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An einem sonnigen Sommertag spazieren drei Leute an einem Strand mit Felsformationen entlang. Eine der Personen hat einen Picknickkorb dabei.
Fårö, Gotland
Gotland ist bekannt für seine Felsformationen, die man „Raukare“ nennt. Hier siehst du das Felsfeld Digerhuvud auf Fårö.
Fotonachweis: Tina Axelsson/imagebank.sweden.se

Warum Inselurlaub in Schweden dazugehört

Es gibt 267 570 schwedische Inseln. Wo soll man da überhaupt anfangen?

Wir haben dir die Entscheidung erleichtert und neun Inselfavoriten zusammengestellt, die auch bei den Schweden sehr beliebt sind. So kannst du deinen Urlaub wie die Einheimischen gestalten.

Kein anderes Land der Welt hat so viele Inseln wie Schweden. Obwohl viele unbewohnt sind, verbringen zahlreiche Schweden ihre Sommerurlaube auf Inseln. Von UNESCO-geschützten Juwelen und königlichen Rückzugsorten bis hin zu autofreien Oasen, in denen die Zeit stillzustehen scheint, haben wir neun schwedische Inseln ausgesucht, die bei den Schweden selbst besonders beliebt sind.

Die mittelalterliche Stadt Gotland im Sommer.
Visby, Gotland
Die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Stadt Visby ist die "Hauptstadt" der schwedischen Insel Gotland und die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Skandinaviens. Die bekannteste historische Sehenswürdigkeit ist die 3,4 Kilometer lange Stadtmauer, die die Stadt umgibt und angeblich im Jahr 1288 fertiggestellt wurde. Visby wird oft als „Stadt der Rosen und Ruinen“ bezeichnet.
Foto: Olof Segerberg/Destination Gotland

Gotland: Schwedens zauberhafte Insel

Viele sagen, dass Gotland etwas Magisches an sich hat. Die größte Insel Schwedens liegt mitten in der Ostsee und ist bekannt für ihre einzigartigen Landschaften und ihr sonniges Klima. Am besten erkundet man sie mit dem Auto oder dem Fahrrad. Es gibt kilometerlange Strände, verwitterte Felsformationen, Bauernhöfe und Flohmärkte am Straßenrand. Nimm dir Zeit, um durch die gepflasterten Straßen von Visby zu schlendern, wie einst Pippi Langstrumpf. Die Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Städten der Welt und ist von einer beeindruckenden Stadtmauer umgeben.

Gotland: Schwedens zauberhafte Insel
Zwei Frauen radeln bei sonnigem Wetter an der Küste von Öland entlang, mit einer Windmühle im Hintergrund
Jordhamn, Öland
Das Fahrrad ist auf der Insel Öland dank des ausgedehnten Wegenetzes das perfekte Fortbewegungsmittel.
Foto: UpZone Studios/Öland

Öland: Windräder und weite Horizonte

Öland ist durch eine sechs Kilometer lange Brücke mit dem südöstlichen Festland verbunden. Die Insel ist bei vielen Schweden, darunter auch der Königsfamilie, als Sommerurlaubsziel sehr beliebt. Freue dich auf feine Sandstrände, eine artenreiche Vogelwelt und Küstenwiesen mit Windmühlen. Die riesige Kalksteinfläche Stora Alvaret ist wegen ihrer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft UNESCO-Weltkulturerbe. Öland ist perfekt zum Radfahren und Borgholm ist ein toller Ausgangspunkt. Versäume auch kein Open-Air-Konzert auf der Burg Borgholm, die oft als die schönste Burgruine Skandinaviens bezeichnet wird.

Öland: Windräder und weite Horizonte
Eine dreiköpfige Familie fährt mit gelben Fahrrädern auf einer Straße zwischen Weizenfeldern.
Ven
Ven ist eine kleine Insel im Öresund. Da es fast keine Autos gibt und man auf der Insel jede Menge Fahrräder mieten kann, ist sie ideal für eine Radtour mit der ganzen Familie!
Foto: Mickael Tannus

Ven: Eine Fahrradinsel zwischen zwei Ländern

Die zwischen Schweden und Dänemark gelegene Insel Ven soll durch einen Riesen entstanden sein, der einen Klumpen Erde ins Meer fallen ließ. Diese kleine Insel ist perfekt für einen Sommerausflug. Am besten erkundet man sie mit einem der typischen gelben Leihfahrräder. Radle entlang der Strände, vorbei an Badestegen und einer Eisfabrik. Wo Tycho Brahe einst die Sterne erforschte, lädt heute ein Museum zum Entdecken ein. Gleich nebenan liegt die Whisky-Destillerie „Spirit of Hven” mit Restaurant und Hotel. Ideal, wenn du länger bleiben möchtest!

Zwei Personen spazieren an einem sonnigen Sommertag auf Klippen am Meer entlang.
Stockholmer Schärenweg, Utö
Der Stockholm Archipelago Trail ist ein 270 Kilometer langer Wanderweg durch den äußeren Archipel von Stockholm. Der Weg ist gut markiert und verbindet 22 Inseln, auf denen du Annehmlichkeiten wie Unterstände, Feuerstellen, B&Bs und Restaurants findest. Foto aus Utö.
Foto: Roger Borgelid/imagebank.sweden.se

Utö: Ein Inselklassiker für jeden Geschmack

Utö zählt zu den beliebtesten Inseln der Stockholmer Schären und hat für jeden etwas zu bieten. Familien schätzen die Badestrände und das Minigolf, Genießer zieht es zur gemütlichen Fischhütte Båtshaket oder zu den frisch gebackenen Frühstücksbrötchen von Utö Bakgård. Andere tanzen im Bakfickan bis tief in die Sommernacht.

In den letzten Jahren haben auch Wanderer Utö für sich entdeckt. Der 16,7 Kilometer lange Abschnitt des Stockholmer Schärenwegs gilt als besonders reizvoll. Er ist in einer einzigen, landschaftlich beeindruckenden Etappe erlebbar.

Blick von oben auf die kleine Stadt Marstrand mit Segelbooten im Vordergrund, der Festung in der Mitte und Schären im Hintergrund.
Aussicht auf Marstrand
Die über 300 Jahre alte Festung Carlsten thront auf der höchsten Erhebung der Insel Marstrand.
Foto: Per Pixel/ Westsweden.com

Marstrand: Schwimmen, Segeln und Meerblick

Marstrand liegt im Schärengarten von Bohuslän, erstreckt sich über zwei Inseln und gilt als westschwedisches Juwel mit königlichem Flair. Im Sommer füllt sich Schwedens größter Gästehafen mit Yachten, während sich durch die autofreien Kopfsteinpflasterstraßen Villen aus der Jahrhundertwende mit verglasten Veranden ziehen. Zu den Höhepunkten zählen der FKK-Strand, der im Juli stattfindende Segelrennen GKSS Match Cup und die Festung Carlsten, in der der legendäre Dieb Lasse-Maja 27 Jahre lang inhaftiert war. Wundere dich nicht, wenn du die Einheimischen in Retro-Bademänteln siehst, denn das soll so an der Westküste Schwedens.

Die Insel Brännö im Göteborger Schärengarten mit Booten, Felsenklippen und Anlegestellen, roten Häuschen, einer schwedischen Flagge und Leuten, die in der Sonne sitzen.
Göteborgs Schärengarten, Brännö
Mit über 20 Inseln, die es in den Göteborger Schären zu entdecken gibt, kannst du segeln, kajakfahren und auf Inseltouren gehen.
Foto: Mediabank Göteborg & Co

Brännö: Nostalgie auf dem Bootsanleger

Nur eine kurze Bootsfahrt von Göteborg entfernt, fühlt sich Brännö wie eine Reise in die Vergangenheit an. Die seit der Wikingerzeit besiedelte Insel hat schmale Wege, Holzhäuser, Lastenmopeds und grasende Schafe, die der Insel einen nostalgischen Charme verleihen.

Brännö ist vor allem für die traditionellen Sommertänze auf dem Steg bekannt, die im Lied Dans på Brännö brygga von Lasse Dahlquist verewigt wurden. Auch Håkan Hellströms Brännö Serenad ist eine musikalische Liebeserklärung an die Insel. Wer genau hinhört, ertappt sich vielleicht dabei, von einem Besuch zu träumen.

Luftaufnahme der Burgruine Visingsborg, umgeben von grünen Feldern und Wald, mit der Kirche Brahekyrkan im Hintergrund.
Visingsö, Småland
Die Ruinen von Visingsborg und der weiße Turm von Brahekyrkan, zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Visingsö.
Foto: Robin Visser/Smålands turism

Visingsö: Ruinen und Kutschfahrten

Von Gränna, der Stadt der rot-weißen Zuckerstangen, ist die Insel Visingsö in wenigen Minuten mit der gelben Autofähre erreichbar. Einer Legende zufolge warf ein Riese einst ein Grasbüschel in den Vätternsee, um seiner Geliebten einen Platz zum Auftreten zu geben. Heute begeistert die Insel sowohl Geschichtsinteressierte als auch Familien. Zu den Höhepunkten zählen die imposanten Ruinen des Schlosses Visingsborg und die königliche Kapelle Brahekyrkan. Familien können an einer Schatzsuche teilnehmen, die Alpakas der Insel kennenlernen oder sogar auf deren Weide glampen. Visingsö eignet sich ideal zum Radfahren. Die wohl charmanteste Art, die Insel zu erkunden, ist jedoch eine Fahrt mit der Pferdekutsche, dem sogenannten „Remmalag”.

Ein Steg führt von der Schäreninsel Tjäro ins Wasser. Auf der Insel stehen schwedische Holzhäuser.
Tjärö im Archipel von Blekinge
Tjärö in Blekinge ist eine einzigartige Schäreninsel mit roten Häusern, freilaufenden Tieren, einem großzügigen Gästesteg, Café und Restaurant.
Foto: Per Pixel Petersson/Visit Blekinge

Tjärö: Klippen, Ruhe und ein 12 Meter hoher Nervenkitzel

Mit seinen roten Holzhäusern, kleinen Badebuchten und offenen Landschaften, in denen Kühe und Schafe frei umherstreifen, ist Tjärö ein echtes Sommeridyll im Schärengarten von Blekinge. Für Abwechslung ist gesorgt: Zu den beliebtesten Aktivitäten gehören Angeln, Kajakfahren, Stand-up-Paddling und Wandern.

Natürlich kann man sich auch einfach auf einem von der Sonne gewärmten Felsen niederlassen und die Kunst des Nichtstuns genießen. Wer den Nervenkitzel sucht, kann sich von Tjärös zwölf Meter hohem Felsen ins Meer stürzen.

Bei Sonnenuntergang gleitet ein Boot über das ruhige Wasser. In der Nähe von Sandön in Luleå wirft die tief stehende Abendsonne goldene Strahlen.Bei Sonnenuntergang gleitet ein Boot über das ruhige Wasser. In der Nähe von Sandön in Luleå wirft die tief stehende Abendsonne goldene Strahlen.
Sandön, Luleå
Sonnenuntergang über Sandön, der größten Insel in den Schären von Luleå.
Foto: Luleå kommun

Sandön: Natur vom Feinsten

Sandön ist die größte Insel im Schärengarten von Luleå und, wie der Name bereits vermuten lässt, vollständig aus Sand. Im Sommer ist sie per Ruderboot vom Stadtzentrum Luleås aus erreichbar, im Winter führt eine präparierte Eisstraße über das gefrorene Meer. Den Besucher erwarten lange, flache Strände, weite Kiesfelder und unberührte Wälder, die seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten. Der zentrale Treffpunkt für Menschen ist das Klubbviken Havsbad mit Gästehafen, Restaurant und mietbaren Ferienhäusern. Dank der Lage nahe dem Polarkreis geht die Sonne im Sommer kaum unter, während im Winter die Nordlichter über den Himmel tanzen.

Das sind neun Inseln, zu denen die Schweden immer wieder zurückkehren. Welche Insel entdeckst du zuerst?