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Fahrrad fahren auf Öland
Radfahren entlang der Felder von Neptun (Neptuni åkrar), einem Naturschutzgebiet auf der Insel Öland.
Fotonachweis: UpZone Studios 2019

Die Top-Sehenswürdigkeiten der Insel Öland

Das stolze Kulturerbe, die einzigartige Natur und das milde Klima machen Öland zu einem beliebten Urlaubsziel – sowohl für Könige als auch für Bürgerliche.

Die Ruinen der Burg Borgholm auf Öland

Das Schloss Borgholm auf Öland ist die schönste Burgruine Skandinaviens.

Foto: Alexander Hall

Die schwedische Königsfamilie verbringt ihren Sommerurlaub seit über hundert Jahren auf der Ostseeinsel Öland. Was macht den Reiz der zweitgrößten schwedischen Insel aus? Vielleicht ist es die Mischung aus der speziellen Natur und der Jahrtausende langen Geschichte – Öland ist länger bewohnt als die meisten anderen Orte in Schweden.

Die längliche, schmale Insel misst 137 km von Nord nach Süd und an der breitesten Stelle nur 16 km. Seine besonderen Eigenschaften machen Öland zu einem Paradies für eine Vielzahl von Besuchern. Naturliebhaber zieht es in die 75 (!) Naturschutzgebiete mit inseltypischer Flora und Fauna, darunter Hunderte von Vogel- und Wildtierarten. Wind- und Kitesurfer nutzen die lange Küste mit einer allgegenwärtigen Brise. Und Geschichts- und Kulturinteressierte lernen anhand von Ruinen, Runensteinen und mittelalterlichen Dörfern Spannendes über die alten Schweden.

Wenn du über Öland fährst, werden dir die vielen Windmühlen auffallen. Auf einer so flachen Insel spielt der Wind eine wichtige Rolle für das Ökosystem, und im 19. Jahrhundert gab es zwischen Nord- und Südspitze etwa 2.000 Windmühlen. Obwohl davon nur noch 350 erhalten und auch diese stillgelegt sind, prägen sie die öländische Landschaft.

Mit einer über 300 km langen Küste, badefreundlichen Stränden und einer ausgeprägten Kulinarik ist Öland genau das Richtige für entspannte Tage und bleibende Erinnerungen an Urlaub in Südschweden.

Radfahren auf Öland

Der Ölandsleden ist ein Radweg auf der Insel Öland.

Foto: Alexander Hall

Schloss Solliden: Wo die Königsfamilie Urlaub macht

Im Sommer urlauben auf Öland Tausende schwedische Familien und internationale Besucher in Hotels, Ferienhäusern und auf Campingplätzen. Eine besondere Familie bezieht ein Schloss: Die schwedische Königsfamilie entspannt im Sommer im Schloss Solliden. Von Anfang Mai bis Ende September ist der Park im italienischen Stil offen für Besucher, und im Café Kaffetorpet kann man sich stärken. Das Innere des Schlosses ist aber privat. Der Geburtstag von Kronprinzessin Victoria am 14. Juli wird hier jedes Jahr groß gefeiert.

Die königliche Sommerresidenz Solliden wurde 1906 für die damalige Kronprinzessin gebaut, die ebenfalls Victoria hieß. Angeregt von ihrem Arzt und Freund Axel Munthe und dessen Villa auf der italienischen Insel Capri, wollte sie ebenfalls einen mediterran inspirierten Rückzugsort haben, der ihre Gesundheit fördern und gleichzeitig Abstand vom Hof in Stockholm geben sollte. Öland, wie auch die Insel Gotland, hat ein milderes Klima als der Rest von Schweden und eignete sich dadurch perfekt für dieses Bauprojekt.

Borgholm: Hafenstädtchen mit Burgruine

In der Nähe des Schlosses Solliden liegt die Ruine der Burg Borgholm, die dank ihrer markanten Silhouette ein Wahrzeichen von Öland ist. Ein Brand im Jahr 1806 hat aus der ehemals imposanten Burg eine Ruine gemacht, aber es ist noch genug übrig, um einen Besuch zu empfehlen. Die erhaltenen Gemäuer beherbergen heute die Ausstellung „Aufstieg & Fall“ zur 900-jährigen Geschichte der Burg. Im Sommer dient der Innenhof als stimmungsvolle Kulisse für Pop-Konzerte.

Das Städtchen Borgholm mit etwa 4.300 Einwohnern, das in Gehnähe der beiden Schlösser liegt, ist einen Spaziergang wert. Hier stehen dir einige Übernachtungsmöglichkeiten zur Auswahl, zum Beispiel das Hotel Drottning Victorias Vilohem mit Ausblick auf den Kalmarsund, oder das Hotel Borgholm, zu dem ein stilvolles, gehobenes Restaurant gehört, das auch der Gourmetführer White Guide empfiehlt. Neben den Hotels, die zu den besten der Insel gehören, gibt es Campingplätze, Ferienhäuser und Ferienwohnungen mit Selbstversorgung.

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Schloss Borgholm, Öland

Das Schloss Borgholm stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist ein beliebtes Touristenziel mit einem Museum, Kunstausstellungen, Führungen und sogar Konzerten.

Foto: Magnus Franzén/Ölands Turismorganisation

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Schloss Borgholm, Öland

Foto: Magnus Franzén/Ölands Turismorganisation

Schloss Borgholm auf Öland

Foto: Alexander Hall

Garten und Palast Solliden auf Öland

Foto: Alexander Hall

Schloss Solliden auf Öland

Foto: Alexander Hall

Café Kaffetorpet bei Schloss Solliden

Foto: Alexander Hall

Practical information before your trip to Öland

UNESCO-Welterbe auf Öland

Über ein Drittel von Öland gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe Agrarlandschaft Südölands. Das sind 560 geschützte Quadratkilometer – doppelt so viel Fläche wie Dortmund – mit Dörfern, Steinmauern und kargen Kalksteinplateaus, sogenannten „Alvar“. Das Gebiet wird seit etwa 5.000 Jahren von Menschen bewohnt und bewirtschaftet.

Die Landschaft wird dominiert vom Kalksteinplateau Stora Alvaret, das mit 260 Quadratkilometern fast die Hälfte der Welterbestätte und ein Fünftel der gesamten Insel Öland ausmacht. Um das Gebiet ausgiebig zu erkunden, lohnt sich seine Übernachtung in einer der gemütlichen Pensionen im Süden von Öland, beispielsweise Kollberggården und Allégården Kastlösa.

In Degerhamn an Ölands Südspitze steht der „Lange Jan“ (Långe Jan), Schwedens höchster Leuchtturm und eine der beliebtesten Attraktionen der Insel. Er wurde im Jahr 1785 errichtet und lockt bis heute mit einer tollen Aussicht, die den Aufstieg über 197 Stufen rechtfertigt. Den Leuchtturm umgibt das Naturschutzgebiet Ottenby, das für seine vielen gefiederten Bewohner und Besucher bekannt ist: Rund 140 Vogelarten tummeln sich hier, und es gibt eine Station für Vogelbeobachter (Ottenby Fågelstation).

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Welterbe auf Öland

Die vielen Steinmauern in Småland stammen noch aus der Zeit, als die Landwirtschaft im 18. Jahrhundert organisierter wurde. Ein großer Teil von Småland ist heute dank seiner vielen historischen Stätten ein Weltkulturerbe.

Foto: Alexander Hall/Destination Småland

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Welterbe auf Öland

Foto: Alexander Hall/Destination Småland

Leuchtturm Långe Jan, Öland

Foto: Ölands Turismorganisation

Museum Vida: moderne Kunst auf Öland

Im Kunstmuseum VIDA südlich von Borgholm, einer der größten privaten Kunsthallen Schwedens, zeigt sich Öland von seiner modernen Seite. Die 2001 eröffnete Galerie präsentiert in zwei Dauerausstellungen die Werke der Glaskünstler und –designer Ulrica Hydman-Vallien und Bertil Vallien, die unter anderem farbenfrohe Vasen und mit Gesichtern verzierte Objekte für den schwedischen Glasriesen Kosta Boda entworfen haben. Beide sind seit den 1960er-Jahren tätig und haben neben Glaskunst auch Keramik, Skulpturen und Gemälde geschaffen.

In vier weiteren Ausstellungsräumen ist außerdem reichlich Platz für wechselnde Ausstellungen. Im gut sortierten Museumsshop mit schwedischem Glas und Design findest du bestimmt ein originelles Andenken an deinen Urlaub auf Öland. Und gleich neben dem Museum befindet sich das charmante Hotel Halltorp, das sich im Sommer namhafte schwedische Musiker zu stimmungsvollen Konzerten in den Garten holt.

Der Geschmack von Öland: ohne Kloß nichts los!

Dank seiner südlichen Lage und des milden Klimas gehört Öland zu Schwedens fruchtbarsten Gebiete. So können die Restaurants Produkte von der Insel verwenden und daraus traditionelle sowie moderne Gerichte zaubern.

Ein Klassiker der öländischen Küche sind die „Kroppkakor“: relativ feste Kartoffelklöße, die mit Speck- und Zwiebelwürfeln gefüllt und mit Preiselbeermarmelade serviert werden. Viele Gaststätten auf der Insel haben die herzhafte Spezialität auf der Karte. Das Restaurant Arontorps Kroppkakor & Mat in Färjestaden hat sich das Gericht besonders groß auf die Fahne geschrieben.

Kroppkaka

Kroppkaka (Plural "Kroppkakor") ist ein traditionelles schwedisches Gericht, nämlich Kartoffelknödel mit einer Füllung aus Zwiebeln und Schweinefleisch oder Speck. Kartoffeln, Weizenmehl, Zwiebeln, Salz und Hackfleisch / Schweinefleisch sind übliche Zutaten in Kroppkakor. Kroppkakor werden hauptsächlich in den südschwedischen Regionen Öland, Småland, Gotland und Blekinge gegessen.

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se