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Nordlichter
Nordlichter
Als Nordlicht – wissenschaftlich Aurora Borealis genannt – bezeichnet man ein faszinierendes, natürliches Lichtspektakel am Nachthimmel. Es entsteht, wenn geladene Teilchen des Sonnenwinds auf das Magnetfeld der Erde treffen. In den Monaten der winterlichen Dunkelheit ist dieses Phänomen in Nordschweden besonders häufig und intensiv zu beobachten, da die Region direkt unter dem sogenannten Auroraloval (dem Polarlichtgürtel) rund um den geomagnetischen Nordpol liegt.
Fotonachweis: Asaf Kliger/imagebank.sweden.se

Wann und wo du in Schweden die Nordlichter siehst

Wenn du eine winterliche Reise nach Schweden planst, stehen die Chancen für ein unvergessliches Naturschauspiel besonders gut: Aufgrund der anhaltend hohen Aktivität des aktuellen elfjährigen Sonnenzyklus bleibt die Wahrscheinlichkeit für häufige und intensive Nordlichter in ganz Schweden auf einem erstklassigen Niveau. Auch in den Jahren rund um und knapp nach dem solaren Maximum sorgt diese aktive Phase für besonders kraftvolle geomagnetische Stürme und magische Nächte am Himmel.

Das Nordlicht, auch 'Aurora Borealis' genannt, huscht meistens Anfang September in Schwedens hohem Norden erstmals über den dunklen Nachthimmel. Wenn der Herbst allmählich in den Winter übergeht, beginnen grüne, rosa und violette Schleier über den Nachthimmel zu tanzen. Bis Januar, wenn der Winter seinen Höhepunkt erreicht, lässt sich das magische Schauspiel regelmäßig im gesamten arktischen Schweden bewundern – einer gewaltigen Region, die fast ein Viertel des Landes ausmacht. Die Saison endet meist Ende März, wobei mit etwas Glück auch noch Anfang April Sichtungen möglich sind.

Die langen, dunklen Winternächte ziehen Reisende aus aller Welt an, die dieses faszinierende Naturschauspiel einmal mit eigenen Augen erleben möchten. In klaren Nächten liegt die beste Zeit für die Polarlichtbeobachtung in Schweden zwischen 18:00 und 02:00 Uhr, wobei die intensivste Aktivität meist gegen 22:00 bis 23:00 Uhr auftritt.

Während Nordschweden im Allgemeinen und der Ort Abisko im Speziellen die verlässlichsten Bedingungen bieten, lässt sich das Leuchten gelegentlich im ganzen Land bewundern – bei optimalen Bedingungen sogar ganz im Süden in Skåne.

Was sind die Nordlichter und wie entstehen sie?

Das Nordlicht ist ein Naturphänomen, das entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne in der Erdatmosphäre zusammenstoßen. Welche Farben dabei entstehen, hängt von der Art der beteiligten Gaspartikel ab: Der niedrig liegende Sauerstoff verursacht die am häufigsten vorkommende grüne Farbe, Rot wird durch Sauerstoff in der Atmosphäre erzeugt und die Lilanuancen stammen von Stickstoff. Das Ergebnis ist ein magischer Anblick: Leuchtende Farben bewegen sich über den Nachthimmel und es wirkt, als ob sie zu einer unhörbaren Musik tanzen. 

5 Tipps um die Chance auf eine Nordlichter-Sichtung zu erhöhen

1. Setze auf die dunklen Monate: Am besten planst du deine Reise nach Schweden zwischen Anfang September und Ende März. In dieser Zeit sind die Nächte im Norden besonders lang, dunkel und bieten die perfekte Kulisse für das magische Leuchten.

2. Reise über den Polarkreis: Zwar tanzen die Lichter bei starker Sonnenaktivität gelegentlich auch weiter südlich, doch deine Chancen stehen im arktischen Schweden um ein Vielfaches besser. Regionen wie Kiruna oder Abisko sind hierfür die absoluten Spitzenreiter.

3. Suche die Dunkelheit abseits der Städte: Künstliche Beleuchtung ist der größte Feind der Aurora. Such dir am besten ein Plätzchen draußen in der unberührten Natur oder schließe dich einer Tour an, die dich an abgelegene Orte mit freiem, weitem Horizont führt.

4. Behalte den Himmel und die Sonne im Blick: Ein klarer, wolkenloser Himmel ist das A und O für eine erfolgreiche Sichtung. Schau also regelmäßig in den Wetterbericht und nutze spezielle Apps, die die Aktivität der Sonne und die Wahrscheinlichkeit von Polarlichtern in Echtzeit vorhersagen.

5. Nutze das Wissen der Einheimischen: Eine geführte Nordlicht-Tour mit einem lokalen Experten erhöht deine Erfolgschancen enorm. Die Guides kennen die besten Plätze abseits der Pfade und zeigen dir ganz nebenbei, wie du das Naturschauspiel perfekt mit deiner Kamera einfängst.


Viel Erfolg auf deiner Nordlichtjagd! 

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Nordlichter über Gällivare

Die Nordlicht-Saison in Gällivare und der arktischen Region Schwedens ist lang und fängt oft schon im Frühherbst an, wenn es früher dunkel wird.

Foto: Magnus Winbjörk/Gällivare

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Nordlichter über den schneebedeckten, skulpturalen Bäumen in der Nähe von Gällivare, Schwedisch-Lappland.

Nordlichter über Gällivare

Foto: Magnus Winbjörk/Gällivare

Nordlichter über der Stadt Umeå.

Nordlichter, Umeå

Foto: Fredrik Larsson/Visit Sweden

Nordlichter über einer Stadtlandschaft mit Fotografen, die aufgereiht stehen, um ein Foto zu machen.

Auf der Jagd nach Nordlichtern

Foto: Jann Lipka/imagbeank.sweden.se

Nordlichter in der arktischen Region Schwedens

Nordlichter in der arktischen Region Schwedens

Foto: Hjalmar Andersson/imagebank.sweden.se

Nordlichter in Värmland

Nordlichter in Värmland

Foto: Anders Tedeholm/imagebank.sweden.se

Die Nordlichter am Himmel spiegeln sich im Wasser darunter. Eine Stadt ist von weitem zu sehen.

Polarlichter

Foto: David Schreiner/Folio/imagebank.sweden.se

Was sind Nordlichter und wie entstehen sie?

Nordlichter sind ein einzigartiges Naturschauspiel. Sie entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne auf Gase in der Erdatmosphäre treffen und diese zum Leuchten bringen. Die verschiedenen Farben hängen davon ab, um welche Gaspartikel es sich handelt: Sauerstoff in niedrigeren Höhen erzeugt das typische, am häufigsten sichtbare grüne Licht, während Sauerstoff in höheren Schichten rötliche Nuancen entstehen lässt. Stickstoff hingegen sorgt für blaue und violette Farbtöne.

Das Ergebnis ist ein magischer Anblick, wenn sich leuchtende Farben wie Bänder über den Nachthimmel ziehen, sich verändern und wirbeln – fast so, als würden sie zu einer lautlosen Musik tanzen.

Mystische Erklärungen und Legenden

Der lateinische Name Aurora Borealis bedeutet übersetzt „Morgenröte des Nordens“ – benannt nach Aurora, der römischen Göttin der Dämmerung. Tief verwurzelt in Mythen und Legenden faszinieren die Nordlichter die Menschen weltweit seit Jahrtausenden.

Die Samen, die indigenen Ureinwohner im Norden Schwedens, glaubten einst, dass es sich bei den Lichtern um die Seelen der Verstorbenen handelte. Es galt als tabu, in ihrer Gegenwart zu singen, zu pfeifen oder ihnen zuzuwinken. Dies wurde als respektlos angesehen und man befürchtete, die Lichter könnten herabsinken und einen mit sich in den Himmel reißen. Die Wikinger hingegen sahen in den Nordlichtern die Rüstungen der Walküren, die über den Himmel ritten, um die gefallenen Krieger nach Walhalla zu führen – dorthin, wo sie an der Seite des Göttervaters Odin verweilen würden.

4 der besten Orte in Schweden um die Nordlichter zu sehen

Die Nordlichter am Himmel von Schweden.
Aurora Sky Station, Abisko in Schwedisch Lappland
Bestaune die Nordlicht von der Aurora Sky Station auf dem Berg Nuolja im Abisko Nationalpark aus.
Foto: Ted Logart/Swedish Lapland

Abisko

Die besten Chancen auf Polarlichter hast du in der Aurora Sky Station im Nationalpark Abisko, etwa 100 Kilometer westlich von Kiruna. Neben regelmäßigen Zugverbindungen gibt es auch einen Shuttleservice zwischen den beiden Orten. Die Unterkunft STF Abisko Touriststation hat außerdem Gästezimmer vor Ort im Nationalpark. Von dort aus kannst du zu Fuß zur Aurora Sky Station gehen. 

Ein Sessellift bringt dich zum Aussichtspunkt hinauf, der 900 Meter über dem Meer auf dem Berg Nuolja liegt. Mutter Natur gibt zwar keine Nordlicht-Garantie, aber Abisko hat objektive Vorteile, die es – und das ist wissenschaftlich belegt – zum besten Ort der Welt für Nordlichtjäger machen: Berge, die Wolken fernhalten, und den unbewohnten Nationalpark, in dem keine künstlichen Lichter stören.

Die Nordlichter leuchten grün am Nachthimmel über dem Camp Ripan im verschneiten Kiruna.
Camp Ripan, Kiruna
Im Camp Ripan kannst du ein natürliches Lichtspektakel erleben, wenn die Nordlichter über dem Hotel in Kiruna tanzen.
Foto: Jonas Sundberg/Camp Ripan

Kiruna

Kiruna ist mit rund 22.000 Einwohnern die nördlichste Stadt Schwedens und der perfekte Ausgangspunkt, um den unberührten Norden des Landes zu erkunden. In der Stadt und drumherum findest du viele Veranstalter, die verschiedene Nordlicht-Aktivitäten anbieten: Wanderungen, Schneemobiltouren, Hundeschlittenfahrten und vieles mehr. Von Stockholm aus kannst du Kiruna mit dem Nachtzug erreichen. Im Februar und März bietet Eurowings Direktflüge zwischen Düsseldorf und Kiruna an. Ganz gleich, ob du bei einer Schneeschuhwanderung, auf einer Hundeschlittenfahrt oder auf Skiern auf Nordlichter-Jagd gehen möchtest, in Kiruna findest du das passende Angebot für dein Nordlichter-Erlebnis.

Camp Ripan, etwas außerhalb von Kiruna gelegen, ist ein beliebtes Wellnesshotel, in dem du die Nordlichter sogar vom Außenpool aus genießen kannst.

Grüne Nordlichter leuchten über dem Eingang zum Icehotel.
Icehotel, Jukkasjärvi
Das Icehotel liegt 200 Kilometer nördlich des Polarkreises in Schweden.
Foto: Asaf Kliger/Ice Hotel

Jukkasjärvi

Wenn du ein typisch nordschwedisches Erlebnis suchst, sei dir ein Ausflug nach Jukkasjärvi empfohlen. In diesem charmanten Ort mit rund 750 Einwohnern, nur etwa 15 bis 20 Autominuten östlich von Kiruna gelegen, befindet sich das weltberühmte Icehotel, das weltweit erste seiner Art. 

Du kannst hier übernachten oder auch tagsüber die Zimmer gegen Eintritt wie ein Museum ansehen. Die Übernachtung in einer kunstvollen Suite aus Eis, kombiniert mit einer Nordlichtsafari, ist ein einmaliges Erlebnis, das Reisende aus ganz Europa und sogar aus Fernost, Indien und Amerika anzieht. Das Icehotel bietet mehrere buchbare Pakete an, zum Beispiel eine Fahrt mit dem Schneemobil inklusive Abendessen in einer gemütlichen Hütte in der Wildnis. Fotoenthusiasten lernen bei der Fototour, wie sie die Landschaft und die Polarlichter gekonnt in Bildern verewigen. 

Grüne Nordlichter erhellen den Nachthimmel über Gällivare und die Lichter der Stadt.
Nordlichter über Gällivare
Die Nordlichter tanzen über Gällivare, einer kleinen Stadt in der Arktis mit weitem Himmel und gut erreichbaren Aussichtspunkten für die Nordlichter.
Foto: Daniel Olausson/Gällivare

Gällivare

Gällivare ist eine kleine Stadt am Polarkreis, in der man hervorragend Nordlichter beobachten kann. Nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegt das Skigebiet Dundret, in dem man die Nordlichter von den Pisten oder vom Gipfel aus beobachten kann.

Jeden Herbst findet in der Stadt außerdem das Dundret Gällivare Outdoor Festival (23.–25. Oktober 2026), statt, bei dem Dunkelheit, Kälte und Nordlichter gefeiert werden. Dank der guten Erreichbarkeit und der Winteraktivitäten in der Nähe ist Gällivare ein idealer Ausgangspunkt für eine Reise.

Viel Spaß bei der Suche nach den Nordlichtern!