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Stockholm aus der Vogelperspektive
Stockholm von oben mit den Inseln Djurgården (vorne), Skeppsholmen und Gamla stan
Fotonachweis: Henrik Trygg/mediabank.visitstockholm.com

Stockholm

Stockholm ist als einladende Metropole bekannt, die jeden begrüßt, so wie er ist. Die moderne urbane Kultur der schwedischen Hauptstadt steht im Einklang mit jahrhundertealter Geschichte und Liebe zur Natur. Besuchern bietet Stockholm Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle.

Wenn man bedenkt, dass sich die Stadt über 14 Ostseeinseln erstreckt und mehr als 50 Brücken hat, versteht man den Spitznamen „Venedig des Nordens“: Immer wieder schweift der Blick über das Wasser. 

Durch die Lage im Norden und an Schwedens Ostküste durchläuft Stockholm vier ausgeprägte Jahreszeiten. Im Sommer wird’s warm - manchmal sogar heiß - und nachts nur kurz dunkel. Die Winter changieren zwischen mild-verregnet und eisig-verschneit. Im Herbst verfärben sich die Stadtparks für ein paar Wochen ganz spektakulär, und den Frühling begrüßen die Einheimischen, indem sie sich in Decken wickeln und in Restaurants und Cafés im Freien einen Drink genießen. 

Durch die Verteilung auf mehrere Inseln haben die Stadtteile jeweils einen ganz eigenen Charakter. Das Herz bildet die Altstadtinsel Gamla Stan mit dem Schloss, krummen Gassen und jahrhundertealten Bauten in Rot und Orange. Nördlich davon liegt die moderne Innenstadt Norrmalm, kurz „City“ genannt, mit Geschäften, Büros und trendigen Restaurants. Die südliche Insel Södermalm ist das ganze Gegenteil davon: Hier ballt sich Stockholms kreative Szene, vor allem im Kultviertel SoFo. Und der altehrwürdige Stadtteil Östermalm bietet mit seinen Stadtpalästen und Promenaden einen eleganten Anblick. 

Stockholm wurde um 1252 vom schwedischen Regenten Birger Jarl als Handelsstützpunkt der Hanse gegründet und wuchs in den folgenden Jahrzehnten schnell heran: Bereits um 1300 war Stockholm Schwedens größte Stadt und diente als politisches Zentrum und königliche Residenz. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie mehrfach belagert. König Gustav Vasa wird bis heute als Kultfigur gefeiert, weil er Stockholm 1523 aus dem Griff des dänischen Königs zurückeroberte und Schweden dadurch aus der Kalmarer Union der drei skandinavischen Länder löste.

Heute ist Stockholm eine tolerante, integrative Gesellschaft, die alle willkommen heißt. Das Festival Stockholm Pride, das größte seiner Art in Nordeuropa, zieht jeden Sommer Zehntausende LGBTQ-Besucher aus der ganzen Welt an. 

Stockholm ist auch eine zukunftsorientierte Stadt mit unzähligen Start-ups und einer wachsenden Community für technische Neuheiten. Nur das Silicon Valley kann mit der Dichte an aufstrebenden Unternehmen mithalten. Die schwedische Hauptstadt hat viele Innovationen von internationaler Bedeutung hervorgebracht, unter anderem den Streamingdienst Spotify, der seinen Sitz noch immer in Stockholm hat.

Stockholms Vergnügungspark

Ein Blick auf den Vergnügungspark Gröna Lund (grüner Hain auf Deutsch) von der Südseite Stockholms direkt am Wasser. Gröna Lund ist auch als Veranstaltungsort für Sommerkonzerte bekannt. Seine Wurzeln stammen aus den 1880er Jahren und er ist damit Schwedens ältester Vergnügungspark.

Foto: Werner Nystrand/Folio/imagebank.sweden.se

Lerne den Stockholmer Stil in Designläden kennen

Schweden ist international bekannt für seine Kreativität, vor allem in Sachen Musik, Mode und Design. Zu den Stockholmer Sehenswürdigkeiten zählen deswegen auch die vielen Designshops, in denen du Möbelklassiker von renommierten Designern sowie Keramik und Textilien von aufstrebenden Kunsthandwerkern findest. Designfans sollten in Stockholm zuerst die legendären Geschäfte Svenskt Tenn und Malmstenbutiken aufsuchen. Wie günstig, dass sie gleich nebeneinanderliegen, nämlich auf dem prachtvollen Strandvägen. 

FabLab bildet einen Kontrast zu den traditionsreichen Möbelhäusern mit ihrer harmonischen Farbwahl und Formsprache: Dieser hippe Concept Store auf Södermalm gehört dem Stylisten Johan Svensson, der ausgefallene Wohnaccessoires, Möbelstücke, Kunstbücher, Düfte, Kosmetik und Schreibwaren von schwedischen und internationalen Marken zusammenträgt, darunter Seletti, Miller Harris und Min New York. Hier findest du die ultimativen Mitbringsel! 

Auf der Shoppingmeile Drottninggatan im Zentrum von Stockholm spürst du aktuelle Modetrends auf. Neben Kaufhäusern und bekannten Marken gibt‘s auch Outlets von schwedischen Labels und überraschend gut sortierte Second-Hand-Läden. Zwischen die Geschäfte sind reichlich Cafés und Restaurants gestreut, in denen du die Einkaufstaschen abstellen und Energie tanken kannst. 

Die Götgatan auf der Insel Södermalm ist eine weitere beliebte Einkaufsstraße, vor allem der nördliche Teil: eine Fußgängerzone, gesäumt von trendigen Läden und Bars. Wenn du auf Södermalm der Straße Hornsgatan folgst, kommst du zu weiteren, weniger bekannten Modeläden. Dort befindet sich auch Nitty Gritty, einer der besten Modeläden von Stockholm, der seit den 1990ern ein originelles Portfolio an schwedischen und internationalen Marken für Damen und Herren zusammenstellt.

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Svenskt Tenn

Innendesign bei Svenskt Tenn. Der farbenfrohe Vorhang Hawai wurde von Josef Frank und die Kissen von Luke Edward Hall entworfen.

Foto: Svenskt Tenn

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Svenskt Tenn

Foto: Svenskt Tenn

Shopping in SoFo, Stockholm

Foto: Agence les Conteurs

La rue drottninggatan à Stockholm

Foto: Agence les Conteurs

Shopping im Laden Coctail, Stockholm

Foto: Agence les Conteurs

Sehenswürdigkeiten: Stockholm für Kulturfans 

Stockholm bietet eine Fülle von Kunst und Kultur: interaktive Museen, prachtvolle Schlösser, kleine Galerien und persönliche Künstlerhäuser. 

Das Nationalmuseum zeigt eine beeindruckende Kunstsammlung mit Skulpturen, Gemälden und Design aus den letzten vier Jahrhunderten. Das imposante Gebäude, das gegenüber vom Schloss liegt, ist an sich schon sehenswert. Es wurde vom deutschen Architekten Friedrich August Stüler entworfen und 1866 fertiggestellt. Erst 2018 hat es nach fünf Jahren Renovierung wiedereröffnet und zählt seitdem neben der gut strukturierten Ausstellung auch einen stimmungsvollen Innenhof mit Plastiken und ein stylishes Restaurant zu seinen Reizen. 

Viel kleiner und persönlicher, aber nicht weniger ansprechend, ist das Hallwylska Museum: der Stadtpalast des Grafenpaares von Hallwyl aus dem 19. Jahrhundert. Gräfin Wilhelmina hat zeitlebens eine umfangreiche, leicht exzentrische Sammlung von Kunst, Möbeln, Schmuck und vielem mehr zusammengetragen. Sie selbst wollte das Haus in ein Museum umwandeln, um der Nachwelt ein Fragment ihrer Epoche zu sichern, und das Ergebnis ist eine beeindruckende Zeitkapsel der Jahrhundertwende. 

Das Vasa-Museum ist das meistbesuchte Museum Skandinaviens. Es zeigt das Kriegsschiff Vasa, das am besten erhaltene Schiff der Welt aus dem 17. Jahrhundert. Es sank 1628 auf seiner Jungfernfahrt - ein Drama in der schwedischen Geschichte - und wurde erst 333 Jahre später geborgen.

Auf der kleinen Insel Skeppsholmen liegt ein Highlight für Fans von moderner Kunst, Design und Architektur: der Komplex aus Moderna Museet und ArkDes, zu dem der Eintritt frei ist. 

Millesgården auf der Insel Lidingö, etwa 30 Minuten von der Stockholmer Innenstadt entfernt, ist ein herrliches Ausflugsziel. Dort lebte und arbeitete der bedeutende schwedische Bildhauer Carl Milles (1875-1955). Freu dich auf ein Gesamtkunstwerk aus Galerie, Atelier, Skulpturenpark und verwinkeltem Garten, plus ein gemütliches Café.

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Nationalmuseum in Stockholm

Im Nationalmuseum findest du Ausstellungen zu Kunst, Skulpturen und Design vom 16. bis 20. Jahrhundert.

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

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Nationalmuseum in Stockholm

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

Das Hallwyl Museum

Foto: Hallwylska museet

Das Hallwyl Haus, Stockholm

Foto: Ingalill Snitt/Hallwylska museet

Das Vasa Museum

Foto: Melker Dahlstrand/imagebank.sweden.se

Boxen in Designmuseum ArkDes

Foto: Johan Dehlin

Genieße die Natur in Stockholm, zu Wasser und zu Land

In Stockholm hast du es nie weit ins Grüne - oder ins Blaue. Der Stockholmer Schärengarten, Schwedens größte Inselgruppe, zieht Einheimische und Besucher gleichermaßen an. Die Fähren auf die Inseln legen im Zentrum von Stockholm ab. Ein lohnendes Ziel ist die Insel Vaxholm mit dem gleichnamigen Städtchen, das alle Zutaten für einen gelungenen Tagesausflug hat: bunte Holzhäuser, Fliederbüsche, einen belebten Hafen und eine historische Festung. Natürlich gibt es auch eine Reihe von Geschäften, Restaurants und Cafés. Lass dich sich im Sommer von den Locals inspirieren und setz dich mit einem hausgemachten Eis ans Wasser. 

Wenn dein Zeitbudget nur einen kurzen Abstecher in die Natur zulässt, nimm in Stockholm die Straßenbahn auf die Insel Djurgården: Nach wenigen Minuten findest du dich im ersten Nationalstadtpark der Welt wieder! Rund um die Insel führt ein Spazier- und Radweg am Wasser entlang, vorbei an jahrhundertealten Eichen. Vielleicht entdeckst du unterwegs Rehe, Hasen und Exemplare der vielen Vogelarten, die sich hier wohlfühlen und daran erinnern, dass Djurgården einst Jagdgebiet des Königs war. 

Im Westen der Insel stehen bekannte Stockholmer Sehenswürdigkeiten dicht an dicht: der Vergnügungspark Gröna Lund, das Nordische Museum, das Schloss Rosendal und Skansen, das älteste Freilichtmuseum der Welt. Das kulinarische Angebot auf Djurgården ist ebenso groß. In den Gasthäusern Ulla Winbladh, Villa Godthem und Rosendals Trädgårdscafé bekommst du ausgezeichnete schwedische Gerichte geboten. Den Appetit auf eine süße Fika oder einen kleinen Snack stillt das Café Flickorna Helin, das sich in einem originellen Gebäude namens Skånska Gruvan untergebracht ist, das 1897 für eine Kunst- und Industrieausstellung gebaut wurde. Auch einige der Attraktionen haben hübsche Bistros, zum Beispiel die ehemalige Küche des Prinzen im Schloss Waldemarsudde oder das Café der Thielska Galleriet mit Tischen im Garten.

Im Norden von Stockholm, am See Brunnsviken, liegt der botanische Garten (Bergianska Trädgården): eine hübsch angelegte, weitläufige Oase, deren Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Nachdem du die große Sammlung an Sträuchern, Pflanzen und Blumen, die südländische Flora im Gewächshaus sowie Besonderheiten wie den friedlichen japanischen Teich und die italienische Terrasse erkundet hast, möchtest du dich vielleicht in der ehemaligen Orangerie mit einem belegten Brot oder einer Zimtschnecke stärken. 

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Dampfschiff im Archipel von Stockholm

Dampfschiff auf dem Weg von Stockholm in die Schären

Foto: Agence les Conteurs

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Dampfschiff im Archipel von Stockholm

Foto: Agence les Conteurs

Sightseeing auf Djurgården, Stockholm

Foto: Visit Stockholm

Gröna Lund, Stockholm

Foto: Agence les Conteurs

Rosendals Gärten, Stockholm

Foto: Agence les Conteurs

Rosendals Gärten, Stockholm

Foto: Agence les Conteurs

Stockholmer Restaurants: von einheimisch bis exotisch

Stockholm ist ein angesagtes Reiseziel für Feinschmecker, weil die Köche eine große Vielfalt bieten, die nordischen Kochtraditionen pflegen und auf das Wohl der Umwelt bedacht sind. Besuche sowohl eine Gaststätte mit langer Tradition als auch ein frisch eröffnetes Restaurant, um das Spektrum der Stockholmer Foodie-Welt kennenzulernen. 

Erst 2020 hat Spitzenkoch Sayan Isaksson das Restaurant Isaan‘ eröffnet, und zwar im geschichtsträchtigen Lokal Berns Salonger in der Innenstadt. Dort zaubert er hochwertige Thai-Gerichte, die hauptsächlich aus nordischen Bio-Zutaten bestehen.

Ein weiterer Neuzugang in der Stockholmer Gastronomie ist das 2018 eingeweihte Bistro des Nationalmuseums. Hier kannst du Kreationen des Spitzenkochs Fredrik Eriksson probieren, der für seine gelungene Mischung aus nordischer und französischer Küche bekannt ist. Das Interieur, das renommierte schwedische Designer gestaltet haben, trägt zu einem einmaligen kulinarischen Erlebnis bei. 

Wenn du klassische schwedische Hausmannskost („Husman“) probieren möchtest, bietet sich ein Besuch im Restaurant Bakfickan an, das im Erdgeschoss der Oper untergebracht ist. Die Fleischbällchen in Sahnesoße mit Kartoffelpüree, Preiselbeeren und saurer Gurke sind ein schwedischer Klassiker. Mit nur 28 Plätzen ist Bakfickan eine gemütliche - und weitaus günstigere - Alternative zum mit Michelin-Sternen dekorierten Nachbarn Operakällaren. 

Das Restaurant Kvarnen (Jahrgang 1908!) auf Södermalm serviert ebenfalls schwedische Klassiker, zum Beispiel Pyttipanna, eine Art Bauernfrühstück aus gebratenen Fleischwürfeln, Zwiebeln, Kartoffeln und Spiegelei, begleitet von eingelegter Roter Bete und sauren Gurken. 

Restaurant Kvarnen

Restaurant Kvarnen in Stockholm.

Foto: Tove Freiij/imagbank.sweden.se

Stockholm - Meine Inspiration

Triff die Locals aus Stockholm: die Pop-Künstlerin Beatrice Eli, den Theateracher Albin Flinkas, die Rapperin Silvana Imam, den Modesdesigner Naim Josefi, die Kunstaktivistin Saadia Hussain und die Frauenrechtlerin Lina Thomsgård!