Das Nordlicht, auch 'Aurora Borealis' genannt, huscht meistens Anfang September in Schwedens hohem Norden erstmals über den dunklen Nachthimmel. Wenn der Herbst allmählich in den Winter übergeht, beginnen grüne, rosa und violette Schleier über den Nachthimmel zu tanzen. Bis Januar, wenn der Winter seinen Höhepunkt erreicht, lässt sich das magische Schauspiel regelmäßig im gesamten arktischen Schweden bewundern – einer gewaltigen Region, die fast ein Viertel des Landes ausmacht. Die Saison endet meist Ende März, wobei mit etwas Glück auch noch Anfang April Sichtungen möglich sind.
Die langen, dunklen Winternächte ziehen Reisende aus aller Welt an, die dieses faszinierende Naturschauspiel einmal mit eigenen Augen erleben möchten. In klaren Nächten liegt die beste Zeit für die Polarlichtbeobachtung in Schweden zwischen 18:00 und 02:00 Uhr, wobei die intensivste Aktivität meist gegen 22:00 bis 23:00 Uhr auftritt.
Während Nordschweden im Allgemeinen und der Ort Abisko im Speziellen die verlässlichsten Bedingungen bieten, lässt sich das Leuchten gelegentlich im ganzen Land bewundern – bei optimalen Bedingungen sogar ganz im Süden in Skåne.
Was sind die Nordlichter und wie entstehen sie?
Das Nordlicht ist ein Naturphänomen, das entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne in der Erdatmosphäre zusammenstoßen. Welche Farben dabei entstehen, hängt von der Art der beteiligten Gaspartikel ab: Der niedrig liegende Sauerstoff verursacht die am häufigsten vorkommende grüne Farbe, Rot wird durch Sauerstoff in der Atmosphäre erzeugt und die Lilanuancen stammen von Stickstoff. Das Ergebnis ist ein magischer Anblick: Leuchtende Farben bewegen sich über den Nachthimmel und es wirkt, als ob sie zu einer unhörbaren Musik tanzen.