Rund 200 Kilometer nördlich des Polarkreises gelegen, ist Kiruna Schwedens nördlichste Stadt und wird oft als die arktische Hauptstadt des Landes bezeichnet. Hier prägen eindrucksvolle Kontraste das Leben im Jahresverlauf; von den dunklen Wintermonaten, die von den Nordlichtern erhellt werden, bis zu den endlosen Tagen der Mitternachtssonne im Sommer.
Kiruna ist Teil des arktischen Schwedens, einer weitläufigen Region, die fast ein Viertel des Landes umfasst. Gleichzeitig liegt die Stadt in Sápmi, der traditionellen Heimat der indigenen Sámi, deren Kultur die Region bis heute prägt. Die Gemeinde Kiruna ist flächenmäßig größer als über 50 Länder und umfasst Wälder, Moore, Seen, Flüsse und Gebirgslandschaften.
Kiruna ist zudem eine Stadt im Wandel. Gegründet im Jahr 1900 als Bergbaugemeinde, entsteht heute rund drei Kilometer östlich des ursprünglichen Zentrums eine neue Stadt, um den Bergbau fortführen zu können. Dabei werden zahlreiche historische Gebäude als Ganzes versetzt. Das neue Stadtzentrum wurde 2022 eröffnet und soll bis 2035 vollständig fertiggestellt sein.
Im gesamten Gemeindegebiet liegen einige der bekanntesten Ziele im Norden Schwedens, darunter das Icehotel in Jukkasjärvi, der Abisko-Nationalpark, einer der weltweit besten Orte, um Nordlichter zu sehen, sowie der Kebnekaise, Schwedens höchster Berg.