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Zwei Männer springen von einem Steg in einen See.
Waldbaden in Schweden
In einem der 100.000 Seen und an der Küste der zahlreichen Schären Schwedens kannst du dir eine wohltuende Abkühlung genehmigen.
Fotonachweis: Maskot/Folio/imagebank.sweden.se

Schweden bewusster bereisen – 12 praktische Tipps

Bewusster zu reisen bedeutet mehr, als sich für oder gegen einen Flug zu entscheiden. Auch die Wahl des Reiseziels, die Dauer des Aufenthalts und die Angebote vor Ort spielen eine Rolle, etwa bei Unterkünften, Restaurants und Einkäufen. Wenn du dich vorab informierst und verschiedene Möglichkeiten vergleichst, kannst du Entscheidungen treffen, die dazu beitragen, die Umweltauswirkungen deiner Reise zu verringern.

Vor der Reise

Wer mit möglichst geringen Auswirkungen auf Umwelt und Klima reisen möchte, sollte sich vorab gut informieren. Berücksichtige bei der Wahl deines Reiseziels und der Reisezeit sowohl ökologische als auch soziale und wirtschaftliche Aspekte. Eine frühzeitige Planung hilft dir dabei, verschiedene Reisemöglichkeiten zu vergleichen und Entscheidungen zu treffen, die den CO₂-Fußabdruck deiner Reise verringern können.

Tipp: Die schwedische Plattform Travel & Climate berechnet den CO₂-Fußabdruck verschiedener Reiseoptionen und hilft dir dabei, Verkehrsmittel mit geringeren Emissionen zu finden. Die Plattform wurde von einem Netzwerk aus dem Umfeld des Zentrums für Tourismusforschung der Universität Göteborg ins Leben gerufen.

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Inselleben in den Schären Schwedens

Schwedens Schärenlandschaften laden dazu ein, die Natur und das Inselleben in aller Ruhe zu entdecken. Viele Inseln lassen sich mit öffentlichen Fähren erreichen.

Foto: Tina Axelsson/imagebank.sweden.se

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Eine Frau sitzt mit einer Tasse Kaffee auf einer Klippe am Wasser im Schärengarten. Ein rotes Häuschen und eine schwedische Flagge verstecken sich hinter einigen Bäumen und Schilf.

Inselleben in den Schären Schwedens

Foto: Tina Axelsson/imagebank.sweden.se

Rote Häuschen und der weiße Kirchturm in der Kirchenstadt Gammelstad im Winter.

Gammelstad, Luleå

Foto: Peter Rosén/Lappland Media AB

Eine Luftaufnahme eines Zuges, der durch eine Waldlandschaft mit Seen im Herbst fährt.

Schwedens Bahnsystem

Foto: Jann Lipka/imagebank.sweden.se

Das ist Schweden

Schweden ist nicht nur für seine gut zugänglichen Naturerlebnisse, seine gut erhaltenen UNESCO-Welterbestätten und seine fortschrittliche Lebensweise bekannt. Das Land erreicht auch in internationalen Umweltindizes regelmäßig gute Platzierungen. Darüber hinaus zeichnet sich Schweden durch folgende Merkmale aus:

  • Demokratische Grundrechte: In Schweden sind Meinungs- und Informationsfreiheit sowie Demonstrations- und Versammlungsfreiheit gesetzlich verankert. Sie gehören zu den Grundpfeilern der Demokratie.
  • Arbeitsschutz: Schweden verfügt über gesetzliche Vorschriften zur Vermeidung von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen. Diese sollen sichere und gesunde Arbeitsbedingungen gewährleisten, auch in der Tourismus- und Gastgewerbebranche.
  • Internationale Rankings: Seit 2016 zählt Schweden im Global Sustainable Competitiveness Index regelmäßig zu den am besten bewerteten Ländern.

Mit geringeren Emissionen nach Schweden reisen

Wenn du aus Europa anreist, kannst du beispielsweise mit dem Zug nach Schweden fahren, ein Elektroauto mieten oder eine Busverbindung wählen, bei der fossilfreie Kraftstoffe zum Einsatz kommen.

Für Reisende aus weiter entfernten Ländern ist das Flugzeug manchmal die einzige praktikable Option. Wenn du fliegst, kann dir die Abkürzung NERD (New, Economy, Regular, Direct) bei der Wahl deiner Verbindung helfen. Neuere, energieeffizientere Flugzeuge und Nonstopflüge können ebenso wie das Reisen in der Economy-Class und mit leichtem Gepäck dazu beitragen, die Emissionen deiner Flugreise zu verringern.

Einige Fluggesellschaften bieten Reisenden die Möglichkeit, gegen einen Aufpreis den Einsatz von alternativen Flugkraftstoffen (Sustainable Aviation Fuel, kurz SAF) zu unterstützen. Diese können aus erneuerbaren Rohstoffen oder bestimmten Abfall- und Reststoffen hergestellt werden und je nach Herstellungsverfahren über ihren gesamten Lebenszyklus geringere Treibhausgasemissionen verursachen als herkömmliches Kerosin. Auch bei der Verwendung von SAF entstehen weiterhin Emissionen.

Tipp: Fly Green Fund ist eine schwedische gemeinnützige Organisation, die den Einsatz alternativer Flugkraftstoffe (SAF) fördert. Mit einem finanziellen Beitrag kannst du dazu beitragen, fossiles Kerosin im Luftverkehr teilweise durch SAF zu ersetzen.

Winterhütte

Winterhütte

Das Icehotel in Jukkasjärvi organisiert Ausritte, bei denen ihr auf der Suche nach den Nordlichtern durch die Winterlandschaft reitet.

Foto: Asaf Kliger/imagebank.sweden.se

Nimm dir Zeit für deine Reise

Das gilt besonders, wenn du mit dem Flugzeug anreist. Statt mehrerer Kurzreisen zu verschiedenen Zielen lohnt es sich, länger an einem Ort zu bleiben und die Umgebung ausgiebig zu erkunden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Workation, bei der du Arbeit und Urlaub verbindest? Oder du nutzt die Gelegenheit, um auch andere nordische Länder zu entdecken.

Stell dir vor, du blickst von deinem Arbeitsplatz aus auf Nordlichter. Oder du verbringst als Nachteule ein oder zwei Monate im Licht der Mitternachtssonne. Klingt verlockend, oder?

Die richtige Reisezeit wählen

Eine Reise außerhalb der Sommersaison hat viele Vorteile. Du kannst beliebte Reiseziele ohne großen Besucherandrang entdecken und gleichzeitig dazu beitragen, die Nachfrage nach touristischen Angeboten besser über das Jahr zu verteilen. Das kann lokalen Unternehmen helfen, auch außerhalb der Hauptsaison geöffnet zu bleiben und Arbeitsplätze ganzjährig zu sichern. Ein weiterer Pluspunkt: Unterkünfte und Aktivitäten sind in der Nebensaison häufig günstiger.

Tipp: Wie wäre es mit einem Besuch an Schwedens Westküste im Herbst statt in den beliebten Sommermonaten? Dann beginnt die Hummersaison, und du kannst die Küste von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Oder du besuchst die schwedischen Skigebiete im Sommer und erkundest die Pisten mit dem Mountainbike statt auf Skiern.

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Unterkünfte in der Natur

Das Bergaliv Loft House liegt auf dem Åsberget in Hälsingland und wurde überwiegend aus Holz errichtet.

Foto: Martin Edström/imagebank.sweden.se

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Silhouette eines lesenden Mannes vor einem großen Fenster mit Blick auf den blauen Himmel und die Berge in Hälsingland, mit einem Fernglas in der Hand.

Unterkünfte in der Natur

Foto: Martin Edström/imagebank.sweden.se

Mit Rentierfellen bezogene Bänke neben einem Tisch mit Tassen und Schüsseln und einem Teller mit Brötchen. Eine Kaffeekanne wird über ein Lagerfeuer gestellt. Ein Lavvu-Zelt im Hintergrund und man sieht einen See zwischen den Bäumen.

Sapmi Nature Camp

Foto: Lennart Pittja/Sápmi Nature/imagebank.sweden.se

Ein hölzernes Hausboot liegt auf einem ruhigen Waldsee. Der Morgennebel schwebt über dem See.

Naturbyn, Värmland

Foto: Martin Edström/imagebank.sweden.se

Umweltzertifizierte und naturnahe Unterkünfte

In Schweden gelten hohe gesetzliche Standards für den Arbeitsschutz. Wenn du nach einer besonderen Unterkunft mitten in der Natur suchst, bist du hier ebenfalls richtig. In den schwedischen Wäldern findest du zahlreiche kleine, naturnahe Unterkünfte, die sich harmonisch in ihre Umgebung einfügen.

In Schweden gibt es kein einheitliches nationales Nachhaltigkeitssiegel für die Hotel- und Gastgewerbebranche. Stattdessen können sich Unterkünfte und einzelne Bereiche ihres Betriebs nach verschiedenen unabhängigen Standards zertifizieren lassen. Dazu gehören beispielsweise ISO-Normen, Green Key, das Nordic Swan Ecolabel und KRAV.

Auch große schwedische Hotelketten lassen die Einhaltung bestimmter Umweltstandards unabhängig überprüfen:

  • Scandic Hotels: Alle Hotels der Kette in Schweden tragen das unabhängig geprüfte Umweltzeichen Nordic Swan Ecolabel (Nordischer Schwan).
  • Strawberry (ehemals Nordic Choice Hotels): Fast alle Hotels der Gruppe sind mit dem Nordic Swan Ecolabel zertifiziert.
  • Elite Hotels: Die Hotels sind nach den Kriterien von Green Key zertifiziert. Das unabhängige Umweltzeichen berücksichtigt unter anderem den Energie- und Wasserverbrauch sowie den Einsatz von Verbrauchsmaterialien.
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Schlittenhunde in den Wäldern

Sibirische Huskys ziehen einen Hundeschlitten im arktishcen Schweden. Jokkmokkguiderna bietet Hundeschlittenfahrten in den Wäldern und Bergen des Nordens an, die alle von der schwedischen Gesellschaft für Ökotourismus genehmigt wurden.

Foto: Anna Öhlund/imagebank.sweden.se

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Siberian Huskies im Wald ziehen einen Schlitten.

Schlittenhunde in den Wäldern

Foto: Anna Öhlund/imagebank.sweden.se

Kajaktour

Kajaktour

Foto: Anna Hållams/imagebank.sweden.se

Aktivitäten mit geringeren Umweltauswirkungen und lokale Tourismusinitiativen

Wenn du dein Reiseziel näher kennenlernen möchtest, lohnt es sich, lokale Anbieter und Guides zu wählen. Damit unterstützt du die regionale Wirtschaft und Arbeitsplätze vor Ort. Gleichzeitig profitierst du von wertvollen Insidertipps und entdeckst besondere Orte abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten.

In Schweden gibt es verschiedene Zertifizierungen und Initiativen, die Unternehmen zusammenbringen, die sich an bestimmten Umwelt- und Sozialstandards orientieren. Hier sind einige Beispiele:

  • Nature’s Best ist ein unabhängig geprüftes schwedisches Qualitätssiegel für Naturerlebnisse. Es basiert auf sechs Grundsätzen des Ökotourismus und zeichnet Angebote aus, die bestimmte Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen. Dazu gehören Unterkünfte, samische Kulturerlebnisse, Hundeschlittentouren und Bootsausflüge durch die Schären. Insgesamt sind rund 35 Unternehmen in ganz Schweden zertifiziert.
  • Responsible Tourism Västerbotten ist eine regionale Initiative, bei der sich Unternehmen in der Provinz Västerbotten für die Weiterentwicklung des Tourismus unter Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialaspekten engagieren. Die Initiative orientiert sich an den Nachhaltigkeitskriterien des Global Sustainable Tourism Council (GSTC) und vereint mehr als 80 Unternehmen aus den Bereichen Unterkunft, Natur, Kultur und Gastronomie.
  • Hållbarhetsklivet (etwa „Schritte in Richtung Nachhaltigkeit“) ist eine gemeinsame Initiative der Tourismusbranche in Westschweden. Rund 60 Unternehmen aus Göteborg sowie den Regionen Bohuslän, Dalsland und Västergötland beteiligen sich daran.
  • Sustainable Plejs ist eine EU-geförderte Initiative auf Gotland, Schwedens größter Insel. Sie bringt lokale Hotels und Restaurants zusammen, die sich unter anderem für die Verwendung regionaler Lebensmittel und ganzjährige Beschäftigungsmöglichkeiten einsetzen.

Wusstest du schon? Schweden hat eine lebendige Start-up-Szene, die auch international viel Aufmerksamkeit erhält. Innovation hat im Land eine lange Tradition. Im Global Innovation Index 2025 belegte Schweden weltweit den zweiten Platz. Ein Beispiel für schwedische Technologieentwicklung ist die wassersparende Dusche von Orbital. Sie bereitet das Wasser während des Duschens auf und führt es dem Wasserkreislauf erneut zu. Die Technologie kommt bereits in mehreren schwedischen Hotels zum Einsatz, darunter im Treehotel.

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Restaurant Furillen, Gotland

Lebensmittelverschwendung ist eine große Herausforderung und als Restaurantbesucher kannst du bereits mit kleinen Taten etwas bewirken.

Foto: Tina Axelsson/imagebank.sweden.se

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Ein Buffet vor einem großen Fenster in einem Restaurant. Drei Personen nehmen sich Essen vom Buffet.

Restaurant Furillen, Gotland

Foto: Tina Axelsson/imagebank.sweden.se

Eine Hand führt eine grüne Wasserkelle über das Waser eines glitzerndes Baches.

Reines Trinkwasser aus der Natur.

Foto: Moa Karlberg/imagebank.sweden.se

Bewusst essen und trinken

Neben den Treibhausgasemissionen, die bei der Produktion von Fleisch entstehen, ist auch Lebensmittelverschwendung eine Herausforderung für die Gastronomie. Viele schwedische Restaurants arbeiten daran, Lebensmittelabfälle zu reduzieren und ihren Ressourcenverbrauch zu senken. Auch als Gast kannst du mit kleinen Entscheidungen dazu beitragen.

  • Greif am Buffet öfter zu Gemüse und nimm dir nur so viel, wie du auch wirklich essen kannst.
  • Wähle regionale und saisonale Lebensmittel. So kannst du frische Zutaten entdecken, die kulinarischen Traditionen deines Reiseziels kennenlernen und lokale Produzenten unterstützen.
  • Sage rechtzeitig ab, wenn du eine Tischreservierung nicht wahrnehmen kannst. So kann das Restaurant besser planen und unnötige Lebensmittelverschwendung vermeiden.

Wusstest du schon? Schwedisches Leitungswasser ist von hoher Qualität und kann in der Regel bedenkenlos getrunken werden. Auch in Restaurants ist es ganz selbstverständlich, Wasser aus dem Hahn zu trinken. Du kannst also deine Trinkflasche einfach auffüllen, statt Wasser in Einwegplastikflaschen zu kaufen.

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Polkagris

Polkagris ist eine spezielle Zuckerstange, die in Gränna, Småland, hergestellt wird.

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

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Eine Frau knetet die für Smaland bekannte rot-weiße Zuckerstange mit ihren Händen auf einem Tisch.

Polkagris

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

Nahaufnahme von Maiskolben und einer Paprikasorte in einem Hofladen. Drei Personen sind unscharf im Hintergrund zu sehen.

Hofläden in Schweden

Foto: Tina Axelsson/imagebank.sweden.se

Regional einkaufen und Secondhand entdecken

Jeder Einkauf verbraucht Ressourcen. Trotzdem möchte man aus dem Urlaub gerne ein Souvenir mit nach Hause nehmen. Dabei lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Wo wurde ein Produkt hergestellt, welche Materialien wurden verwendet und wie lange lässt es sich nutzen? Statt beliebiger Massenware kannst du dich beispielsweise für Produkte aus Schweden entscheiden, die aus langlebigen, möglichst regional bezogenen Materialien gefertigt wurden.

In ganz Schweden findest du Hofläden, die regionale Lebensmittel und Produkte aus kleinen Betrieben anbieten. Schon ein Ausflug aufs Land ist ein Erlebnis für sich. Entdecke typisch schwedische Spezialitäten wie Knäckebrot, Preiselbeermarmelade, Kalix Löjrom (Fischrogen aus Nordschweden), Zuckerstangen (Polkagrisar) oder getrocknetes Rentierfleisch. Und zwischendurch bleibt bestimmt noch Zeit für eine gemütliche schwedische Fika.

Auch schwedische Mode setzt häufig auf zeitlose Entwürfe und Langlebigkeit. Wie wäre es mit einem hochwertigen Designobjekt, das du im Alltag immer wieder verwenden kannst? Oder einem Kleidungsstück, an dem du lange Freude hast? Besonders lohnt sich auch ein Blick in die zahlreichen Vintage- und Secondhandläden schwedischer Städte. Hier findest du gebrauchte Kleidung, Möbel und Wohnaccessoires, die auf ein zweites Leben warten.

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Radfahren in Stockholm

Schwedische Städte sind wie geschaffen für Spaziergänge und Radtouren. Die üppig bewachsene Insel Djurgården ist eine der Hauptattraktionen Stockholms.

Foto: Tina Axelsson/imagebank.sweden.se

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Eine Frau fährt mit dem Fahrrad entlang eines Kanals im Park Djurgården. Entlang der Straße gibt es Bäume und eine Wiese.

Radfahren in Stockholm

Foto: Tina Axelsson/imagebank.sweden.se

Eine Frau schaut aus dem Fenster eines Zuges, der gerade einen anderen Zug überholt.

Mit dem Zug in Schweden unterwegs

Foto: Tina Axelsson/imagebank.sweden.se

Mit geringeren Emissionen durch Schweden reisen

Entdecke Schweden wann immer möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Viele schwedische Städte verfügen über gut ausgebaute Geh- und Radwege. Fahrradständer findest du fast an jeder Ecke.

Nutze die öffentlichen Verkehrsmittel. Schweden verfügt über ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz mit U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen. Fahrkarten kannst du vielerorts bequem mit deiner Bankkarte bezahlen.

Wenn du ein Taxi oder einen Mietwagen benötigst, wähle nach Möglichkeit ein Elektrofahrzeug. Taxi Stockholm, das größte Taxiunternehmen Stockholms, ist nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, seine Fahrzeugflotte bis 2030 auf Fahrzeuge ohne direkte Abgasemissionen umzustellen. Auch Taxi Kurir, das in mehreren schwedischen Städten tätig ist, verfügt über diese Zertifizierungen und arbeitet daran, seine Fahrzeugflotte auf den Betrieb ohne fossile Kraftstoffe umzustellen.

Zugreisen in Schweden gehören zu den vergleichsweise emissionsarmen Möglichkeiten, das Land zu erkunden. Schwedens größtes Bahnunternehmen, SJ, nutzt nach eigenen Angaben zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen, insbesondere Wasser- und Windkraft. Die schönen Ausblicke während der Fahrt gibt es gratis dazu!

Auch im schwedischen Inlandsflugverkehr besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit, den anteiligen Einsatz alternativer Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuel, kurz SAF) zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem Biokraftstoffe, die aus bestimmten erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden.

Keine Informationen zu Umweltmaßnahmen gefunden? Frag nach!

In Schweden gibt es viele Unternehmen, die auf gute Arbeitsbedingungen und ökologisch erzeugte Lebensmittel achten. Allerdings verfügen nicht alle kleineren Betriebe und lokalen Produzenten über die finanziellen Mittel für eine unabhängige Zertifizierung.

Wenn du mehr über die Arbeitsweise eines Unternehmens erfahren möchtest, frag einfach nach. Zum Beispiel, woher die Produkte stammen, wie mit Ressourcen umgegangen wird oder welche Maßnahmen zum Umweltschutz ergriffen werden. Solche Fragen können den Austausch fördern und kleinere Unternehmen dazu anregen, sich weiter mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Eine Person hält eine Schüssel mit Blaubeeren in der Hand.

Blaubeeren pflücken

Blaubeersammeln im Naturschutzgebiet Heråmaden. Dank des schwedischen Jedermannsrechts kann jeder die schwedische Natur genießen und Pilze, Kräuter und Beeren in haushaltsüblichen Mengen pflücken.

Foto: Moa Karlberg/imagebank.sweden.se

Hinterlasse keine Spuren in der Natur

Dank des Jedermannsrechts (Allemansrätten) darf sich jeder frei in der schwedischen Natur bewegen. Dieses besondere Recht erlaubt es dir unter bestimmten Voraussetzungen, in Wäldern zu zelten, in Seen zu baden und Beeren zu sammeln. Dabei gilt ein einfacher Grundsatz: „Nicht stören und nichts zerstören.“

Auch Mülltrennung gehört in Schweden zum Alltag. An vielen Orten findest du Behälter zur getrennten Entsorgung von Kunststoff, Papier, Glas, Metall und Lebensmittelabfällen.

Wie Besucher zum Artenschutz beitragen können

An manchen Reisezielen kann ein geregelter Besucherverkehr zum Schutz der heimischen Tierwelt beitragen. Ein Beispiel dafür ist Stora Karlsö, eine Insel vor Gotland. Sie ist mit dem Nature’s Best-Siegel ausgezeichnet, gilt als das zweitälteste Naturschutzgebiet der Welt und ist vor allem für ihre artenreiche Vogelwelt bekannt.

Stora Karlsö ist ein wichtiger Brutplatz für die gefährdeten Trottellummen der Ostsee, die an den steilen Klippen der Insel nisten. Als die Insel während der Coronapandemie für Besucher geschlossen war, hielten sich dort größere Gruppen von Seeadlern auf. Sie schreckten die Trottellummen auf und störten deren Brutverhalten. In der Folge ging die Zahl der geschlüpften Küken um mindestens 25 Prozent zurück.

Wissenschaftler untersuchten die Situation und stellten fest, dass die Besucher auf Stora Karlsö offenbar eine Art Schutzfunktion für die Seevögel übernommen hatten. Darüber berichtet eine Studie in der Fachzeitschrift Biological Conservation. Die Ergebnisse zeigen, dass die kontrollierte Anwesenheit von Menschen unter bestimmten, wissenschaftlich untersuchten Bedingungen dazu beitragen kann, empfindliche Tierpopulationen vor natürlichen Fressfeinden zu schützen.

Bewusste Reiseentscheidungen können dazu beitragen, die besuchten Orte und ihre lokalen Gemeinschaften zu unterstützen. Gleichzeitig eröffnen sie dir die Möglichkeit, Schweden und seine Natur noch intensiver kennenzulernen.