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Gartenverein Göteborg
"Teppichbett" von James Hitchmough im Gartenverein von Göteborg
Fotonachweis: Frida Winter/Göteborg & Co

Im grünen Bereich: sehenswerte Gärten und Parks in Westschweden

Mit über hundert öffentlichen Parks und Gärten ist Westschweden eine Region mit einem ausgeprägten grünen Daumen. Erlebe die Geschichte, Natur und Mentalität der Westküste durch die Gärten und Parks in und um Göteborg.

Das überregionale Projekt „Trädgårdsresan”, zu Deutsch „Gartenreise”, listet die 60 schönsten Gärten auf einer Webseite mit interaktiver Karte, die es auch auf Deutsch gibt und die anzeigt, welche Gärten am Tag deiner Wahl geöffnet haben. Das Spektrum reicht von imposanten Schlossgärten über wildromantische Oasen bis hin zu kleinen Bio-Gärten mit Verkauf. Um dir die Auswahl zu erleichtern, stellen wir neun Highlights aus den verschiedenen Kategorien vor. 

Der Botanische Garten: Botaniska in Göteborg

Mit 16.000 verschiedenen Pflanzen und einer Größe von 245 Fußballfeldern ist der botanische Garten von Göteborg einer der größten in Europa. Das Japantal mit dem Taschentuchbaum birgt ein ruhiges Stück Fernost, während im Steingarten ein Wasserfall rauscht und sich eine wilde Natur entfaltet. Ein Viertel der grünen Schätze ist in Gewächshäusern mit elf unterschiedlichen Klimazonen untergebracht, darunter Schwedens größte Sammlung an tropischen Orchideen, fleischfressende Pflanzen und der seltene Toromiro-Baum, der eigentlich nur auf der Osterinsel im Südostpazifik natürlich vorkommt. Der botanische Garten soll seit seiner Einweihung 1923 nicht nur die Flora der weiten Welt vor die Haustüren der Göteborger holen, sondern ihnen auch ein Ort der Erholung sein. Er wird auch ständig erweitert: Seit ein paar Jahren ergänzen beispielsweise moderne Skulpturen aus Holz die natürliche Schönheit des Gartens.

Der Stadtgarten: Trädgårdsföreningen in Göteborg

Es ist ein besonderes Gefühl, einen Park durch ein hohes schmiedeeisernes Tor zu betreten, als würde man in eine andere Welt einsteigen. Die Absperrung macht den Übergang vom Stadtgewusel in eine ruhige Oase stilvoll sichtbar. Der Garten heißt übersetzt „Gartenverein“, denn er wurde 1842 von gut betuchten Götebürgern gegründet, und nur die Mitglieder hatten damals Zutritt zur Grünfläche und dem charmanten Palmenhaus. Im Rosarium, einem der größten Rosengärten Europas, blühen jeden Sommer 2500 Rosen in 1200 Sorten. Heute gehört der Park der Stadt und der Eintritt ist frei, aber der Gartenbaustil und die Architektur des 19. Jahrhunderts sind erhalten geblieben. Dass der Park dennoch mit der Zeit geht, beweist das Lokal Trädgår’n, das sich zwar volkstümlich „Gart’n“ nennt, aber eigentlich ein moderner Club für Partynächte, Konzerte und Afterworks im Grünen ist.

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Botanischer Garten Göteborg

Botanischer Garten in Göteborg. Hier findest du rund 16.000 Pflanzenarten in den verschiedenen Gewächshäusern und Bereichen wie Steingarten und Kräutergarten.

Foto: Superstudios D&DAB/goteborg.com

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Botanischer Garten Göteborg

Foto: Superstudios D&DAB/goteborg.com

Botanischer Garten Göteborg

Foto: ©Jennie Smith 2015 info@jenniesmithphoto.com

Das Palmenhaus in Göteborg

Foto: Peter Kvarnström/Göteborg & Co

Der Gartenverein in Göteborg

Foto: Jennie Smith/ Göteborg & Co

Der exotische Garten: Hellekis Säteri in Hällekis

Der Herrenhof Hellekis Säteri ist von einem Park umgeben, der schon vor 275 Jahren den schwedischen Pflanzenkönig Carl von Linné verzauberte. Statt den üblichen heimischen Arten wachsen hier nämlich fast nur Exoten wie Esskastanien, Nussbäume, eine sogenannte Gurken-Magnolie und ein über 100 Jahre alter Ginkgo-Baum. Im Sommer duftet außerdem der gut bestückte Rosengarten. Das Anwesen liegt am Fuß des unter Naturschutz stehenden Tafelbergs Kinnekulle, der zeitweise selbst aufblüht: Auf dem kalkhaltigen Untergrund wächst ein Meer von Bärlauch, und der grüne Teppich trägt im Frühsommer zahllose weiße Blüten (und ja, es riecht nach Knoblauch). Außerdem fühlen sich auf dem Felsen wilde Orchideen wohl. Verbinde den Besuch von Hellekis Säteri mit einer Wanderung zum höchsten Punkt auf 306 Metern und genieße die fantastische Aussicht auf den See Vänern.

Der Bio-Nutzgarten: Kosters Trädgårdar auf der Insel Südkoster

Die Kosterinseln vor der schwedischen Westküste sind ein Highlight für Naturliebhaber. Sie liegen nämlich im Nationalpark Kosterhavet, dem ersten Meeresnationalpark des Landes. Während das anschauliche Naturmuseum Naturum die Flora und Fauna der Inseln erklärt, erlebst du im Biogarten Kosters Trädgårdar, welche Vielfalt an Pflanzen auch von Menschenhand geschaffen werden kann. Hier wird Gemüse angebaut, und statt Chemie sorgt ein 9-Jahresplan, nach dem die Sorten auf bestimmte Weise rotieren, für einen gesunden, nahrhaften Boden. Vor Ort kannst du Gerichte mit Zutaten aus eigenem Anbau essen, Süßes und Sauerteigbrot aus der eigenen Bäckerei verkosten und natürlich Gemüse und andere Produkte einkaufen.

Die Gärtnerei auf dem Land: Nyhagens Trädgard in Berghem

Die kleine Gärtnerei Nyhagen zwischen Varberg und Borås hat mit ihren Stauden- und Zwiebelgewächsen, Obstbäumen, Beerensträuchern und Hochbeeten einen ländlichen Charakter. Besitzerin Sara Brenne lebt hier auch ihre Liebe zu Magnolien aus. Außerdem dekoriert sie ihr grünes Reich mit selbstgemachten Kunstwerken aus Keramik und veranstaltet Kurse im Töpfern und Gärtnern. Nyhagens Trädgård ist ein perfektes Ausflugsziel für jeden, der Inspiration für den eigenen Garten sucht, denn im Gegensatz zu den großen Stadtparks und Schlossgärten kommt dieser Garten dem nahe, was man zu Hause selbst umsetzen kann.

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Gärten von Koster

Eine Frau pflückt Gemüse im Garten von Kosters Trädgårdar.

Foto: Tina Stafren/Westsweden.com

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Gärten von Koster

Foto: Tina Stafren/Westsweden.com

Gärten von Koster

Foto: Tina Stafren/Westsweden.com

Garten Nyhagen

Foto: Monika Manowska/Westsweden.com

Der historische Garten: Jonsereds Trädgårdar

Die Gärten von Jonsered, einem Vorort von Göteborg, wurden zwar erst 2014 eröffnet, doch ihr Ursprung ist viel älter: Sie umgeben das gleichnamige Herrenhaus aus dem Jahr 1868 und sind eine Nachgestaltung des historischen Gartens aus dem 19. Jahrhundert, der hier einst blühte. Die Anlage ist täglich geöffnet und besteht aus vier Bereichen: dem formalen Garten, dem Gemüsegarten, dem englischen Rosengarten und einem Schaugarten, den jedes Jahr ein anderer Gärtner neu gestaltet. Alles hier ist bio, und man ist darum bemüht, die Vielfalt stetig zu vergrößern. Hinter diesem zielstrebigen Gartenprojekt steht die Universität Göteborg, die im Herrenhaus von Jonsered regelmäßig Vorträge veranstaltet. Schon im Jahr nach der Eröffnung wurden die Gärten von Jonsered mit mehreren Auszeichnungen geehrt, darunter historischer Park des Jahres und Schwedens inspirierendster Garten.

Der Schlossgarten: Lilla Slottsträdgården vom Schloss Läckö

Das Schloss Läckö am See Vänern ist eine der lohnendsten Sehenswürdigkeiten von Westschweden, denn es hat enorm viel zu bieten: eine märchenhafte Architektur mit erhaltenen Schlossräumen, die idyllische Lage am See, die umgebende Natur mit dem Besucherzentrum Naturum, ein vielgelobtes Restaurant, Hotelzimmer und einen romantischen Garten. Der Name „kleiner Schlossgarten“ ist natürlich ein typisch schwedische Untertreibung: Von weißen Mauern eingerahmt und über mehrere Terrassen fließend, zeigt sich der Bio-Garten als üppige Oase. Ursprünglich war er der Nutzgarten des Schlosses und soll es auch wieder werden. Unter der Leitung von Promigärtner Simon Irvine wird der Schlossgarten jedes Jahr neu angelegt und um neue Gemüsesorten, Salate, Kräuter und essbare Blumen ergänzt. Die Ernte wandert direkt in die Töpfe des Restaurants „Hvita Hjorten“. Lass dir das Gesamtkunstwerk Läckö Slott auf deiner nächsten Schwedenreise nicht entgehen!

Der englische Landschaftspark: Gunnebo Slott & Trädgårdar

Nur eine Viertelstunde von Göteborg entfernt liegt die elegante Oase Gunnebo, bestehend aus einem historischen Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert und einem weitläufigen Park. Die Gebäude, den formalen Garten nach barockem Vorbild und den Bio-Nutzgarten verbindet ein englischer Landschaftspark, der am Rand des Geländes in die umgebende Kulturlandschaft übergeht. Er wurde zusammen mit dem Herrenhaus um 1780 angelegt, als Denker in ganz Europa die Rückkehr zur Natur propagierten. Als Gegenbewegung zur Symmetrie und den getrimmten Büschen des Barock kamen englische Parks in Mode, die vielmehr die unberührte Natur nachahmen. Gunnebo ist ein gutes Beispiel für diesen Stil der Landschaftsgestaltung, komplett mit langen, krummen Spazierwegen, Seen und Felsen. Nach der Erkundungstour im Grünen kannst du dich im Gasthaus stärken, das aus der Ernte des Nutzgartens gesunde Mittagsgerichte zaubert.

Der friedliche Bauernhof: Sammels Lantgård

Willkommen bei den Selbstversorgern! Familie Samuelsson betreibt den Bauernhof Sammel seit fünf Generationen. Hier gackern Hühner, dort summen Bienen und in der Werkstatt entstehen handgemachte Möbel. Im Garten und in den Gewächshäusern experimentiert die Familie mit dem grünen Daumen mit Obstbäumen, Blumen, Exoten, Kräutern und anderen essbaren Pflanzen. Als Gast kannst du dich überall umsehen, im Gartencafé eine Fika einlegen und im Hofladen einkaufen. Honig, Marmelade, Säfte und Bienenwachsprodukte aus eigener Herstellung sind besondere und nachhaltige Souvenirs aus Westschweden. Der Hofladen ist ganzjährig geöffnet, der Garten hingegen nur an (teilweise verlängerten) Wochenenden von Mai bis September.

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Garten von Schloss Läckö

Garten von Schloss Läckö in Westschweden

Foto: The Curious Pear

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Garten von Schloss Läckö

Foto: The Curious Pear

Schlossgarten von Schloss Läckö, Westschweden

Foto: Faramarz

Schloss Gunnebo mit seinen Gärten, Göteborg

Foto: Anna Hållams

Mittagessen beim Schloss Gunnebo und Gärten, Göteborg

Foto: Anna Hållams