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Kajakfahrer paddeln durch einen schmalen Wasserweg in Grundsund, umgeben von roten Bootshäusern, weißen Holzhäusern und vor Anker liegenden Booten.
Grundsund, Westschweden
Grundsund ist eines der vielen Fischerdörfer in Bohuslän, wo rote Bootshäuser, schmale Wasserwege und das Leben am Meer das Bild prägen.
Fotonachweis: Carina Gran/westsweden.com

Eine kulinarische Reise entlang der schwedischen Westküste

Mit salziger Meeresluft, frischen Meeresfrüchten und sonnengewärmtem Granit präsentiert sich Schwedens Westküste von ihrer genussvollsten Seite. Die Distanzen sind kurz, die Kontraste groß: Morgens kann man Algen sammeln oder Austern ernten, mittags ein Krabbenbrot am Hafen genießen und abends in einem charmanten Bootshaus lange schlemmen. Wer gutes Essen, eine entspannte Atmosphäre und das Meer liebt, ist hier genau richtig.

Bei dieser Rundreise entlang der schwedischen Westküste erwarten dich malerische Fischerdörfer, kleine Inseln und Restaurants direkt am Wasser. Das Meer ist dabei nie weit entfernt. Die komplette Route lässt sich entspannt in vier Tagen erkunden. Die Wege sind kurz: Die meisten Etappen dauern weniger als eine Stunde und alle Stationen liegen höchstens zwei bis drei Stunden von Göteborg entfernt.

Ob als Tagesausflug oder als mehrtägige Genussreise – die Route lässt sich ganz nach Lust und Zeit gestalten. Unterwegs begegnen dir die Menschen hinter den kulinarischen Erlebnissen: Algenexpert:innen, Austern- und Muschelfischer, Betreiber traditioneller Räuchereien sowie kreative Köchinnen und Köche. Mit viel Leidenschaft verwandeln sie die Schätze des Meeres und regionale Zutaten in westschwedische Klassiker, die das Leben an der Küste seit Generationen prägen.

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Essbare Algen entdecken mit Catxalot

Die Inselwelt Westschwedens steckt voller kulinarischer Schätze. Lerne die Gegend bei einer Algen-Safari mit Catxalot kennen – ein Abenteuer, das mit wahrhaft regionalem und nachhaltigem Essen endet.

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

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Eine Person in einem Neoprenanzug sitzt auf einer Klippe und betrachtet verschiedene Arten von Seetang. Im Vordergrund liegen ein Paar Flossen.

Essbare Algen entdecken mit Catxalot

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

Eine Frau hält ein Stück Seetang in der Hand, während sie zu einer Gruppe spricht.

Kochen mit Algen

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

Eine cremige Meeresfrüchtesuppe, serviert in einer blauen Schüssel im Restaurant Brygghuset, auf einem Holztisch bei Kerzenschein.

Suppe im Brygghuset, Westschweden

Foto: Madeleine Landley/Westsweden.com

Menschen spazieren in Fiskebäckskil eine gepflasterte Straße entlang, die von traditionellen Holzhäusern und blühenden Gärten gesäumt ist.

Fiskebäckskil, Westschweden

Foto: Amplifyphoto/westsweden.com

Ein Korb mit Zimtschnecken auf einem Tisch, daneben Saft und Frühstücksspeisen im Speisesaal eines Hotels.

Die Strandmädchen, Westschweden

Foto: Amplifyphoto/westsweden.com

Luftaufnahme von Lysekil mit Häusern an der Küste, einem Kirchturm, dem Hafen und dem umliegenden Meer im Abendlicht.

Lysekil, Westschweden

Foto: Amplifyphoto/westsweden.com

Tag 1 – Grundsund, Fiskebäckskil und Lysekil

Von Göteborg aus führt die Route entlang der Küste nach Norden, bis nach Grundsund. Dort beginnt der Tag mit einem besonderen Naturerlebnis: einer Algen-Safari mit Catxalot. Das lokale Unternehmen hat sich auf Algen-Safaris, Küstenwanderungen, Kajaktouren und Kochkurse spezialisiert und zeigt, wie vielseitig sich nachhaltig geerntete Algen einsetzen lassen – von kleinen Snacks bis hin zu vollwertigen Gerichten. Viele der Touren enden mit einem einfachen Mittagessen, das aus den unterwegs an der Küste gesammelten Zutaten zubereitet wird. So lernen die Besucherinnen und Besucher eine der charakteristischsten Zutaten der schwedischen Westküste kennen – direkt dort, wo sie wächst.

Nach einer nur zehnminütigen Fahrt geht es am Nachmittag weiter nach Fiskebäckskil, einem charmanten Schärendorf direkt am Wasser. Hier lohnt sich ein Abendessen im „Brygghuset”, einem Restaurant am Hafen, das sich ganz den Schätzen des Meeres verschrieben hat. Besonders beliebt ist die Safran-Fischsuppe mit Miesmuscheln, ein Klassiker der Westküste, der besonders gut an kühleren Tagen schmeckt.

Anschließend setzen Sie mit der Autofährenach Lysekil über. Die Überfahrt dauert rund 15 Minuten und verbindet die beiden Küstenorte das ganze Jahr über. Dabei gibt es noch einmal einen tollen Ausblick auf die Schärenlandschaft, bevor der Tag entspannt ausklingt.

Für die Nacht bietet sich das „Strandflickorna” in Lysekil an. Die liebevoll erhaltene Villa aus der Jahrhundertwende blickt über den Gullmarsfjord und verbindet historischen Charme mit einer entspannten Atmosphäre am Meer. Individuell gestaltete Zimmer und kleine Seebungalows sorgen für einen persönlichen Aufenthalt. Hafenpromenade und Küstenpfade liegen nur einen kurzen Spaziergang entfernt.

Da auch Hunde willkommen sind, eignet sich das „Strandflickorna” besonders gut für alle, die Schwedens Westküste nicht ohne ihre vierbeinige Reisebegleitung entdecken möchten.

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Smögen, Bohuslän

Spaziere am berühmten Pier in Smögen entlang und atme die frische Meeresluft ein.

Foto: Åsa Dahlgren/Westsweden.com

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Eine Küste mit Fischerhütten in leuchtenden Farben und Boote, die entlang der Anlegestelle angedockt sind.

Smögen, Bohuslän

Foto: Åsa Dahlgren/Westsweden.com

Ein Fischgericht, serviert in einer weißen Schüssel im Skärets Krog, dazu ein Glas Weißwein auf einem Restauranttisch.

Skärets Krog, Smögen

Foto: Thomas Lotter/westsweden.com

Ein Hafengebiet mit Booten, Klippen und Gebäuden.

Fjällbacka, Westschweden

Foto: Per Pixel Petersson/imagebank.sweden.se

Eine große Schüssel voller Meeresfrüchte, serviert im Stora Hotellet in Fjällbacka.

Meeresfrüchte im Stora Hotellet

Foto: Madeleine Landley/ Westsweden.com

Everts Sjöbod in Grebbestad, ein Hotel in einem Bootshaus direkt am Wasser mit Holzstegen, Booten und Sitzgelegenheiten im Freien am Meer.

Everts Sjöbod, Westschweden

Foto: Alex Vizeo Loris Monteux/Westsweden.com

Eine Meeresfrüchteplatte mit Garnelen, Langusten, Muscheln und Dip-Saucen, serviert im Freien im Everts Sjöbod in Grebbestad.

Abendessen im Everts Sjöbod

Foto: Badass Food Stories/westsweden.com

Tag 2 – Smögen, Fjällbacka und Grebbestad

Nach dem Frühstück geht die Reise weiter nach Norden entlang der Küste. Freue dich auf einen Tag voller Meeresfrüchte, malerischer Fischerdörfer und einzigartiger Unterkünfte direkt am Wasser.

Nach etwa einer Stunde Fahrt erreicht die Route Smögen, einen der bekanntesten Küstenorte an Schwedens Westküste. Entlang der berühmten Holzpromenade reihen sich farbenfrohe Bootshäuser, kleine Geschäfte und Cafés aneinander und verleihen dem Ort seine besondere Atmosphäre. Am Eingang der Promenade liegt Skärets Krog, ein Restaurant, das für seine westschwedischen Interpretationen klassischer Fisch- und Meeresfrüchtegerichte bekannt ist. Besonders beliebt sind die großzügig belegten Krabbenbrote. Mit Blick auf den Hafen bietet sich hier die Gelegenheit für eine entspannte Mittagspause, bevor die Reise weiter nach Norden führt.

Nach dem Mittagessen folgt die Route den kleineren Küstenstraßen über Hamburgsund nach Fjällbacka. Die Fahrt dauert weniger als eine Stunde und führt durch einige der charakteristischsten Landschaften Bohusläns – vorbei an roten Bootshäusern, schmalen Meeresarmen und den glatt geschliffenen Granitfelsen, für die die Region bekannt ist.

In Fjällbacka bietet sich ein Abendessen im Stora Hotellet an, einem historischen Hotel direkt am Wasser aus dem 19. Jahrhundert. Die drei Restaurants des Hauses werden vom renommierten Küchenchef Thomas Sjögren geführt. Fisch und Meeresfrüchte spielen auf den Speisekarten eine zentrale Rolle, ebenso wie der Blick über den Hafen.

Für eine etwas entspanntere Alternative geht es weitere zehn Minuten nach Norden bis nach Grebbestad. Dort bietet Everts Sjöbod einige Gästezimmer direkt neben einem traditionellen Bootshaus am Wasser. Im hauseigenen Restaurant stehen regionale Schalentiere und Meeresfrüchte im Mittelpunkt, sodass sich der Abend ganz entspannt vor Ort verbringen lässt. Nach dem Abendessen am Hafen sind es nur wenige Schritte bis zum Zimmer.

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Austern-Set

Grebbestad-Austern tragen das EU-Gütezeichen „g.U.“ (geschützte Ursprungsbezeichnung).

Foto: Madeleine Landley

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Austern-Set

Austern-Set

Foto: Madeleine Landley

Ein Restaurant in einem kleinen Gebäude, das aber einen Turm hat. Oben drauf ist eine Uhr. Das Haus ist weiß und hat ein grünes Dach.

Musselbaren, Westschweden

Foto: Tina Stafrén/VisitSweden

Während einer Führung durch eine Muschelfarm vor der schwedischen Westküste lädt ein Mitarbeiter Muscheln an Bord eines Bootes, während die Besucher ihm dabei zuschauen.

Führung mit Musselbaren

Foto: Jonas Ingman/westsweden.com

Ein kleines Dorf mit lauter weißen Häusern direkt an der Küste.

Klädesholmen, Westschweden

Foto: Emelie Asplund/Imagebank.sweden.se

Ein Meeresfrüchte-Teller, der im „Salt & Sill“ im Freien serviert wird – zusammen mit Getränken und anderen Gerichten – auf einem sonnendurchfluteten Tisch am Wasser.

Meeresfrüchte serviert im Salt & Sill

Foto: Amplifyphoto/Westsweden.com

Luftaufnahme des schwimmenden Hotels und Restaurants „Salt & Sill“ sowie seiner Umgebung im Schärengarten Westschwedens.

Salt & Sill, Westschweden

Foto: Tony Meyer/Westsweden.com

Tag 3 – Grebbestad, Ljungskile und Klädesholmen

Der Morgen in Grebbestad, Schwedens Austernhauptstadt, beginnt. Rund 90 Prozent der schwedischen Austern werden entlang dieses Küstenabschnitts geerntet und die Austern aus Grebbestad tragen die geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) der EU.

Mit Klemmings Ostron geht es hinaus in die Schären zu den natürlichen Austernbänken vor der Küste. Während der Tour erfahren die Besucher mehr über die traditionsreiche Austernfischerei in Bohuslän und die besonderen Bedingungen, die diese Gewässer zu einem idealen Lebensraum für Austern machen. Anschließend wird ein Mittagessen serviert, bei dem die frisch geernteten Austern zusammen mit weiteren regionalen Zutaten im Mittelpunkt stehen.

Anschließend führt die Route weiter nach Süden nach Ljungskile, einem kleinen Ort am Fjord. Er ist für seine Küstenwanderwege und die weiten Ausblicke über das Wasser bekannt. Im „Musselbaren” stehen die nachhaltig gezüchteten blauen Miesmuscheln aus Bohuslän im Mittelpunkt – eine regionale Spezialität, die ebenfalls die geschützte Ursprungsbezeichnung der EU (g. U.) trägt.

Die Speisekarte reicht von klassisch gedämpften Miesmuscheln über Muschelrisotto bis hin zu Moules frites. Zwischen April und Oktober werden zudem geführte Ausfahrten zu den Muschelfarmen angeboten, bei denen die Besucher mehr über die Muschelzucht an der schwedischen Westküste erfahren können.

Ein Tag, der den Schwerpunkt auf den Schalentiertraditionen der Westküste legt, bildet den Auftakt der Route. Von dort aus geht es weiter nach Südwesten. Auf dem Weg liegen die Insel Tjörn und Klädesholmen, eine Fischergemeinde, deren Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Dort erfolgt der Check-in im Salt & Sill, Schwedens erstem schwimmenden Hotel. Die Zimmer liegen direkt über dem Wasser und bieten Ausblicke auf die Schärenlandschaft Bohusläns.

Auch das hauseigene Restaurant ist eng mit der Küste verbunden. Auf der Speisekarte stehen Meeresfrüchte und Hering im Mittelpunkt – eine Hommage an Klädesholmens lange Geschichte als Zentrum des Heringshandels an der schwedischen Westküste.

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Åstol, an der Westküste Schwedens

Schweden ist größtenteils vom Meer umgeben und verfügt sowohl an der Ost- als auch an der Westküste über ausgedehnte Schärengebiete.

Foto: Emelie Asplund/Imagebank.sweden.se

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Eine Insel mit Häusern in einem der schwedischen Schärengebiete.

Åstol, an der Westküste Schwedens

Foto: Emelie Asplund/Imagebank.sweden.se

Eine Gruppe von Leuten steht auf einem Fischerboot und sieht zu, wie jemand eine Hummerfalle einholt.

Hummer-Safari

Foto: Roger Borgelid/imagebank.sweden.se

Der Fischmarkt Feskekörka in Göteborg, an einem sonnigen Tag vom anderen Ufer aus gesehen, mit Terrassen im Freien und Menschen, die direkt am Wasser essen.

Fiskekörka in Göteborg

Foto: Peter Kvarnström/Göteborg & Co

Eine Auswahl an frischen Meeresfrüchten, darunter Garnelen und Langustinen, auf Eis angerichtet mit Zitronen und Meeresfrüchte-Beilagen.

Meeresfrüchte aus Westschweden

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

Tag 4 – Åstol und zurück nach Göteborg

Keine kulinarische Reise entlang der schwedischen Westküste wäre vollständig ohne einen Besuch in einer der traditionellen Räuchereien der Region. Von Klädesholmen aus geht es weiter nach Åstol, einer kleinen autofreien Insel mit einem Hafen, der von klassischen Holzbootshäusern gesäumt wird. Das Auto bleibt auf dem Festland, bevor die kurze Überfahrt mit der Personenfähre zur Insel führt.

Hier befindet sich Åstols Rökeri, das seit Generationen geräucherten Fisch und Meeresfrüchte serviert. Die Speisekarte richtet sich nach dem Fang des Tages. Zu den festen Favoriten gehören jedoch geräucherte Garnelen, Meeresfrüchteplatten und wechselnde Tagesgerichte. Bei einem entspannten Mittagessen mit Blick aufs Meer kann man Kraft tanken, bevor man die schmalen Gassen und die felsige Küste der Insel erkundet.

Anschließend geht es mit der Fähre zurück aufs Festland und weiter nach Göteborg.

Zurück nach Göteborg

Wenn noch Zeit bleibt, lohnt sich zum Abschluss ein Besuch der Feskekörka, Göteborgs traditionsreicher Fischmarkthalle. Nach einer umfassenden Renovierung vereint sie heute unter einem Dach Fischhändler, Restaurants und Spezialisten für Meeresfrüchte.

Auch Åstols Rökeri ist hier mit einer kleinen Dependance vertreten und bietet die Gelegenheit, die schwedische Westküste noch einmal zu kosten, bevor die Reise endet.