gruppe ab Kiruna und verbinde die Polarlicht-Jagd mit einem Abendessen in einem beheizten Lavvu. Dein lokaler Guide wählt die Route spontan passend zum Wetter, der Wolkendecke und der Polarlicht-Aktivität des Abends aus, um mit dir den klarsten Himmel zu finden. Nach dem Essen geht die Jagd weiter – natürlich mit Zwischenstopps, sobald die Bedingungen vielversprechend sind. Den Abend rundest du mit einer schwedischen Fika ab, während du den Blick fest gen Himmel gerichtet hältst.

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Auf der Jagd nach Nordlichtern

Das Polarlicht, Nordlicht oder Aurora Borealis ist ein natürliches Lichtschauspiel, das in den Wintermonaten in Nordschweden häufig vorkommt. Diese bunten Lichtbänder erscheinen, wenn Sonnenpartikel mit Gasen in der Erdatmosphäre kollidieren. Nach starken Eruptionen auf der Sonne reichen die Lichter weiter nach Süden.

Foto: Jann Lipka/imagbeank.sweden.se

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Nordlichter über einer Stadtlandschaft mit Fotografen, die aufgereiht stehen, um ein Foto zu machen.

Auf der Jagd nach Nordlichtern

Foto: Jann Lipka/imagbeank.sweden.se

Nordlichter über Schweden. Eine Person übernachtet in einem Zelt.

Nordlichter in Nordschweden

Foto: Hjalmar Andersson/imagebank.sweden.se

Ein Mann fährt mit dem Auto durch eine Landschaft mit Nordlichtern, aufgenommen aus dem Inneren des Autos.

Nordlichter in Nordschweden

Foto: Per Lundström/Imagebank.sweden.se

So fotografierst du das Nordlicht

Du hast deine Lieblingsstelle gefunden, nach dem Wetter geschaut und dich warm angezogen. Super, dann stellt sich nun die Frage, wie man das Nordlicht am besten mit der Kamera einfängt? Das kann eine Herausforderung sein, denn es ist nicht nur dunkel, sondern auch kalt. Außerdem ist dieses Naturschauspiel oft ziemlich unberechenbar. Hier sind ein paar Tipps und Tricks, mit denen du deine Chancen erhöhst, gute Bilder vom Nordlicht zu bekommen.

  • Handschuhe: Zieh zwei Paar Handschuhe an – ein dickes, das die Hände warm hält, und ein dünneres, sodass du dein Telefon oder deine Kamera bedienen kannst, ohne die Handschuhe auszuziehen.
  • Stativ: Bei einer langen Belichtungszeit musst du deine Kamera ruhig halten, sonst bekommst du unscharfe Bilder. Benutze ein Stativ oder stell deine Kamera auf eine feste Oberfläche, etwa auf einen Felsen oder ein Auto.
  • Fernauslöser: Verwende beim Fotografieren den Timer oder einen Fernauslöser, um das Risiko unscharfer Bilder weiter zu reduzieren.
  • Kondenswasser: Achte auf Kondenswasser auf dem Objektiv, wenn du aus der Wärme (etwa aus einem Auto oder Haus) nach draußen in die Kälte gehst. Tipp: Verstaue die Kamera in einem wasserdichten Beutel, bevor du sie in die kalte Kameratasche steckst. Wenn du nur für kurze Zeit nach drinnen gehst, haben die Kamera und der Beutel nicht genug Zeit, um sich zu erwärmen.
  • Zusatzakku: Nichts lässt Akkus so schnell leer werden wie Kälte. Trage einen Zusatzakku an einer warmen Stelle bei dir, zum Beispiel dicht am Körper.

Kamera-Einstellung für dein Nordlicht-Schnappschuss

Die optimalen Einstellung ist bei jeder Kamera etwas anders und auch immer abhängig von Zeit und Ort der Nordlichtbeobachtung. Ein Patentrezept gibt es daher also nicht. Jedoch gibt es einige Dinge die du beachten kannst.

  • RAW: Fotografiere im RAW-Dateiformat, das verschafft dir die größte Flexibilität bei der Nachbearbeitung.
  • ISO: Verwende eine hohe ISO, damit deine Fotos mehr Licht bekommen. Beginne bei 800 – wenn es sehr dunkel ist, musst du eventuell hoch auf 1600 oder 3200 gehen.
  • Verschlusszeit: Eine längere Verschlusszeit sorgt auch für mehr Helligkeit in deinem Bild. Allgemein werden 10 bis 30 Sekunden empfohlen. Wenn sich das Nordlicht schnell bewegt, kann eine lange Verschlusszeit dazu führen, dass das Bild unscharf wird. Wähle in diesem Fall eine höhere ISO, um die Verschlusszeit zu verkürzen.
  • Blende: Die Blendenzahl sollte so gering wie möglich sein – am besten 1.4 , 2.0 oder 2.8, wenn deine Kamera dies zulässt.
  • Fokus: Stelle auf manuellen Fokus um und fokussiere möglichst auf einen hellen Stern oder den Mond. Nutze dazu am besten den Live-View mit digitalem Zoom, um die Schärfe präzise zu kontrollieren. Alternativ kannst du den Fokus auf 'Unendlich' (∞) einstellen. Wichtig: Verlass dich nicht blind auf diese Markierung oder den Anschlag; moderne Objektive lassen sich wegen der arktischen Kälte absichtlich über den Schärfepunkt hinausdrehen, wodurch das Bild unscharf wird.
  • Möchtest du einen Zeitraffer erstellen? Dann regele auch den Weißabgleich manuell, sodass alle Bilder denselben Weißabgleich haben.

Wenn dir das schwerfällt: Viele Touren werden von Fotografen durchgeführt, die dir mit der optimalen Einstellung vor Ort helfen können.

Smartphone-Einstellung für dein Nordlichtfoto

Ein Schnappschuss mit dem Handy wird zwar nie so gut sein wie ein Kamerafoto, aber wenn du ein paar Dinge beachtest, verbessern sich deine Chancen auf ein optimales Bild. Die meisten Smartphones bieten einen Nachtmodus; nutze diese Funktion. Schalte das Blitzlicht aus und wähle einen manuellen Fokus. Denke daran, ein Stativ und eine oder zwei Powerbanks mitzunehmen.

Viel Glück bei deiner Nordlicht-Jagd!